„Abpflaster“-Wettbewerb geht in die zweite Runde
Ein bundesweiter Wettbewerb ruft erneut zum „Abpflastern“ auf. Eimsbüttel ist mit dabei – und tritt mit Hamburg im Nordderby gegen Bremen an.
Von Jasper KarinAuch in diesem Jahr soll Hamburg am „Abpflaster“-Wettbewerb teilnehmen. Dazu hat die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) aufgerufen. Ziel des Wettbewerbs: pro Kopf so viel Beton- und Asphaltfläche wie möglich entfernen und durch begrünte Böden ersetzen.
Bereits im letzten Jahr machte Hamburg mit – und schaffte es 5.400 Quadratmeter zu entsiegeln. Dieses Jahr kommt ein besonderer Anreiz dazu: Hamburg tritt im „Nordderby“ gegen die Stadt Bremen an. Laut Dr. Henrike Müller, der Bremer Umweltsenatorin motiviere der sportliche Wettkampf, selbst etwas zu tun.
Mitmachen und punkten
Alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie Unternehmen und Initiativen können mitmachen. Wer bis zum Stichtag am 31. Oktober Flächen entsiegelt, kann seine Beiträge ab sofort an abpflastern@bukea.hamburg.de melden.
Außerdem werden mehrere Preise vergeben: Der Bezirk, in dem am meisten Fläche entsiegelt wurde, erhält den „Goldenen Spaten“. Der Stadtteil mit der größten entsiegelten Fläche wird mit der „Goldenen Gießkanne“ ausgezeichnet und die „Goldene Harke“ geht an die Privatperson oder das Unternehmen, das die größten Flächen entsiegelt.
Im vergangenen Jahr gingen diese Auszeichnungen an die Stadtteilschule Bramfeld und eine Wohneigentümergemeinschaft aus Bahrenfeld. Die meisten Flächen entsiegelte der Bezirk Altona, insbesondere im Stadtteil Altona-Altstadt.
Mehr Grün in Städten
Bei der Aktion geht es um mehr als Prestigeverlust gegenüber der Hansestadt Bremen. Wenn betonierte oder aspahltierte Böden mit Grünflächen ausgetauscht werden, fördert das die Artenvielfalt und Regenwasser kann besser versickern. Außerdem kühlen Pflanzen die Stadt an heißen Tagen herunter.
Laut der Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank könne es in diesem Wettkampf nur Gewinner geben. Dennoch gibt sie sich im Bezug auf das Duell gegen Bremen ehrgeizig: „Wir wollen zeigen, wer im Norden die Nase vorn hat.“
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