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Nicht nur inhaltlich, auch baulich setzte "Haus der Zukunft" bereits vor 25 Jahren Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, die heute erst gültig sind. Foto: Lilly Palmbach
Nicht nur inhaltlich, auch baulich setzte das "Haus der Zukunft" bereits vor 25 Jahren Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, die heute erst gültig sind. Foto: Lilly Palmbach
Haus der Zukunft

Die Zukunft wird 25 Jahre

Ein Vierteljahrhundert Ideen für morgen: Das „Haus der Zukunft“ feierte gestern Jubiläum.

Von Vanessa Leitschuh

“Die Zukunft war früher auch schon besser.” Dass sich dieser Satz von Karl Valentin nicht bewahrheitet, daran arbeitet das Haus der Zukunft in Eimsbüttel.

Vor 25 Jahren entstand mitten an der Osterstraße ein Coworking Space, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Am 9. November 1998 öffnete das Haus seine Türen – als Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Umwelt. Anders gesagt: Ein Bürohotel für Unternehmen, die im Dienst der Nachhaltigkeit arbeiten.

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Das Haus der Zukunft beherbergt mittlerweile rund dreißig Unternehmen und Verbände, die sich globalen Themen von Klimawandel bis Gentechnologie widmen und bis ins Lokale wirken, wie der Jugend Umwelt Treff Eimsbüttel. Hier sitzt ein Verein, der Kindern nachhaltiges Essen näherbringt, im selben Haus wie eine Agentur, die Frauen über 50 als Aupair ins Ausland vermittelt.

Bei der gestrigen Jubiläumsfeier betonte Falk Schmidt-Tobler, Sprecher der Bezirksversammlung Eimsbüttel, die Bedeutung des Hauses für den Stadtteil. Das Haus stehe für echte Innovation statt schnellen Kommerz. “Was wir brauchen, sind gute und nachhaltige Visionen für die Zukunft.”

Innovation als Tradition

Die Geschichte des Grundstücks reicht indes weit über die 25 Jahre hinaus und zeigt, dass die Familie Winter die Zukunft hier seit langem mitgestaltet.

Im Jahr 1847 entwickelte der Goldschmied Ernst Winter in der Osterstraße das erste Diamantwerkzeug und revolutionierte damit die Industrie. 1972 führte sein Urenkel Georg Winter, der spätere Gründer des Haus der Zukunft, das erste Modell für umweltorientiertes Management ein.

Von da an arbeitete das Unternehmen so, dass die Umwelt möglichst wenig Schaden nimmt. Gras wuchs auf dem Werksdach und die Mitarbeiter erhielten Umweltschulungen. Selbst die Böden der Firma durften nicht mit scharfen Putzmittel gescheuert werden. Und das alles acht Jahre, bevor sich die Partei die Grünen gründete.

Georg Winter gründete vor 25 Jahren das „Haus der Zukunft“. Foto: Vanessa Leitschuh

In den 90ern verkaufte Georg Winter das Familienunternehmen, um sich ganz dem Schutz der Umwelt zu widmen. So entstand 1998 das Haus der Zukunft. Und das Konzept funktioniere: Alle Büros seien vermietet.

Die Vermietung übernimmt seit letztem Jahr die neu gegründete Winter-Stiftung, an die der Gründer das Eigentum des Hauses übertragen hat. Das soll die Zukunft des Hauses sichern und Winters Vision weiter vorantreiben: Dass die Natur endlich auf Augenhöhe mit dem Menschen steht – indem sie eigene Rechte erhält.

In diesem Sinne schloss die Jubiläumsfeier mit der von Georg Winter geschriebenen Hymne für die Natur:

Menschheit fühl dich nicht zu mächtig, / schon zerstörst du Art um Art, / dieses Mördertum, das rächt sich / auch mit deiner Todesfahrt.

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