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Im Grindelviertel sind die Parkplätze umkämpft. Eine neue Parkregelung soll es Anwohnern leichter machen, einen Stellplatz zu finden. Symbolbild: Matthias Berger
Straßenumfrage

Was sagen die Eimsbütteler zu Anwohnerparken im Grindelviertel?

In Rotherbaum sollen aufgrund der schwierigen Parksituation Anwohnerparkzonen eingerichtet werden. Gewerbetreibende befürchten dadurch Kunden zu verlieren. Was sagen die Bürger dazu?

Von Marianne Bruhns
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Der Parkraum im Grindelviertel ist umkämpft. Das spüren besonders die Anwohner. Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) plant daher vier Bewohnerparkzonen im Stadtteil Rotherbaum. Anwohner, die einen Bewohnerparkausweis erwerben, können dort kostenlos und ohne Höchstparkdauer parken. Der Ausweis kostet 25 Euro oder 30 Euro im Jahr – je nachdem, ob er online oder vor Ort beantragt wird.

Eine Einteilung in diese vier Bewohnerparkzonen wäre möglich. Foto: LBV.
Eine Einteilung in diese vier Bewohnerparkzonen wäre möglich. Foto: LBV

In einer Umfrage des LBV konnten sich Anwohner zu den Bewohnerparkzonen äußern. Zurzeit wird diese ausgewertet. Fällt sie positiv aus, will der LBV das Projekt noch in der ersten Jahreshälfte umsetzen. Das könne aufgrund der baulichen Maßnahmen jedoch knapp werden, erklärte ein Sprecher des LBV auf Nachfrage der Eimsbütteler Nachrichten.

Was denken die Eimsbütteler?

Wir waren im Grindelviertel unterwegs: Wie nehmen Anwohner und Gewerbetreibende die Parksituation wahr? Was halten sie von den geplanten Bewohnerparkzonen?

Lisa und ihre Tochter Alva haben immer Glück mit einem Parkplatz im Grindelviertel. Foto: Fabian Sigurd Severin.
Lisa und ihre Tochter Alva haben immer Glück mit einem Parkplatz im Grindelviertel. Foto: Fabian Sigurd Severin

Lisa: „Ich fände es super, wenn es Parkplätze für Anwohner gibt, aber auch welche, die öffentlich zugänglich sind. Ich zum Beispiel bestelle mir immer beim Universum einen kostenfreien Parkplatz – den bekomme ich dann auch.“

Werner ist Anwohner des Grindelviertels. Foto: Fabian Sigurd Severin.
Werner ist Anwohner des Grindelviertels. Foto: Fabian Sigurd Severin

Werner: „Ich bin für die Anwohnerparkplätze. Das Parkproblem hier ist extrem groß und Anwohner sind oft benachteiligt und finden keinen Parkplatz.“

Saeed arbeitet im Grindelhof. Foto: Marianne Bruhns.
Saeed arbeitet im Grindelhof. Foto: Marianne Bruhns

Saeed: „Ich finde hier ist nicht genug Platz. Die Straße ist so eng, dass es ständig Probleme gibt. Polizei und Verkehrsamt müssen regelmäßig kommen – es ist chaotisch. Gar keine Autos im Grindelhof? Ich bin dabei!“

Brigitte wohnt in Rotherbaum. Foto: Fabian Sigurd Severin.
Auch Brigitte wohnt in Rotherbaum. Foto: Fabian Sigurd Severin

Brigitte: „Es gibt zu viele Autos und die sind zu dick. Parkplätze gibt es eigentlich genügend.“

Joerg nimmt die Parksituation im Grindelviertel als Besucher wahr. Foto: Marianne Bruhns.
Joerg nimmt die Parksituation im Grindelviertel als Besucher wahr. Foto: Marianne Bruhns

Joerg: „Die Parkplatzsituation ist aufgrund der vielen Geschäfte, der Universität und der Anwohner angespannt. Ich denke, dass es ein berechtigtes Interesse der Anwohner ist, hier parken zu können. Man könnte aber mehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Ein zentraler Parkplatz oder ein Parkhaus zu attraktiven Preisen wäre vielleicht eine Lösung.“

Jonathan kennt die Anwohner-Parkzonen bereits aus der Neustadt. Foto: Marianne Bruhns.
Jonathan kennt die Anwohnerparkzonen bereits aus der Neustadt. Foto: Marianne Bruhns

Jonathan: „Ich denke, dass Anwohnerparkplätze eine gute Idee sind. Ich kenne das Anwohnerparken aus der Neustadt – es ist eine effektive Maßnahme, um die Parksituation zu beruhigen.

Michelle ist als Studentin regelmäßig im Viertel unterwegs. Foto: Marianne Bruhns.
Michelle ist als Studentin regelmäßig im Viertel unterwegs. Foto: Marianne Bruhns

Michelle: „Ich finde das Einrichten von Anwohnerparkplätzen nicht so gut, vor allem für die Betreiber von Cafés oder Restaurants. Die Kunden sind abgeschreckt, wenn sie erstmal eine halbe Stunde nach einem Parkplatz suchen müssen.“

Als Berufstätiger im Grindelviertel nimmt Jonathan die Parksituation als Problem wahr. Foto: Marianne Bruhns.
Als Berufstätiger im Grindelviertel nimmt Alexander die Parksituation als Problem wahr. Foto: Marianne Bruhns

Alexander: „Grundsätzlich bin ich Fahrradfahrer. Manchmal ist es aber unvermeidlich mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Ich arbeite im Grindelviertel und das Parken ist heute schon ein Riesenproblem; mit Anwohnerparkplätzen würde das nicht angenehmer werden.

Claas hält Anwohnerparkzonen für sinnvoll. Foto: Marianne Bruhns.
Claas hält Anwohnerparkzonen für sinnvoll. Foto: Marianne Bruhns

Claas: „Ich halte es durchaus für sinnvoll. Ich finde nur durch solche erzieherischen Maßnahmen kann man etwas im Denken der Leute verändern und dann lassen sie vielleicht auch mal das Auto zuhause stehen, um ins Grindelviertel zu gelangen.

Fabio wohnt mitten im Geschehen drin. Foto: Marianne Bruhns.
Fabio wohnt mitten im Geschehen. Foto: Marianne Bruhns

Fabio: „Ich stehe der Parksituation sehr kritisch gegenüber. Zu später Stunde sind keine Parkplätze vorhanden. Wenn ich nach 21 Uhr nach Hause komme, suche ich bis zu 30 Minuten. Parkplätze zum Anmieten sind oft sehr teuer oder nicht verfügbar. Oft parken Autos in der zweiten oder dritten Reihe, man kommt nicht mehr raus – sehr nervenaufreibend und anstrengend. Es werden vermehrt Knöllchen verteilt, die man hinnehmen muss, weil es einfach keine anderen Parkplätze gibt. Dazu kommen Umzüge, Baustellen, Renovierungen – da gehen wieder Parkplätze verloren.“

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