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Auch am NDR-Standort in Lokstedt wird gestreikt.
Auch am NDR-Standort in Lokstedt wird gestreikt. Foto: Fabian Henning
Warnstreik

Tarifverhandlungen: Erneuter Streik beim NDR

Seit heute Nacht wird beim NDR erneut für eine Erhöhung der Gehälter gestreikt. Es kommt zu Einschränkungen im Programm des Senders.

Von Alana Tongers

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten des Norddeutschen Rundfunks (NDR) erneut zum Streik aufgefordert. Ziel sei ein „ordentliches Tarifergebnis im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“, heißt es in einer Erklärung. Bereits in der Nacht zum Donnerstag legten Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Der Streik soll noch bis zum 16. November um 3 Uhr andauern. Betroffen ist auch der Standort in Lokstedt, für heute um 11 Uhr sind hier die ersten Versammlungen der Streikenden angekündigt.

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In den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem NDR wird bereits seit Juni um eine Erhöhung der Gehälter gestritten. Ver.di fordert sechs Prozent mehr Gehalt und Honorar für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Laut der Gewerkschaft würde sich die Forderung an den Gehältern im öffentlichen Dienst der Länder orientieren. Hier wurde eine Erhöhung von acht Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten erwirkt.

„Intendanten wollen Einkommen dauerhaft senken“

Das Angebot der Arbeitgeber liege aktuell noch deutlich darunter, heißt es in einer Pressemitteilung von ver.di. „Die Intendanten wollen die Einkommen der Beschäftigten dauerhaft senken. Substanz und Gestaltungsmöglichkeit werden dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk so geraubt“, so Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter Medien. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung wäre das unverantwortlich.

Zudem fordert die Gewerkschaft eine allgemeine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Unter anderem setzt sich ver.di für eine Wiederinkraftsetzung der Übernahmeregelung und einen Mietkostenzuschuss für Auszubildende ein.

Programmänderungen erwartet

Von den bisherigen Verhandlungen zeigt man sich enttäuscht: „Bei einer Sondierung am 25.10. haben die Gewerkschaften Vorschläge für eine Annäherung gemacht, aber die Arbeitgeber haben bisher nicht reagiert“, kritisiert Lars Stubbe, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Hamburg. Die Gewerkschaft wirft der ARD vor, die Verhandlungen weiter in die Länge zu ziehen.

Erst am 6. November waren laut ver.di etwa 400 Mitarbeiter des NDR in den Streik getreten. Die nächsten Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und NDR sind für den 26. November angesetzt.

Die Auswirkungen des Streiks zeigten sich bereits heute morgen: So musste die Tagesschau ohne Grafiken und Videobeiträge gesendet werden. Weitere Einschränkungen im TV- und Radioprogramm sind möglich. Der NDR will darüber im Videotext und auf seiner Website informieren.

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