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Hier kommt die Post nicht jeden Tag. Foto: Anja von Bihl
Unzuverlässige Postzustellung

Leere Briefkästen

Stellen Sie sich vor: Man hat eine Firma, wartet auf die Post und findet im Briefkasten - nichts. Das ist dem Unternehmensberater Manfred Loose in der Osterstraße in den letzten zwei Monaten fünfmal passiert.

Von Anja von Bihl
Hier kommt die Post nicht jeden Tag. Foto: Anja von Bihl
Hier kommt die Post nicht jeden Tag. Foto: Anja von Bihl

Im Gespräch mit seinen Nachbarn stellte Loose fest, dass nicht nur er keine Post bekommt, sondern offenbar im gesamten Haus wiederholt keine Briefe zugestellt werden. „Speziell an Donnerstagen und vor Feiertagen,“ sagt Loose gegenüber der Eimsbütteler Nachrichten. Auch Ärzte und Rechtsanwälte haben in der Osterstraße 116 ihre Praxen und Büros, bei denen verpasste Termine durchaus zu teuren Problemen führen können. Aktiv wird die Mehrheit jedoch nicht.

Leere in den Briefkästen

„Man kann ja eh nichts machen, meinen die meisten,“ sagt Loose. Damit will er sich aber nicht zufrieden geben und hat schon einige Male mit dem Geschäftskundenservice der Post telefoniert. Das Ergebnis waren kurze Bescheide, es sei nichts gewesen. Einmal kam auch ein freundlicher Brief. Bald darauf sei es aber wieder passiert: Leere in den Briefkästen.

Martin Grundler von der Hamburger Pressestelle der Post teilte uns mit, dass die Probleme mit dem krankheitsbedingten Ausfall der Stammzustellerin zu tun haben. Im April waren zwei Vertreter im Einsatz. „Tatsächlich gab es an den genannten Tagen Probleme“, teilte Grundler am Dienstag mit, „die Tour wurde nicht komplett zugestellt. Das bedauern wir sehr.“ Seit Anfang Mai seien in dem Bezirk jedoch zwei neue Kräfte im Einsatz, die von der regulären Postbotin eingearbeitet wurden.

Am Donnerstag wird sich auch die Politik mit dem Thema beschäftigen. Anne Schum, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Eimsbüttel und Kandidatin für die Bezirkswahl 2014, ist durch Beschwerden auf das Problem aufmerksam geworden und hat einen entsprechenden Antrag an die Bezirksversammlung gestellt. Eigentlich brauche es einen längeren Vorlauf, ein Thema auf die Tagesordnung zu bringen. Da es aber die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode ist, seien alle anderen Parteien mit einem schnellen Antrag einverstanden gewesen, sagte sie gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten am Telefon.

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