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Materialien und Instrumente werden im Schülerforschungszentrum bereit gestellt. Foto: Alisa Pflug
Im Schülerforschungszentrum kann der wissenschaftliche Nachwuchs fortan experimentieren und tüfteln. Foto: Alisa Pflug
Nachwuchsförderung

Lernen und Forschen in Eimsbüttel: Neues Schülerforschungszentrum eröffnet

Im Gebäude des Fachbereichs Chemie der Universität Hamburg forschen ab jetzt auch Hamburgs Schüler und Schülerinnen. Das erste Schülerforschungszentrum Norddeutschlands bietet jungen naturwissenschaftlichen Talenten Raum zum Experimentieren.

Von Alisa Pflug

Für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler gibt es bald einen neuen Ort zum praktischen Lernen: Das Schülerforschungszentrum (SFZ) eröffnet an der Universität Hamburg im Gebäude der Fakultät für Chemie. Nach den Sommerferien werden die Nachwuchstalente unter fachkundiger Anleitung in Forscherkursen und eigenen Projekten gefördert und gefordert.

Am SFZ sind mehrere Institutionen und Stiftungen beteiligt. Neben der Schulbehörde, der Universität Hamburg und der Körber Stiftung, gehören auch die Joachim-Herz-Stiftung und der Arbeitgeberverband Nordmetall zu den finanziellen Unterstützern.

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Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses

Dass der Bau des Schülerforschungszentrum längst überfällig war, darüber sind sich alle Initiatoren einig. So finde bereits in einigen außerschulischen Einrichtungen Begabtenförderung in den Bereichen Musik und Sport statt. Die Förderung von naturwissenschaftlicher Begabung hingegen beschränke sich bisher auf den schulischen Unterricht.

„Im Schülerforschungszentrum kann sich ein anderer Forschergeist entwickeln“,

sagt Universitätspräsident Dieter Lenzen. Motivierend finde er dabei vor allem die praktische Arbeit: Das Lernen im SFZ grenze sich deshalb klar vom schulischen Lernen ab.

So sieht es im neuen Schülerforschungszentrum aus:

So sieht es im neuen Schülerforschungszentrum in der Grindelallee aus

Eröffnung des Schülerforschungszentrums mit Schulsenator Thies Rabe und Universitätspräsident Dieter Lenzen. Foto: Alisa Pflug
Versuchsaufbau. Foto: Alisa Pflug
Ein Schüler erklärt sein Experiment. Foto: Alisa Pflug
Materialien und Instrumente werden im Schülerforschungszentrum bereit gestellt. Foto: Alisa Pflug

Woran forschen die jungen Wissenschaftstalente?

Zum einen soll in Grundlagenkursen naturwissenschaftliches Wissen vermittelt und zum anderen dem Nachwuchs genügend Raum zum eigenen Experimentieren in Projekten gegeben werden. Die Schüler und Schülerinnen werden dabei fachkundig unterstützt, auch Materialien und Instrumente werden bereit gestellt.

Dinge, die im Schulunterricht oft fehlen, findet Lothar Dittmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Körber Stiftung. Noch immer würden die Unterstützung und Förderung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in der Schule viel zu kurz kommen. Er sagt:

„Im Schülerforschungszentrum werden die Schüler und Schülerinnen vom Beifahrersitz in den Fahrersitz geholt.“

Insgesamt werden elf Lehrkräfte und Studierende aus den MINT-Fächern den Nachwuchs betreuen. Die Kurse und Projekte werden von Montag bis Freitag von 15:00 bis 19:00 Uhr und am Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr stattfinden.

Tchibo Prozente in der Grindelallee hat im Februar seine Tore geschlossen. Die Räumlichkeiten sollen in Zukunft von der Uni Hamburg genutzt werden. Foto: Henrike Hapke

Aus Tchibo-Prozente wird Forschungszentrum

In den Filialen der Tchibo-Prozente-Kette landen Produkte, die in den regulären Verkaufsshops des Konzerns nicht verkauft wurden. In der Grindelallee 117 ist mit den Angeboten jedoch am kommenden Freitag Schluss. Die Universität Hamburg plant ein Schülerforschungszentrum an dem Standort.

Wer darf das Schülerforschungszentrum besuchen?

Geplant ist zudem, weitere Stellen für studentische Hilfskräfte zu schaffen. Auch Forscher und Ehrenamtliche sollen für die Tätigkeit im Schülerforschungszentrum gewonnen werden.

Der Besuch im SFZ wird für die Kinder und Jugendlichen kostenfrei sein. Die Angebote richten sich allerdings an Schüler und Schülerinnen an weiterführenden Schulen, Grundschulkinder werden derzeit nicht berücksichtigt.

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