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Florian Oehler und Lars Heemann vor dem Restaurant. Immer mit dabei: Hündin Helga. Foto: Marianne Bruhns
Florian Oehler und Lars Heemann vor dem Restaurant. Immer mit dabei: Hündin Helga. Foto: Marianne Bruhns
Neueröffnung

„Heemann“: Nordische Tapas im Eppendorfer Weg

Vom Wirtschaftsdirektor zum Restaurantbesitzer: Lars Heemann hat die halbe Welt gesehen. Jetzt ist er zurück in Eimsbüttel und hat mit dem „Heemann“ ein eigenes Restaurant eröffnet.

Von Marianne Bruhns

„Mein Lebenstraum war es, General Manager eines Hotels in Bangkok oder Hongkong zu werden“ erzählt Lars Heemann. Doch die Hotellerie hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, Hotelketten sind auf dem Vormarsch, sein Plan fällt weg. Als er überlegt, wie er die nächsten 20 Jahre seines Lebens verbringen möchte, entscheidet er sich für die Selbstständigkeit. Im Juli hat er das Restaurant Heemann im Eppendorfer Weg eröffnet.

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„Ich bin so glücklich, in Deutschland zu sein“

Für Heemann bedeutet der neue Lebensplan, zurück nach Hause zu kommen. In Hamburg hat er seine Ausbildung zum Restaurantfachmann abgeschlossen, wohnte in der Methfesselstraße. Dann ging er in die weite Welt: Nach England, Irland, Amerika, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er als Wirtschaftsdirektor in verschiedenen Hotels tätig war. „Das waren ganz andere Dimensionen“, spricht Heemann über die Mitarbeiter- und Gästezahlen.

Zurück in Deutschland ist er von dem Wandel der Gastronomie begeistert, zum Beispiel von den guten Arbeitsschutzgesetzen. Gerade in den Tagen der Krise schätzt er das Gesundheitssystem, die wirtschaftliche Förderung, die Mehrwertsteuersenkung: „Ich bin so glücklich, in Deutschland zu sein. In allen Ländern, in denen ich vorher gelebt habe, will ich gerade nicht wohnen.“ In Eimsbüttel will sich Heemann jetzt eine langfristige Basis aufbauen.

Nordische Tapas

Wenn Heemann mit seiner Frau essen gegangen ist, haben die Speisen ihre Ansprüche oft nicht erfüllt: Es war zu langweilig. In seinem Restaurant will er jetzt das Gegenteil umsetzen. Auf der Karte stehen „nordische Tapas“: Kartoffelbuchtel, Ackerbohnensalat, Lammkeule. Seine Gäste möchte er mit einem Sharing Konzept überzeugen: Die Gerichte stehen in der Mitte und jeder kann von allem etwas probieren. Je nach Hunger und Anzahl der Gäste gibt es kleine und große Portionen.

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Die Thonet-Stühle aus den 60er Jahren. Foto: Marianne Bruhns

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Blick ins Restaurant. Foto: Marianne Bruhns

In der Küche ist Florian Oehler der Chef. Der gelernte Koch will die Speisekarte saisonal anpassen. Auf die Frage nach seiner wichtigsten Zutat in der Küche, kommt das Wort „Leidenschaft“ wie aus der Pistole geschossen. Er verzichtet auf Geschmacksverstärker und achtet auf Qualität. „Das fängt schon beim Salz an. Ich verwende nur naturbelassenes Salz ohne Rieselhilfe.“ Obst und Gemüse bezieht er von Unsere Ernte, deren Erzeuger in und um Hamburg produzieren. Neben vielen veganen und vegetarischen Gerichten gibt es Fleisch und Fisch. Hier verarbeiten sie auch Kalbsbeinscheibe und Schweinenacken – „Die Teile werden leider oft ignoriert, meistens gibt es nur Filet oder Steak“, so Heemann.

Alt und neu

Von den Räumlichkeiten an der Ecke Eppendorfer Weg/Mansteinstraße ist das Team begeistert. Bei den Renovierungsarbeiten sind sie auf ein besonderes Emblem gestoßen – die alte Pendeltür am Eingang stammte aus der Kaiserzeit. Die Stühle im Restaurant sind Thonet-Stühle aus den 60er Jahren. Um diese aufzuarbeiten, haben sie die Holzflächen abgeschliffen und anschließend lackiert. „Als wir die Stühle zusammenschrauben wollten, mussten wir feststellen, dass alles Unikate sind“, lacht Heemann. Also mussten sie puzzeln und den Bohrlöchern die passenden Bretter zuordnen. Außerdem haben sie eine Säule freigelegt und viel in der Küche renoviert. So prägt heute ein Mix aus alt und neu das Restaurant.

Heemann hat täglich von 12 Uhr bis 21:30 Uhr geöffnet.

Heemann, Eppendorfer Weg 159

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