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Wolfgang Quells "Bioland-Fleischerei Fricke" darf den Titel "Bester Metzger Hamburgs" tragen.
Wolfgang Quells "Bioland-Fleischerei Fricke" darf den Titel "Bester Metzger Hamburgs" tragen. Foto: Christiane Tauer
Auszeichnung

Hamburgs beste Fleischerei ist in Eimsbüttel

„Ich wollte nie groß werden, nur gut“, sagt der Inhaber der „Bioland-Fleischerei Fricke“ an der Osterstraße. Sein Anspruch hat sich gelohnt: Der Betrieb ist zum „Besten Metzger Hamburgs“ gekürt worden.

Von Christiane Tauer

“Bester Metzger Hamburg”: Seit Kurzem darf sich die Bioland-Fleischerei Fricke an der Osterstraße über diesen Titel freuen. Das Magazin „Der Feinschmecker“ hat ihn Inhaber Wolfgang Quell und seinem fünfköpfigen Mitarbeiter-Team verliehen.

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Fleischerei wurde inkognito getestet

„Der Feinschmecker“ ließ deutschlandweit 600 Betriebe inkognito testen. Das Ziel: In jedem Bundesland die Metzgerei finden, die bei Produktqualität, Tier-Herkunft, dem Ambiente des Geschäfts und der Beratung der Kunden am meisten überzeugt.

Wann der Tester bei ihm gewesen sein könnte, weiß Wolfgang Quell nicht. „Wir haben nichts bemerkt“, sagt er. Umso größer war die Überraschung, als er plötzlich auf dem Siegertreppchen landete.

Fleischerei seit 2008 an der Osterstraße

Wobei – so groß dürfte die Überraschung nicht gewesen sein. Seit der Gründung der Fleischerei an der Osterstraße im Jahre 2008 verfährt Quell nach der Devise „Ich wollte nie groß werden, sondern nur gut“. Nun hat sich sein hoher Qualitätsanspruch in Form eines offiziellen Titels ausgezahlt.

Ausschließlich von Biohöfen beziehe der mit dem Bioland-Siegel zertifizierte Betrieb sein Fleisch, erzählt der 62-Jährige. Das Rindfleisch stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, das Schweinefleisch aus Schleswig-Holstein und das Geflügel aus einer deutschlandweit-tätigen Höfegemeinschaft. „Früher mussten wir unser Geflügel aus Frankreich holen, weil es hier keine Bio-Betriebe gab“, berichtet er.

beenhere

Drei Begriffe – eine Bedeutung

Wenn von der Person die Rede ist, die Fleisch verarbeitet und verkauft, stehen drei Begriffe zur Auswahl: Fleischer, Metzger und Schlachter. Die offizielle Bezeichnung für das Handwerk lautet seit 1966 „Fleischer“. Allerdings ist sie nicht in allen Teilen Deutschlands üblich.

So spricht man im Süden und in der Mitte des Landes vom „Metzger“. Im Norden hingegen ist „Schlachter“ gebräuchlich, während der Osten sich nicht festgelegt hat. Dort verwenden die Leute sowohl den Begriff „Fleischer“ als auch „Metzger“.

Bei diesem Aufwand wundert es nicht, dass die Preise entsprechend hoch ausfallen. Knapp 20 Euro kostet beispielsweise ein ganzes Hähnchen, das Quell in seiner Fleischtheke anbietet. Der Preis sei durch die Hochwertigkeit des Produkts gerechtfertigt, findet er – und er sorge dafür, dass sich die Kundin bewusst wird, was auf ihrem Teller liegt.

„Viele Leute sagen, dass sie dadurch einmal weniger Fleisch kaufen.“ Das könne er nachvollziehen. Er selbst sei so aufgewachsen, dass es nur einmal in der Woche Fleisch gab.

Kunden achten auf Herkunft des Fleisches

Seine Kunden, da ist sich Quell sicher, machen sich Gedanken über die Herkunft des Fleisches und die Haltung der Tiere. Deshalb sei es für einen Fleischereibetrieb wichtig, auf die Qualität zu achten. „Wer das nicht macht, hat es schwerer.“

Quell selbst hat diesen Ansatz von seinem Chef Heiner Fricke übernommen. Dieser eröffnete 1989 mit seiner Frau Brigitte die erste Bio-Fleischerei in Hamburg.

Mittagstisch-Aus wegen geringer Nachfrage

Bei aller Freude über den Titel als „Bester Metzger Hamburgs“ – ganz geht die aktuelle Inflation aber nicht an Wolfgang Quell vorbei. Den Mittagstisch musste er kürzlich schließen. „Der ist nach Corona nicht mehr richtig in Schwung gekommen“, erklärt er.

130 Essen hätte er pro Tag in Vor-Corona-Zeiten verkauft. Seit der Pandemie pendelte sich die Zahl auf 50 bis 60 Essen ein – zu wenig, um wirtschaftlich zu sein. Quell ist sich sicher, dass er im neuen Jahr mit einem neuen, kleineren Angebot wieder starten kann. „Wir sind dabei, uns etwas zu überlegen.“

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