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Hamburg Eimsbuettel movimental
Die Gründerin Judith Sumalvico (r.) und die Ergotherapeutin Sina Roggenkamp (l.) gemeinsam im Bällebad. Foto: Monika Dzialas
Bewegungsförderung

„movimental e.V.“: Durch Bewegung integrieren

Der Verein "movimental e.V" in der Hohenluftchaussee fördert bereits seit 2004 die frühkindliche Bewegungsentwicklung von Neugeborenen und Kleinkindern. Zudem schafft er in seinen Räumlichkeiten einen Ort für den elterlichen Austausch und Erfahrungen der Kinder.

Von Monika Dzialas

Bereits seit 2004 lädt der Verein „movimental e.V.“ Eltern und ihre kleinen Kinder ein, um die ersten Schritte und Bewegungen des Nachwuchses zu begleiten und zu fördern. Dafür bieten die Therapeuten Kurse zum Turnen und Austauschen in kleinen Gruppen an.

„Kinder auf dem Weg nach oben“

Gegründet wurde der Verein von der Tanz- und Bewegungspädagogin Judith Sumalvico, die zuvor in einer Hebammenpraxis arbeitete. Das Hauptziel der Einrichtung sei es, die „Kinder auf dem Weg nach oben“ zu begleiten, betont Sumalvico. In den Kursangeboten, die sich von der ersten Babymassage über gemeinsames Turnen bis hin zum Kindertanz erstrecken, sollen die Kinder an Bewegungsabläufe herangeführt werden und ein Gefühl für ihren Körper entwickeln. Dieses Selbstbewusstsein sei auch für die nachhaltige Entwicklung prägend und wirke sich auf den Spaß an der Bewegung im Erwachsenenalter aus, berichtet die Gründerin.

Hamburg Eimsbuettel Therapeuten am Limit. Foto: Monika Dzialas

#therapeutenamlimit: Kreideaktion aus Eimsbüttel

Der Pflegenotstand betrifft auch die Berufsgruppe der Therapeuten. Mit der Kreideaktion #therapeutenamlimit will die Eimsbüttelerin Rieke Guhl auf die Belastungen aufmerksam machen und die gleichnamige Organisation unterstützen.

Die Bewegung beeinflusst jedoch nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die geistige Entwicklung der Kleinen. Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch im Namen des Vereins wider. Das Wortspiel aus Bewegen und Denken zeigt, dass es darum geht, „Konzepte im Gehirn zu entwickeln. Wie baue und organisiere ich die Spielzeuge, damit sie funktionieren“, erklärt Sumalvico.

Entwicklung durch Bindung

Für die Arbeit der Ergo-, Physio- und Bewegungstherapeuten ist die enge Bindung besonders wichtig. Aus diesem Grund organisieren sie Kurse mit maximal acht Kindern. Zum einen werde dadurch eine Reizüberflutung verhindert und die Kinder können sich bei wiederkehrenden und vertrauten Gesichtern besser öffnen. Durch die Gruppengröße lernen sich auch die Kinder untereinander besser kennen und akzeptieren ihre individuellen Eigenschaften.

Hamburg Eimsbuettel Turnen im movimental
Die Kinder entdecken sich und ihre Umwelt. Foto: movimental e.V.

Während anfangs vor allem Eltern mit ihren Neugeborenen die Kurse besuchten, ist die Zielgruppe in den vergangenen Jahren gewachsen. Parallel zu den Massagekursen für die Kleinsten turnen die Mitarbeiter mit den älteren Geschwistern in selbst gebauten Burgen im Bewegungsraum oder entwickeln die Wahrnehmung ihrer Umwelt beim Spielen und Fühlen im Bällebad. Zudem wird ein Austausch der Eltern untereinander oder mit den Betreuern ermöglicht.

Viele der Kinder werden von den Mitarbeitern sogar bis in die Schulzeit begleitet, da movimental e.V. 2014 die Nachmittagsbetreuung im Gymnasium Corveystraße übernahm.

Durch Bewegung integrieren

Seit 2016 ist das Programm nochmals gewachsen. Neben Inklusionsarbeit und individueller Förderung wird die Integration von geflüchteten Familien gefördert und der Verein interkulturell geöffnet. Dafür arbeiten sie mit der Erstaufnahmeeinrichtung Schmiedekoppel zusammen und verfolgen das Ziel, „Frauen mit Migrationshintergrund und geflüchtete Frauen mit Kindern in den öffentlichen Raum zu bringen“, erzählt Sumalvico.

Sind Kinder idealistischer geworden, Herr Verg?

Im vergangenen Monat ist das dritte Kinderbuch von Martin Verg und Ina Rometsch erschienen. Wir haben den Kinderbuchautor und Geolino-Chefredakteur Verg zum Gespräch getroffen.

Dies sei jedoch sehr mühsam, da einerseits viele Frauen durch die Betreuung ihrer Kinder nicht an den Sprachkursen teilnehmen können und dadurch im Alltag verunsichert sind, fügt die Initiatorin hinzu. Andererseits erschweren die ständigen Wechsel in den Einrichtungen und der politischen Entscheidungen den Aufbau stabiler Kontakte mit den Familien.

Anlässlich der Aktionswoche zum diesjährigen „Tag der Integration“ vom 23. bis 29. September finden auch in den Räumlichkeiten vom movimental e.V. offene Veranstaltungen für Interessierte statt. Die Angebote stehen in diesem Jahr unter dem Motto „starke Frauen, starke Mädchen“.

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