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Ira Junge hat sich mit der Eisdiele "Eisbüttel" einen Traum erfüllt.
Ira Junge verkauft in ihrer Eisdiele "Eisbüttel" selbst gemachtes Eis. Foto: Valentin Hillinger
Nachhaltige Wirtschaft – Teil 15

So nachhaltig sind Eisdielen in Eimsbüttel

Viel Müll, noch mehr Energie: So gut ein kaltes Eis an heißen Sommertagen schmeckt, so viele Probleme im Bereich der Nachhaltigkeit zieht es nach sich. Eimsbütteler Eisdielen haben Lösungen.

Von Valentin Hillinger

Wenn die Schlangen vor den Eisdielen länger werden, füllen sich die Mülleimer in Eimsbüttel. Leere Pappbecher, Plastiklöffel, Servietten: Was nach dem Eis übrig bleibt, landet im Müll. Was gibt es für Alternativen – neben der essbaren Waffel? 

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Müll reduzieren mit Mehrwegbechern

Ira Junge betreibt die Eisdiele Eisbüttel in der Lutterothstraße. Ihre Antwort auf das Müllproblem? Neben Plastiklöffeln bietet sie auch essbare Löffel an. Die von der Eisdiele verwendeten Einwegbecher werden aus nicht-beschichteter Pappe hergestellt.

Außerdem: Kundinnen und Kunden können das Eis in Mehrwegbehältern mitnehmen. Dafür setzt Junge auf das System von Vytal. Der Vorteil: Für den Kunden fallen keine Kosten an. Die Schalen kann man bei allen teilnehmenden Cafés und Restaurants – oder Eisdielen – wieder zurückgeben. 

„Luicella’s“ setzt auf eigenes System

Für die Hamburger Eisdielen-Kette Luicella’s, die in der Osterstraße einen Laden hat, sind die Mehrwegsysteme von Recup/Rebowl oder Vytal keine sinnvolle Lösung. Sie setzt lieber auf ein eigenes Mehrwegsystem, bei dem Kunden wiederverwendbare Schalen gegen Pfand mitnehmen können, erklärt Geschäftsführer Markus Deibler. Die Einwegbecher von Luicella’s sind biologisch abbaubar. 

Mehrwegbecher gibt es bei Hej Eis in der Schwenckestraße nur vor Ort. Wer sein Eis lieber unterwegs isst, bekommt kompostierbare Becher. Die Beschichtung besteht aus PLA, einem Kunststoff, der aus Maisstärke gewonnen wird. Auch die Eislöffel werden aus dem Material gemacht. Ob PLA umweltverträglicher als herkömmlicher Kunststoff ist, zweifelt das Umweltbundesamt an. 

Nachhaltigkeit in der Eisdiele: Gewöhnungssache?

Wie kommen die nachhaltigen Becher-Alternativen an? „Viele Kunden wissen gar nicht, dass es das gibt“, erzählt Ira Junge von Eisbüttel. Die Kunden seien noch zu sehr an Pappbecher und Plastiklöffel gewöhnt. Doch sie ist zuversichtlich: „Das fängt gerade erst an.“

Eis: Hoher Energieverbrauch

Müll ist nicht das einzige Nachhaltigkeitsproblem: Während draußen die Temperaturen steigen, muss das Eis durchgängig gekühlt werden. Das braucht viel Energie. Ein Dilemma, das sich nicht beseitigen lässt.

Eisbüttel, Hej Eis und Luicella’s setzen auf Ökostrom und wollen so ihre Klimabilanz verbessern.  

WWF empfiehlt kleine Eisdielen

Kein anderes europäisches Land hat 2021 so viel Eis produziert wie Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt waren es 614 Millionen Liter Speiseeis. Neben der willkommenen Abkühlung an warmen Tagen hat die Eisproduktion auch negative Auswirkungen – etwa auf die Umwelt, wie der WWF in einem Report darlegt: Viele der Eisproduzenten verwenden ökologisch bedenkliche Zutaten wie Palm- oder Kokosfett. 

Die Empfehlung der Umweltschutzorganisation: Lieber bei lokalen Eisdielen einkaufen. Diese produzieren ihr Eis häufig selbst und achten dabei auf Nachhaltigkeit. Das ist auch bei den drei Eimsbütteler Eisdielen der Fall. 


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