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Das Postbank Finanzcenter macht am 31. Dezember zu: Verdoppelt sich dann die Schlange vor dem XXL-Kiosk? Foto: Anne Reis
Petition

Schließung der Postbank-Filiale bewegt die Menschen in Hoheluft – Widerstand an mehreren Fronten

Bürger sammeln mit zwei Petitionen über 1000 Unterschriften. Die Bezirksversammlung fordert die „Deutsche Post“ auf, die Filiale zu erhalten oder für geeigneten Ersatz zu sorgen.

Von Anne Reis

Der Protest begann mit einem Plakat an der Postliesl, bevor die geplante Schließung der Postbank-Filiale in der Hoheluftchaussee öffentlich kommuniziert war. Das Plakat ist inzwischen weg, doch der Protest geht weiter und wird von der Bezirksversammlung Eimsbüttel unterstützt.

Zunächst beantragte die Linke, der Vorsitzende möge „bei den verantwortlichen Stellen von Postbank und Deutsche Post gegen die Schließung der Filiale in der Hoheluftchaussee protestieren und sie auffordern, die beabsichtigte Schließung zurückzunehmen.“ Zwar wurde dieser Antrag abgelehnt, aber in der darauf folgenden Sitzung nahm die Bezirksversammlung einen gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU und SPD an. Dieser formuliert das gleiche Anliegen um.

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Aufforderung zur Erhaltung der Filiale

Gemäß des Antrags soll der Vorsitzende der Bezirksversammlung die Deutsche Post auffordern, die „Filiale am Standort Hoheluftchaussee 26 zu erhalten oder im direkten Umfeld aktiv auf die Suche nach geeigneten Partnerhändlern“ zu gehen.

Außerdem wird die Post „gebeten, mit der Postbank über die Eröffnung einer Partnerfiliale mit integriertem Postbankservice zu verhandeln“. Als Beispiel wird die Schanzenpost in der Bartelsstraße genannt. Weiterhin spricht sich die Bezirksversammlung gegen „sehr kleine Kioske als Filialstandorte“ aus, damit Barrierefreiheit und die Möglichkeit, Abstand zu halten, gewährleistet sind.

Petitionen sammeln über 1000 Stimmen

Die Politik ist mit ihrem Engagement nicht allein: So hat eine Online-Petition von Henri Gabriel bereits 625 Unterschriften für den Erhalt der Post- und Postbankfiliale bekommen. Ein Kommentar zur Petition drückt die Stimmung vieler Kunden aus: „Schon vor der Corona-Krise war die Post so gut ausgelastet, dass man häufig lange warten musste, bis man an die Reihe kam. Während Corona waren die Wartezeiten noch schlimmer. Der XXL Kiosk ist als Alternative heillos überfordert. Die Mitarbeiter geben sich zwar maximal Mühe, aber logistisch ist der Raum einfach nicht ausgestattet um dem Andrang auch nur ansatzweise Herr zu werden. Dass eine eh schon stark genutzte Filiale geschlossen werden soll, ist eine Frechheit“.

Unterschriften übergeben

Ida Kaufmann und ihre Nachbarin haben ebenfalls über 500 Unterschriften gesammelt und diese an die Bezirksversammlung übergeben. Im Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten ärgert sich die Bewohnerin der Isestraße vor allem darüber, dass die Post „das Winzding von XXL Kiosk“ als Alternative zum Finanzcenter verkaufe.

Der kleine Kiosk könne den Ansturm schon jetzt nicht bewältigen und parken könne man dort auch nicht: „Wir möchten eine echte Postfiliale in erreichbarer Nähe. Punkt“. Den Beschluss der Bezirksversammlung bezeichnet sie wegen der fehlenden Schärfe der Formulierungen als „Rumgeeiere“.

Positive Signale von der Post

Von der Deutschen Post kommen derweil zaghaft positive Signale, was die Forderung nach einer weiteren Partnerfiliale anbelangt. In einem Telefonat der Eimsbütteler Nachrichten mit Sprecherin Maike Wintjen über den Beschluss der Bezirksversammlung fielen unter anderem folgende Sätze: „Wir sehen die Schlangen ja auch“, „Wir haben das im Blick“, „Wir erkennen an, dass Kunden, die draußen anstehen müssen, in einer besonderen Situation sind“ und „Der Protest ist bei uns angekommen“.

Grundversorgung wird erfüllt

Wintjen sagte aber auch, dass das momentan sehr hohe Paketaufkommen der Pandemie geschuldet sei. Außerdem betonte sie, dass es „genug Filialen um die Hoheluftchaussee 26 herum“ gebe und dass die Post die gesetzlich geforderte Grundversorgung in Hoheluft erfülle.

Die Post-Universaldienstleistungsverordnung sieht vor, dass in Städten mit über 4.000 Einwohnern eine Filiale in maximal zwei Kilometern für jeden erreichbar sein muss.

Wie viele Kunden bedauert auch unsere Autorin die Schließung der Post an der Hoheluftchaussee. Hier geht´s zu ihrem Kommentar.

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