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Auch am Schulweg 36 setzte die zuständige Baufirma die Stolpersteine laut LSBG nur vorrübergehend vereinfacht ein. Foto: Peter Gutzeit
Am Schulweg 36 setzte die zuständige Baufirma die Stolpersteine laut LSBG vorrübergehend nur vereinfacht ein. Foto: Peter Gutzeit
Osterstraßenumbau

Nicht stolpern über die Stolpersteine! (Update)

Im Zuge der Baumaßnahmen in Eimsbüttel gibt es Kritik an der falschen Wiedereinsetzung der Stolpersteine. Die Verkehrsbehörde sieht das aber als vorrübergehenden und notwendigen Zustand an, der nach Abschluss der Baurbeiten wieder korrigiert wird. Das Update lest ihr am Ende des Artikels.

Von Johanna Hänsel

Nach dem Osterstraßenumbau hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Stolpersteine in der Osterstraße und den angrenzenden Querstraßen anders wieder einsetzen lassen als vorher. Das kritisiert Peter Gutzeit, Abgeordneter der Linksfraktion, in einem Antrag an die Bezirksversammlung Eimsbüttel. Er verlangt die Wiederherstellung der betreffenden Stolpersteine in den ursprünglichen Zustand. Die Steine seien völlig lieblos „dahin geklatscht“ und der Künstler sei entsetzt über das Ergebnis.

Den Stolpersteinen fehlt der Steinrahmen

War es Pfusch? Nein, ein Provisorium

So sahen die Stolpersteine in der Osterstraße 20 ursprünglich aus. Foto: Peter Gutzeit
Der Stolperstein im Schulweg 48 sieht nach dem Umbau etwas anders aus. Foto: Peter Gutzeit
Auch dem Stolperstein in der Osterstraße 19 fehlt der dekorative Steinrahmen. Foto: Peter Gutzeit
Auch am Schulweg 36 setzte die zuständige Baufirma die Stolpersteine laut LSBG nur vorrübergehend vereinfacht ein. Foto: Peter Gutzeit

Künstler: „Keine große Sache“

Gunter Demnig, Kölner Bildhauer und Erschaffer der Stolperteine, reagiert auf die Nachricht jedoch gelassen: „Das passiert schon mal, das ist keine große Sache. Das ist auch schon häufiger passiert. Normalerweise bekommt die Baufirma genaue Bilder des Ursprungszustands. Daran muss sie sich beim Wiedereinsetzen halten. Eine Stunde Arbeit und alles ist wieder so wie vorher.“

Nur vorrübergehender Zustand

Laut der Verkehrsbehörde sind die Stolpersteine nur vorrübergehend vereinfacht eingesetzt, da die Baumaßnahmen noch nicht vollkommen abgeschlossen seien. Der Antrag der Linksfraktion komme deshalb viel zu früh, erklärt Susanne Meinecke, Pressesprecherin der Behörde. Der LSBG wisse um die Sensibilität des Themas und wisse auch, dass der vorrübergehende Zustand nicht optimal sei. Im Namen des LSBG erklärt sie: „Damit die Fläche aber über den Winter nutzbar ist, mussten die Steine zunächst erstmal provisorisch verlegt werden. Die endgültige Herstellung wird im Rahmen der Restarbeiten erfolgen.“ Über die Stolpersteine wäre man sonst im wahrsten Sinne des Wortes nämlich gestolpert. 

Darum wird sich dann die Baufirma abschließend kümmern. Der Antrag von Peter Gutzeit wird morgen in der Bezirksversammlung diskutiert werden. Und wenn das alles nichts hilft, nimmt Gunter Demnig das selbst in die Hand. „Ich kümmere mich darum, dass alles wieder so wird, wie vorher. Zur Not fahre ich demnächst durch Hamburg und mache das selbst. Versprochen.“

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Update (04.04.2017)

Die Bezirksversammlung hat in ihrer Sitzung am 30.03.2017 beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass die Stolpersteine erhalten bleiben. Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten im Bereich der Osterstraße und gesamten Bezirk Eimsbüttel sollen die Stolpersteine im ursprünglichen Zustand erhalten bleiben.

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