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Foorschungstierhaltung UKE HH Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Der alte Bau für die Forschungstierhaltung wird in den nächsten Jahren durch einen Neubau ersetzt. Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
UKE

Neues Tierforschungszentrum am UKE

Der Hamburger Senat bewilligt dem UKE 31 Millionen Euro für den Neubau der Forschungstierhaltung. Nach der Planungsphase sollen Im Sommer 2019 die Baurbeiten beginnen.

Von Robin Eberhardt

Der Hamburger Senat hat diese Woche beschlossen, dass am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ein neues Gebäude für die medizinische Forschungstierhaltung gebaut werden soll. Der Neubau wurde nötig, weil das Tierforschungszentrum nicht mehr den heutigen Standards und europäischen Richtlinien entspricht. Für das Bauvorhaben wird die Stadt 31 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

„Das UKE nutzt, wo es möglich ist, alternative Forschungsmethoden“, sagt Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. „Um schwere Krankheiten zu heilen und Menschenleben zu retten, müssen aber nach sorgfältiger Prüfung auch Tiere zum Einsatz kommen. Das ist Bestandteil jeder medizinischen Spitzenforschung von der kranke Menschen insbesondere profitieren.“

Verbesserung für Tier und Mensch?

Der Neubau soll dann modernsten Ansprüchen in der Forschungstierghaltung entsprechen und die hohe Qualität in der biomedizinischen Forschung sichern. „Mit diesem Neubau wird sich die Situation für alle verbessern: Tiere, Pflegepersonal, Forschende und letztendlich auch für Patientinnen und Patienten“, erläutert Fegebank.

Visualisierung vom zukünftigen UKE Kinderklinikum. Foto: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Erlöse aus Kalender gehen an Neubau für UKE-Kinderklinik

Fast 70 Millionen Euro investiert das Universitätsklinikum Eppendorf in den Neubau einer Kinderklinik. Davon sollen 20 Millionen Euro über Spenden eingeworben werden. Rund 5 Millionen fehlen noch. Der Erlös des Kalenders "Mein Sprung ins Leben" aus Eimsbüttel geht in den Bau des Klinikkomplexes.

Das neue Spezialgebäude soll eine Nutzfläche von 3.000 qm haben und den komplexen Anforderungen der Forschungstierhaltung entsprechen. So müssen beispielsweise konstant die gleichen klimatischen Bedingungen herrschen und neben hohen Hygienestandards ist auch eine hermetische Abschottung von der Außenwelt wichtig. Auch Luftduschen, als Zugang zu den Bereichen in denen die Tiere gehalten werden, gehört zu diesen Anforderungen.

Baubeginn im Sommer 2019

„Nach dem der Senat die Gelder bewilligt hat, beginnt jetzt die Planungsphase“, erklärt Julia Offen, Sprecherin der Wissenschaftsbehörde, „der Baubeginn ist für den Sommer 2019 und die Fertigstellung ist für 2023 geplant.“

„Das UKE begrüßt den Senatsbeschluss zum Neubau der Forschungstierhaltung“, sagt Saskia Lemm, Pressesprecherin des UKEs. Ein Teil der Forschungstierhaltung sei, so Lemm, in einem mehr als achtzig Jahre alten Gebäude untergebracht und erfülle nicht mehr die Anforderungen an eine moderne Tierhaltung.

Keine Erweiterung der Kapazitäten

Das neue Zentrum für Forschungstierhaltung solle nur für die Vebesserung der Unterbringung der Tiere und der dort arbeitenden Menschen dienen. „Die Kapazitäten in der Forschungstierhaltung werden nicht erweitert“, versichert UKE-Sprecherin Lemm.

Die Einrichtung ist ein Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg im UKE. Die Schwerpunkte der tierbasierten Forschungsprojekte am UKE liegen auf Herzkreislauf, Infektionen und Immunität, Krebs und Neurobiologie.

An dem Zentrum arbeiten ausgebildete Tierpfleger, die sich um die Zucht, Haltung und Pflege der Labortiere kümmern. Für die Überwachung experimenteller Eingriffe und die Anleitung der Forschenden stehen Tierschutzbeauftragte, Fachärzte sowie Biologen zur Verfügung.

Tierschutzverein sieht das Vorhaben kritisch

Sven Fraaß, Pressesprecher des Hamburger Tierschutzvereins, hingegen kritisiert den das Vorhaben: „Das ist zu lange überfällig, um das noch zu loben.“

Generell hält der Hamburger Tierschutzverein Tierversuche für nicht mehr zeitgemäß und oft seien auch die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar. „Tierversuche sind wissenschaftlich rückständig und es gibt mittlerweile Alternativen dazu, wie zum beipsiel Gewebekulturen“, erklärt Fraaß.

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