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March for Science Hamburg: In der Hansestadt demonstrierten rund 2000 Teilnehmer für die Wissenschaft und gegen "alternative Fakten". Foto: Anna Gröhn
Demonstrationen

March for Science Hamburg: „Wissenschaft statt alternative Fakten“

Beim March for Science in Hamburg demonstrierten am Samstag rund 2000 Wissenschaftler und Studierende für die Freiheit der Wissenschaft und gegen alternative Fakten.

Von Anna Gröhn

Zum „March for Science Hamburg“ sind am Samstag (22.04.) rund 2000 Wissenschaftler und Studierende in der Hansestadt für die Freiheit der Wissenschaft auf die Straße gegangen. Weltweit sind tausende Menschen in mehr als 600 Städten für den ersten internationalen „March for Science“ aufmarschiert. Ihren Ursprung haben die Protestmärsche in den USA, in der US-Hauptstadt Washington fand am Samstag die zentrale Demonstration statt.

Sie wurden dort als Reaktion auf die wissenschaftsfeindliche Politik des US-Präsidenten Donald Trump initiiert. „Die Märsche sind aber sehr viel mehr als nur eine Kritik an der aktuellen US-Regierung“, sagte eine der Organisatorinnen bei der Kundgebung am Rathausmarkt in Hamburg.

„Sie sollen darauf aufmerksam machen, dass die Freiheit der Wissenschaft als demokratisches Grundprinzip gewährleistet bleiben muss und dass Politikerinnen und Politiker wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in ihren Entscheidungen berücksichtigen sollen.“

March for Science Hamburg: Wissenschaft und Forschung stärken

Auch gegen die Verbreitung von „alternativen Fakten“ richtete sich der Protestmarsch. Denn zunehmend würden wissenschaftlich belegbare Tatsachen geleugnet oder relativiert, so die Organisatorin. Diese seien jedoch unabdingbar für einen sachlichen und faktenbasierten Diskurs.

„Unsere Gesellschaft beruht wesentlich auf wissenschaftlichen Entdeckungen und ihre Anwendungen im Alltag. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften tragen mit ihren Erkenntnissen dazu bei, unsere Umwelt und Gesellschaft besser zu verstehen.“

Symbolbild: Ada v. d. Decken

Prestige statt Wissenschaft?

Angelika Mayer* arbeitet seit rund 20 Jahren an der Universität Hamburg. Angefangen hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit einigen Jahren ist sie als Professorin an der Fakultät für Geisteswissenschaften tätig. Im Interview mit den Eimsbütteler Nachrichten spricht sie über die prekären Verhältnisse an deutschen Hochschulen.

Eine sichere Finanzierung stärke daher die im Grundgesetz zugesicherte Freiheit der Forschung von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen und mache sie weniger anfällig für externe Einflussnahmen durch Unternehmen und Interessenverbände, sagte die Organisatorin. Nur durch eine gesicherte Finanzierung könnten Wissenschaftler ihre gesellschaftliche Verantwortung verlässlich wahrnehmen, die Welt zu erforschen und ihre Erkenntnisse einzuordnen.

Nach dem Start auf dem Rathausmarkt zogen die Demonstranten am Nachmittag durch die Innenstadt bis zum Hauptgebäude der Universität Hamburg. Dort endete der Protestzug mit einer Abschlusskundgebung und einem Science Slam.

March for Science in Hamburg: Demonstrieren für die Wissenschaft

March for Science Hamburg am Rathausmarkt. Foto: Anna Gröhn
Demonstrationszug March for Science Hamburg. Foto: Anna Gröhn
Plakat beim March for Science Hamburg. Foto: Anna Gröhn
Demonstranten beim March for Science in Hamburg. Foto: Anna Gröhn

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