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So soll der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge aussehen.
So soll der Neubau der Bornplatzsynagoge aussehen. Visualisierung: Büro Schulz und Schulz Architekten mit Haberland Architekten und POLA Landschaftsarchitekten
Jüdisches Leben

Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge wird konkret: Dialog statt Konflikt

Beim Bau der Bornplatzsynagoge sollen Anwohnerinnen und Anwohner umfassend informiert und eingebunden werden. Woher die Forderung nach größtmöglicher Transparenz kommt.

Von Jasper Karin

„Baupläne sorgen immer für Konflikte“, sagt Ali Mir Agha, Vorsitzender der Grünenfraktion Eimsbüttel. Beim Bau der neuen Bornplatzsynagoge will er diese jedoch unbedingt verhindern. Seine Idee: größtmögliche Transparenz mithilfe eines neuen „Dialog- und Informationssystems“. Einem entsprechenden Antrag von Grünen und SPD wurde in der Bezirksversammlung einstimmig zugestimmt.

Die Bornplatzsynagoge stand von 1906 bis 1938 auf dem Joseph-Carlebach-Platz im Grindelviertel. Während der Novemberpogrome 1938 zerstörten Nationalsozialisten die Synagoge. Vor einigen Jahren wurde ein Wiederaufbau beschlossen.

Der Wiederaufbau

Seit September 2025 stehen die Pläne für den Neubau fest. Der Entwurf der Synagoge stammt von drei Architektenteams aus Leipzig und Berlin. Laut Ali Mir Agha sei das Bauprojekt ein Signal gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben in Hamburg.

Das Grindelviertel rund um den Joseph-Carlebach-Platz ist dicht besiedelt. Ali Mir Agha will verhindern, dass unter Anwohnerinnen und Anwohnern Skepsis hinsichtlich der kommenden Bauarbeiten und der Pläne für eine 40 Meter hohe Synagoge aufkommt. Deswegen sollen alle Beteiligten informiert werden – sowohl über die Bauarbeiten als auch über die Geschichte der Bornplatzsynagoge.

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So soll das Format aussehen

Anwohnerinnen und Anwohner müssen wissen: Wann sind welche Straßen gesperrt? Wie lange dauern die Bauarbeiten? Und: Wen kann ich bei Fragen ansprechen? Das ist bei großen Bauarbeiten Pflicht, die einen neuen Bebauungsplan erfordern – also auch bei der Bornplatzsynagoge. Dennoch findet Ali Mir Agha: „Lieber einmal mehr als einmal weniger informieren.“

Die Senatskanzlei soll nun ein erweitertes Informationskonzept erarbeiten. Ali Mir Agha kann sich öffentliche Aushänge, Info-Stände oder eine eigene Website vorstellen. Er und seine Fraktion möchten damit ein zweites „Lokstedt 67“ vermeiden, bei dem streitende Parteien und Anwohner den Bau über Jahre verzögerten. Dies dürfe bei der Bornplatzsynagoge nicht passieren. „Gerade angesichts des wachsenden Antisemitismus“, sagt Ali Mir Agha.

Öffentliche Diskussion geplant

Außerdem wünsche er sich Veranstaltungen von der Jüdischen Gemeinde, um die Historie der Bornplatzsynagoge präsent zu machen. Beispielsweise könnte die Geschichte des nationalsozialistischen Beamten, der für die Enteignung der Synagoge 1939 zuständig gewesen sein soll, thematisiert werden. Er soll auch nach 1945 im Amt geblieben sein und mit der jüdischen Gemeinde über die Rückerstattung verhandelt haben. Wenn Anwohnerinnen und Anwohner das wissen, könne das Vorbehalte abbauen und Verständnis schaffen, sagt Ali Mir Agha.

Am Dienstag, den 10. Februar, findet eine öffentliche Plandiskussion im Bezirksamt Eimsbüttel statt, bei der Bauexperten vor Ort sein werden. Anwohnerinnen und Anwohner können sich dort informieren, Bedenken äußern oder Ideen vorstellen. Um 19 Uhr geht es los.


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