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Beim Service im Café Veronika. Foto: Alraune
Ausbildung

Aussichten statt Aufgeben

Nicht so Lust auf Schule? Keinen Abschluss gemacht? Keinen Ausbildungsplatz bekommen? In Eimsbüttel bietet die „Alraune“ Ausbildungsplätze und Berufsvorbereitung für Jugendliche, die hier ihre Stärken auf praktischem Gebiet ausprobieren können.

Von Anja von Bihl

„Du bist mein Bester,“ das sagt Betriebsleiter und Küchenchef Eric-Juma Stichel zu einem Auszubildenden. „Und mit der Zeit merken sie alle: Das sagt er zu jedem und jeder,“ lacht Stichel. „Und das stimmt auch. Stellen Sie sich eine Familie mit sieben, acht Kindern vor, da wird auch jeder mit seinen Stärken und Schwächen akzeptiert und geliebt und keiner fällt hinten runter.“

Wir haben uns im Café Veronika im Bürgerhaus bei der Lenzsiedlung getroffen. Hier sind zum 1. August noch einige Ausbildungsplätze in der Gastronomie zu vergeben. Angeboten werden sie von der gemeinnützigen  „Produktionsschule Eimsbüttel Alraune“. In Zusammenarbeit mit den Stadtteilschulen will diese praktisch ausgerichtete Schule „schulmüden“ Jungen und Mädchen helfen, nicht aufzugeben und ihre Schulpflicht zu erfüllen.

Antje Gerdau von der „Alraune“ erklärt, dass Lehrer in manchen Fällen bei ihren Bemühungen, alle Schüler zu motivieren, an ihre Grenzen stoßen. In der Produktionsschule können die jungen Leute Berufsfelder erproben, in Praxis und Theorie eine berufliche Teilqualifikation erwerben oder doch noch einen Schulabschluss erhalten. Sie gehen dann schon mit guten Vorkenntnissen in eine berufliche Bildung und haben so mehr Aussichten auf einen guten Job.

Persönlicher Zugang ist das A und O 

Eric-Jumo Stichel, Antje Gerdau, Tanja Brands im Café Veronika. Foto: Anja von Bihl
Eric-Juma Stichel, Antje Gerdau, Tanja Brands. Foto: Anja von Bihl

Stichel ist zuständig für die Anfänger und bemüht sich sehr, den Respekt der jungen Menschen zu erreichen – durch fundiertes Fachwissen und durch Vorbildwirkung. Denn die Ausbilder der „Alraune“ gehören verschiedenen Berufen an, und die Jugendlichen können im Alltag beobachten, dass diese Erwachsenen respektvoll und aufmerksam miteinander umgehen und Probleme im Gespräch klären. Den gleichen Respekt bringen sie den jungen Leuten entgegen, freundlich und bestimmt.

Hotelfachfrau Tanja Brands leitet den Servicebereich. Sie empfindet ihre Arbeit als anstrengend, aber sehr erfüllend und freut sich über kleinste Erfolge. Alle seien sehr verschieden und würden individuell angesprochen und zur Teamarbeit geführt. „Mal geht es schnell, mal dauert es lange, bis zum Beispiel jemand, der große Schwierigkeiten hatte aufzustehen, dann pünktlich zur Arbeit erscheint – das ist dann umso schöner,“ sagt sie.

Am 1. August geht es los

In diesem Jahr sind in Eimsbüttel noch Plätze im Service- und im Küchenbereich frei. Die Ausbildung bei der „Alraune“ dauertzwei Jahre, bei Teilzeit zweieinhalb. Diese Möglichkeit wird besonders jungen Müttern im Alter von 18 bis 25 Jahren geboten, bei familiengerechten Arbeitszeiten.

Foto: Alraune
Foto: Alraune

Wer in andere Berufsfelder hineinschnuppern möchte: Das ist in mehreren Bereichen wie Fahrradwerkstatt oder Garten- und Landschaftsbau jederzeit möglich.

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