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Mit dem neuen "Beiersdorf"-Campus sollen auch neue Arbeitsweisen möglich werden. Foto: Beiersdorf
Magazin #21

New Work: Wie die Mitarbeiter des Eimsbütteler DAX-Unternehmens „Beiersdorf“ arbeiten

Wir wollten wissen, wie Eimsbütteler Unternehmen das Thema bewerten. Welche Maßnahmen setzen sie um, welche eher nicht? Wird New Work möglicherweise bloß als Trendwort benutzt? Wir haben zwei ganz unterschiedliche Firmen befragt.

Von Gast

Beiersdorf ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Eimsbüttel und global mit über 160 Tochtergesellschaften weltweit tätig. Rund 3500 Mitarbeiter arbeiten in Eimsbüttel, über 20.000 sind es weltweit.

Seit 1882 steht der Name Beiersdorf für innovative Hautpflege, so der Claim auf der Webseite. Nivea, Eucerin und Tesa gehören unter zahlreichen weiteren zum Angebot des Konzerns. Mit einer Apotheke ging es 1882 am Michel los, seit 1892 ist das Unternehmen in Eimsbüttel ansässig. Und es wächst.

Dynamic Working

An der Troplowitzstraße entsteht gerade der Beiersdorf-Campus. Mit dem neuen Arbeitsumfeld bieten sich zusätzliche Möglichkeiten für neue Arbeitsweisen.

„Und seit der Entscheidung, ein neues Gebäude zu bauen und einen Campus zu schaffen, beschäftigen sich viele Kollegen und Kolleginnen mit der Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Und welche Fähigkeiten erforderlich sind, um die Arbeit in der Zukunft leisten zu können“, erklärt Dr. Julia Weiherl, Head of CEO Office und mitverantwortlich für das Großprojekt. Das Thema werde auf allen Ebenen unterstützt, insbesondere vom Vorstand.

Zurzeit werde der Umzug der verschiedenen Abteilungen in die neue Konzernzentrale vorbereitet. Dabei im Fokus stehe die Umsetzung der neuen Arbeitsplatz-Strategie „Dynamic Working“, welche allen die Freiheit gibt, selbst zu entscheiden, wie, wann und wo sie am besten auf dem Campus arbeiten können – und sie dabei unterstützt, dies effektiv zu tun.

Konkret bedeutet das unter anderem, dass Mitarbeiter zwar einen Standardarbeitsplatz mit Tisch, Stuhl sowie Telefon- und Netzwerkanschluss haben, sie gleichzeitig aber jederzeit den Platz und die Räume verlassen können und zum Beispiel in anderen Abteilungen, in Konferenzräumen oder der sogenannten Library arbeiten können. Wer beispielsweise gerade viel mit dem Marketing oder der Personalabteilung zu besprechen hat, kann dann dorthin umziehen.

Auf die Frage, ob so etwas wie Vertrauensurlaub für die Mitarbeiter bei Beiersdorf vorstellbar wäre, antwortet Weiherl: „Vertrauensurlaub gibt es nicht. Beiersdorf bietet allerdings viele Annehmlichkeiten wie eine Vielzahl flexibler Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsförderung, Zuschüsse zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Mitarbeiterrabatte, Sport- und Freizeitangebote.“

„Menschen enger miteinander vernetzen“

Parallel hat ein interdisziplinäres Team von 23 Mitgliedern in einer „Grassroot-Initiative“ aus eigenem Antrieb ein New Work Festival auf die Beine gestellt. Interne und externe Experten kamen zu Wort, um die unterschiedlichen Sichtweisen auf New Work ins Unternehmen zu tragen.

Nach der erfolgreichen Erstauflage im letzten Jahr fand das Festival nun zum zweiten Mal vom 10. bis zum 12. November online statt. „Im Mittelpunkt stand, was uns bei Beiersdorf rund um das Thema New Work bewegt und wohin die Reise geht“, erklärt Julian Kupfer, Mitinitiator des New Work Festivals.

New Work Festival: Drei Tage Inspiration und Förderung der Mitarbeiter, unabhängig von Alter oder Hierarchie. Foto: Beiersdorf

Denn: New Work sei für Beiersdorf keine Worthülse, sondern gelebte Realität – in Zeiten der neuen Realität zeige sich dies umso mehr. „Zwar spielte New Work bereits vor Covid-19 eine wichtige Rolle, aber natürlich haben die Folgen der Pandemie auch auf die Arbeit bei Beiersdorf einen Einfluss.“

Entsprechend spiegelte sich das thematisch im diesjährigen Festival wider. An drei Tagen widmeten sich über 40 Sessions und mehr als 50 Speaker dem Thema „Mit New Work in die Neue Normalität“. Mit einem Mix aus Vorträgen, interaktiven Übungen und Workshops sollten nicht nur Einblicke und konkrete Hilfestellungen vermittelt, sondern die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch zur aktiven Mitgestaltung animiert werden.

Drei volle Tage New Work

Die Themen reichten von der virtuellen Durchführung kreativer Workshops über Scrum-Crashkurse bis hin zur Stärkung der emotionalen Bindung im Team. „Beim Scrum-Crashkurs erklärte eine Mitarbeiterin aus unserer IT-Abteilung, wie agiles Arbeiten auch in anderen Abteilungen angewendet werden kann“, so Kupfer.

Thema eines anderen Workshops war „Wie kann ich einen virtuellen Workshop veranstalten?“ Virtuell wurde dabei den etwa 60 Teilnehmern beigebracht, wie digitale Workshops besser und effektiver stattfinden können. „Im Gegensatz zum direkten Austausch während eines Meetings ist die Kommunikation online eine ganz andere“, erklärt Kupfer.

Anders als im letzten Jahr fand das New Work Festival diesmal rein virtuell statt. Ziel und Anspruch blieben unverändert: Den vielen internen New-Work-Strömungen wie dem „Agilen Netzwerk“, der „Working Out Loud“-Initiative sowie dem LGBTIQ+-Netzwerk „Be You“ eine gemeinsame Bühne zu geben, die Menschen enger miteinander zu vernetzen und gleichzeitig von externen Impulsen und Inspirationen zu lernen.

Taten sagen mehr als Worte: „Auch in diesem Jahr widmeten wir dem New Work Festival drei volle Tage“, so Kupfer. „Damit setzen wir gerade in Zeiten von Covid-19 ein klares Signal, wie essenziell und relevant dieses Thema für uns ist – für jeden Einzelnen, die Führungskräfte und das Unternehmen.“

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