Weniger Verbrechen in Eimsbüttel – das sagt die Kriminalstatistik 2025
Hamburg verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt weniger Straftaten als im Vorjahr. Jedoch wurden mehr Vergewaltigungen als bisher angezeigt. So schneidet Eimsbüttel ab.
Von Jasper KarinIm Jahr 2025 erfasste die Polizei mehr Mordfälle als im Vorjahr. Insgesamt sei die Zahl der Straftaten aber rückläufig, wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 hervorgeht.
Alle Straftaten 2025: So schneidet Eimsbüttel ab
213.596 Straftaten erfasste die Polizei Hamburg im letzten Jahr. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Rund 49 Prozent der Verbrechen wurden aufgeklärt. „Das ist ein klarer Beleg für die engagierte und professionelle Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen“, sagt Polizeipräsident Falk Schnabel.
Was die Kriminalstatistik aussagt – und was nicht
Die Kriminalstatistik ist nur bedingt aussagekräftig. „Die PKS bildet das sogenannte Hellfeld der Kriminalität ab“, erklärt das Bundeskriminalamt (BKA) auf seiner Webseite. Das sind Straftaten, die der Polizei bekannt sind. Über das Dunkelfeld könne die Polizei folglich keine Angaben machen.
Im Bezirk Eimsbüttel wurden 17.569 Straftaten erfasst. Nur in den Bezirken Harburg und Bergedorf waren es weniger. Insgesamt gingen die Straftaten in allen Hamburger Bezirken zurück, am stärksten in Harburg. Dort verringerte sich die Zahl der Delikte um 9,3 Prozent. In Eimsbüttel nahm die Zahl der Verbrechen um 5,2 Prozent ab.
Mehr Anzeigen von Vergewaltigungen – eine Folge der Aufklärungsarbeit?
Die Zahl der Vergewaltigungen stieg in Hamburg von 285 auf 319 Fälle an. Das entspricht einem Anstieg von knapp 12 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Polizei führt den Anstieg unter anderem darauf zurück, dass mehr Menschen für solche Fälle sensibilisiert sind und entsprechende Taten häufiger anzeigen. Bei 94 Prozent aller erfassten Vergewaltigungen waren Frauen das Opfer. Die Täter oder Täterinnen waren häufig mit den Opfern verwandt oder standen mit ihnen in einer Beziehung.
Außerdem wurden 2025 insgesamt 66 Fälle von versuchtem und vollendetem Mord und Totschlag erfasst. Das ist ein Anstieg von 26 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Aus der Kriminalstatistik geht hervor, dass die Täter oder Täterinnen am häufigsten aus familiären Kreisen kommen. Insgesamt weisen die Tatverdächtigen bei Tötungsdelikten häufig psychische Auffälligkeiten auf.
Andy Grote findet lobende Worte
Die Zahl der Rauschgiftdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Prozent auf 1.965 Fälle gesunken. Auch die reinen Konsumentendelikte gingen um 30,3 Prozent beziehungsweise 2.416 Fälle zurück. Demgegenüber stehen die Fälle im Bereich des Drogenhandels und Schmuggels. Diese sind um 20,3 Prozent auf 2.561 Fälle angestiegen.
Hamburgs Innensenator Andy Grote lobt den Einsatz und die Leistung der Polizei Hamburg. Er sehe Hamburg als eine sehr sichere Stadt: „Das Risiko, von einer Straftat betroffen zu sein, liegt auf einem historisch niedrigen Niveau.“
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