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Nicht mehr erwünscht - die rosa Müllsäcke. Foto: Anja von Bihl
Nicht mehr erwünscht - die rosa Müllsäcke. Foto: Anja von Bihl
Pilotprojekt

Rosa Müllsäcke suchen Kommunikator

Mithilfe eines Pilotprojekts in Eimsbüttel will die Stadtreinigung das Problem der herumliegenden rosa Müllsäcke lösen. Das Vorhaben schreitet jedoch nur langsam voran, unter anderem weil ein Kommunikator fehlt.

Von Dilara Acik

Sie sind Anwohnern ein Dorn im Auge – die rosa Müllsäcke, die vielerorts in eng bebauten Vierteln als Ersatz zur fehlenden herkömmlichen Müllentsorgung in Tonne oder Container dienen. Wie wir berichteten, beschloss bereits 2014 der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel das Verschwinden der rosa Säcke aus dem Stadtbild. Doch auch knapp zwei Jahre später sieht man den rosa Abfall immer noch am Straßenrand.

Im Februar stellte die Stadtreinigung Hamburg ein Pilotprojekt zur Reduzierung der rosa Müllsäcke dem Kerngebietsausschuss Eimsbüttel vor. Geplant ist die Installation von sogenannten Unterflursystemen. Das sind Müllbehälter, die im Boden eingelassen sind, wie beispielsweise an der Ecke Hellkamp/Selliusstraße.

Unterflursystem der Stadtreinigung- Müll Foto: Jan Hildebrandt
Unterflursystem der Stadtreinigung. Foto: Jan Hildebrandt

Passende Gebiete

Aktuell beschäftigt sich die Stadtreinigung unter anderem damit, potentielle Gebiete dafür zu identifizieren, so der Pressesprecher der Stadtreinigung Reinhard Fiedler. Diese Gebiete müssen bestimmten Kriterien entsprechen. Zum Beispiel muss ein spezielles Kranfahrzeug die im Boden versenkten Container erreichen können. Bereiche, die aufgrund parkender Autos oder zu enger Straßen schwer zugänglich sind, eignen sich also nicht.

Aufgrund von tiefliegenden Leitungen kommt die Nutzung von öffentlichen Flächen für den Bau von unterirdischen Containeranlagen in der Regel ebenfalls nicht infrage. Die Stadtreinigung möchte die Müllbehälter daher auf privatem Grund errichten. Neu ist dieser Ansatz nicht. Auch darüber wurde schon vor einem Jahr diskutiert. Viele Privateigentümer hätten jedoch wenig Interesse daran, die Müllentsorgung von den öffentlichen Gebieten auf ihre eigene Grundfläche zu verlagern, sagt Fiedler. „Die Eigentümer müssen sich überlegen, ob sie eine geordnete Müllentsorgung möchten oder weniger schöne Büschel vor dem Haus.“

Kommunikator gesucht

Die Stadtreinigung sucht seit Anfang März einen sogenannten Kommunikator, der die Überzeugungsarbeit leisten und den Kontakt zu Grundeigentümern aufnehmen soll. Bisher ohne Erfolg. Die Aufgabe sei „nicht ganz einfach“, räumt Fiedler ein, „vielleicht hat ja einer Ihrer Leser Lust sich dieser Aufgabe zu widmen“.

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