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Unterbringungs-Container in Niendorf. Symbolfoto: Anja von Bihl
Die Erstaufnahme an der Kollaustraße in Niendorf wird weiterhin bestehen. Foto: Anja von Bihl
Niendorf

Flüchtlingsunterkunft wird wieder Parkplatz

Das Containerdorf auf dem Parkplatz an der Paul-Sorge-Straße in Niendorf wird abgebaut. Weitere Flüchtlingsunterkünfte werden in diesem Jahr schließen.

Von Karoline Gebhardt

Die Flüchtingsunterkunft an der Paul-Sorge-Straße in Niendorf in der Nähe des Tibarg wird im ersten Halbjahr 2017 abgebaut. Seit 2015 wohnen dort 90 Flüchtlinge. Nun will der Bezirk Eimsbüttel die Fläche wieder als Parkplatz nutzen. „Die Flüchtlingsunterkunft ist im Rahmen der SOG-Maßnahme entstanden, da ein riesiger Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten herrschte“, erklärt Kerstin Graupner, Sprecherin des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge.

Im Rahmen des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (SOG) hatte die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau 2014 beschlossen, kurzfristig fünf Notunterkünften im Rahmen der Zentralen Erstaufnahme einzurichten. Somit sei von Beginn an sicher gewesen, dass die Unterkunft auf dem Parkplatz lediglich vorübergehend Flüchtlinge beherbergen soll, betont Graupner.

Weitere Unterkünfte schließen

Die Unterkunft an der Paul-Sorge-Straße ist nicht die einzige, die geschlossen wird. Ebenfalls abgebaut werden soll die Erstaufnahmeeinrichtung an der Niendorfer Straße – ein Containerdorf mit 240 Plätzen. 350 Flüchtlinge aus der ehemaligen Medimaxx-Halle an der Kieler Straße müssen ebenfalls woanders untergebracht werden.

Jedoch sollen nach Angaben Graupners im Gegenzug neue Standorte in Eimsbüttel entstehen. Ingesamt 529 Plätze werden am Hagendeel 60 in zwei Baufeldern geschaffen. Zusätzlich entstehen an der Holsteiner Chaussee 168 Plätze. Wie Graupner mitteilt, sollen diese Standorte im dritten Quartal 2017 in Betrieb genommen werden. Die Plätze an der Kollaustraße und an der Schmiedekoppel bleiben mit 168 und 950 Plätzen weiterhin bestehen.

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