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fullscreen Wenn nichts passt: Möbel nach Maß
Ole Wulf ist Inhaber des neuen Geschäfts "Inlignum" in der Osterstraße. Foto: Catharina Rudschies

Neueröffnung

Wenn nichts passt: Möbel nach Maß

Ein Regal für die Zimmerecke, ein Sideboard unter die Schräge – in der Osterstraße kann man jetzt maßgefertigte Möbel kaufen. Das Geschäft “Inlignum” eröffnet am 13. April.

schedule Lesezeit ca. 3 min.

Ole Wulf ist schwer beschäftigt am Donnerstagvormittag dieser Woche. Am Samstag, den 13. April feiert er mit seinem Geschäft Inlignum Eröffnung und eine wichtige Lieferung ist auch zwei Tage vorher noch nicht angekommen. Der Lieferant habe ihn am Vortag verpasst um 19.50 Uhr gab es einen Zustellungsversuch. “Um 19.50 Uhr? Wer erwartet denn um diese Uhrzeit eine Lieferung?”, fragt er in den Raum.

Möbel individuell nach den Vorstellungen des Kunden gebaut

Ole Wulf nimmt das alles gelassen. “So ist das. Kurz vor knapp kommen immer die Probleme”, sagt er mit einem Lächeln und setzt sich an einen großen Tisch im vorderen Bereich des Ladens. Der Tisch ist schlicht und modern gehalten, mit weißen Beinen und einer mittelbraunen Massivholzplatte. Möbel wie diese bietet Wulf fortan im Geschäft Inlignum in der Osterstraße an. Aber eben nur “wie diese”, denn das Besondere ist: Alle Möbel bestellt der Kunde nach Maß, individuell an die Vorstellungen und Bedürfnisse seiner Wohnsituation angepasst.

“Hier im Geschäft stehen nur Muster”, erklärt Wulf. So erhalten die Kunden einen Eindruck, wie die Möbel aussehen können. Ob Regal, Bett, Tisch, Sideboard bei Inlignum wolle man eine ganze Bandbreite an möglichen Möbeln anbieten.

“Welche Wünsche hat der Kunde?”

Ihre eigenen Vorstellungen können Kunden entweder direkt im Geschäft oder per Online-Konfigurator mitteilen. Dann erarbeiten die Mitarbeiter von Inlignum zusammen mit dem Kunden ein Design, suchen die passenden Materialien und die Verarbeitung aus. “Bei uns steht immer im Vordergrund: Welche Wünsche hat der Kunde?”, betont der Inhaber. Der Preis eines Möbelstückes variiert laut Wulf je nach Material, Funktion und Größe. “Ein Tisch kann beispielsweise bei 400 Euro anfangen und bei 2000 Euro aufhören.”

Nicht das erste Inlignum-Geschäft

Das Geschäft Inlignum besteht in dieser Form schon in anderen Städten, darunter Berlin, Düsseldorf und Bremen. Ole Wulf nutzt zwar das Konzept der Inlignum-Gründer, das neue Geschäft in der Osterstraße sei aber ein eigenständiger Laden. “Ich habe einen Kooperationsvertrag mit Inlignum. Man hat da aber deutlich mehr Freiheiten als beispielsweise beim Franchisesystem”, so der 56-Jährige.

Der gebürtige Kieler kommt aus dem Handwerk. Er hat als Elektriker und in der Holzindustrie gearbeitet, zeitweilig auch in Spanien. Nach weiteren sieben Jahren in der deutschen Möbelindustrie wollte er raus aus dem Angestelltenverhältnis und etwas eigenes machen. “Ich kannte die Leute von Inlignum schon. Die Möbelindustrie ist eine kleine Welt, man kennt sich untereinander”, so Wulf. So kam es, dass er selbst ein Inlignum-Geschäft in Hamburg eröffnen konnte.

Osterstraße als Standort erste Wahl

Den Standort Eimsbüttel hat sich Wulf bewusst ausgesucht: “Die Osterstraße war für mich die erste Wahl, denn sie ist eine tolle Geschäftsstraße.” Zudem wohne in Eimsbüttel seine Zielgruppe. “Wir achten in der Produktion unserer Möbel sehr auf Nachhaltigkeit. Das Holz stammt aus der EU und die Möbel werden gänzlich in Deutschland produziert. In Eimsbüttel legen viele Menschen wert darauf”, erklärt Ole Wulf.

Hergestellt werden die Möbel in der Berliner Inlignum-Werkstatt. Etwa sechs Wochen dauert die Fertigung. Das meiste wird in Handarbeit gemacht. Nur in einigen Arbeitsschritten nutzt man unterstützend Maschinen. Nach der Fertigstellung werden sie an den Standort Hamburg und dann zum Kunden nach Hause geschickt. Dort werden sie von einem fachmännischen Handwerker aufgebaut. Insgesamt kann ein Kunde demnach mit einer Lieferzeit von rund sieben Wochen rechnen.

Eröffnung ab 10 Uhr

Am Samstag, den 13. April, feiert Ole Wulf ab 10 Uhr Eröffnung. Zwei Tage vorher verfällt er abends doch noch etwas in den Stress. Es sei noch einiges zu tun. Aber es gibt gute Nachrichten: Die verspätete Lieferung hat es noch rechtzeitig in den Laden geschafft. Alles gut also. 

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