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Von der Ideensammlung bis zum Schnitt: Die Senioren produzieren ihre Sendungen selbst. Foto: Lilly Palmbach
Von der Ideensammlung bis zum Schnitt: Die Senioren produzieren ihre Sendungen selbst. Foto: Lilly Palmbach
Engagement

Seit zehn Jahren: Senioren machen ihr eigenes Radio

Das Eimsbütteler Stadtteilradio „Welle Isebek“ feiert Jubiläum. Über einen Radiosender für Menschen ab 50.

Von Lilly Palmbach

Ille Schulte hebt ihr Sektglas, um auf die vergangenen zehn Jahre anzustoßen. Sie steht in der Redaktion von Welle Isebek im Eppendorfer Weg. 2013 gründete sie mit drei weiteren Mitgliedern das Stadtteilradio von und für Menschen über 50 Jahren.

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„Welle Isebek“: Radio für ältere Menschen

Inzwischen ist das Team auf 13 Mitglieder im Alter von 68 bis 85 Jahren gewachsen. Wöchentlich treffen sie sich und bereiten die Sendungen vor, die alle zwei Monate erscheinen.

Das Besondere: Die Beiträge richten sich explizit an ein älteres Publikum. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sei es wichtig, die Meinungsvielfalt von und für Senioren und Seniorinnen abzubilden.

Musik, Interviews und immer ein bisschen Plattdeutsch

In ihren Sendungen greifen die Radiomacherinnen Themen aus der Nachbarschaft auf. In ihrer letzten Folge “Hamburg damals” erzählten die Mitglieder von ihrer Kindheit und Jugend in Hamburg. Außerdem interviewte Schulte eine ehemalige Mitarbeiterin der Kultkneipe Die Glocke.

Die einstündigen Sendungen bestehen jeweils zur Hälfte aus Wortbeiträgen und Musik. Nach Interviews, Gedankenprotokollen und Straßenumfragen gibt es am Ende jeder Folge plattdeutschen Schnack.

Neues Lernen im Alter

Vor ihrem Engagement bei Welle Isebek hatten die meisten Mitglieder keinen Bezug zum Radiomachen, alle kommen aus unterschiedlichen Berufen. Ihr Engagement bremst das nicht: Nachdem zwei Studentinnen dem Team in der Anfangsphase Grundlagen in Recherche, Interviewführung und Technik vermittelt haben, arbeitet das Team inzwischen selbstständig. Das bedeutet unter anderem, die Sendungen zu schneiden und sich um die passende Musik zu den Beiträgen zu kümmern.

Mitglied Ute Zäpernick, die durch eine Anzeige in einer Seniorenzeitschrift auf das Projekt aufmerksam wurde, hat in ihrem Leben viele Vorträge und Reden gehalten. Im Studio in ein Mikrofon zu sprechen, war anfangs dennoch ungewohnt. Was half: Dass das Team einander unterstützt.

Im Studio der „Welle Isebek“ im Eppendorfer Weg nahm früher ein Kinderradio Sendungen auf. Foto: Lilly Palmbach

Bei „Welle Isebek“ den Ruhestand bunt gestalten

Eine besondere Herausforderung stellte die Pandemie für die Mitglieder dar. Auf Drängen von Zäpernick fanden sich die Redaktionsmitglieder damals über Zoom zusammen und setzten so ihre Arbeit fort. Heute freuen sie sich, sich wie früher vor Ort zu treffen und ihren Ruhestand durch die gemeinsame Arbeit bunter zu gestalten.

„Auf die nächsten zehn Jahre“, sagt Schulte und prostet den anderen Mitgliedern mit dem Sektglas zu.

Die Jubiläumssendung wird am 13. Dezember 2023 um 15 Uhr auf TIDE.radio ausgestrahlt (UKW 96,0 MHz und DAB+, im Hamburger Kabelnetz und online im Livestream).


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