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Puppenspieler Christian Kruse mit seinem "Ensemble" aus dem Kinderstück "Antonio und Pino". Foto: Leon Battran
Puppenspieler Christian Kruse mit seinem "Ensemble" aus dem Kinderstück "Antonio und Pino". Foto: Leon Battran
Figurentheater

„Unterm Strohhut geht’s mir so gut“

Im Rahmen der Kindertheaterreihe im Eidelstedter Bürgerhaus war vergangenen Freitag das Stück „Antonio und Pino“ zu sehen. Die Produktion des Figurentheaters „Neumond“ handelt vom Fragen, Träumen und Entscheiden.

Von Leon Battran

Wie es ist, seinen eigenen Zirkus zu haben, das durfte ein junges Publikum am Freitag im Eidelstedter Bürgerhaus bestaunen. Der Musiker, Schauspieler und Puppenspieler Christian Kruse präsentierte die Geschichte von Antonio und Pino, ein Stück (nicht nur) für Kinder, auch wenn heute überwiegend Grundschüler zu Gast waren. Seine Inszenierung ist eine Mischung aus Puppentheater, Schauspiel und Live-Musik. Kruse selbst verkörpert den alten Antonio, der in seinem Garten einen Zirkus veranstaltet. Auch den anderen Figuren leiht er seine Stimme – natürlich sprechen aber alle Figuren verschieden.

Pino fragt sich, wie ein Leben als Hund wohl wäre. Also verkleidet er sich, stellt sich vor, ein Hund zu sein und landet prompt als Artist in Antonios Gartenzirkus. Antonio beschreibt Kruse als alten Träumer, eine Mischung aus Waldmönch und Peter Lustig. Vor einer liebevoll eingerichteten Zirkuskulisse ist ein Sonnenschirm aufgespannt. Darunter steht Kruse und spielt Gitarre: „Unterm Strohhut geht’s mir so gut“, singt er. Mit von der Partie sind ein Zirkusaffe, eine Ente auf Rädern, ein dicker, runder Clown und eine Gänsebratenköchin, die zur Belustigung der Kinder immer nur „Gänsebraten, Gänsebraten!“ sagt.

„Hummeln fliegen, obwohl sie zu schwer sind“

„Antonio und Pino ist ein Stück für Träumer und Fragende“, erklärt Christian Kruse, der Gründer des Figurentheaters Neumond. Das Stück Antonio und Pino rückt die Wahrnehmung der Kinder in den Blickpunkt; die Wahrnehmung einer Gesellschaft, in der Zeit das höchste Gut und gleichzeitig die wertvollste Ressource ist.

Er möchte zeigen, dass es sich lohnt, den eigenen Träumen nachzugehen und mutige Entscheidungen zu treffen. Mit dem Träumen sei es wie mit den Hummeln und dem Fliegen, sagt Kruse. Das Verhältnis von Gewicht und Flügelfläche würde es Hummeln eigentlich nicht erlauben, zu fliegen – trotzdem tun sie es. Manchmal braucht es nur ein wenig Mut und Fantasie. So kann Pino auch bei Tag die Sterne leuchten sehen und in Antonios Garten das Meer rauschen hören.

Die Graffiti-Künstler posieren vor ihrem Werk: Albert Dietrich (19), Michael Fritz von der Initiative Viva con Agua, Onno Delius (19) und Lasse Bork (18). Foto: Leon Battran

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Nicola Schulz-Bödeker hofft zudem darauf, einen Sponsor zu finden, um den Veranstaltungssaal mit Sitzplatzerhöhungen ausstatten zu können, die den Kindern eine bessere Sicht auf die Bühne ermöglichen würden.

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