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In den vergangenen Jahren wurde der Grindel mit Kerzen erleuchtet, um den Opfern des Nationalsozialismus zu erinnern. Archivfoto: Grindel leuchtet
In den vergangenen Jahren wurde der Grindel mit Kerzen erleuchtet, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Archivfoto: Grindel leuchtet
Nie wieder

Novemberpogrom in Hamburg: Erinnern an die Opfer und Zerstörung

Während der Novemberpogrome 1938 zerstörten Nationalsozialisten jüdische Einrichtungen und griffen Jüdinnen und Juden an. Am Sonntag findet im Grindel eine Erinnerungsveranstaltung statt.

Von Julia Haas

Im November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, jüdische Mitbürger wurden angegriffen – die Gewalt der Nationalsozialisten erreichte mit den Novemberpogromen ein neues Ausmaß.

Auch in Hamburg kam es rund um den 9. November 1938 zu gewalttätigen Angriffen.

Bornplatzsynagoge zerstört

Am frühen Morgen des 10. November 1938 rückten SA-Kommandos aus, um jüdische Geschäfte zu zerstören und mit Parolen zu beschmieren – sowohl in der Innenstadt als auch in anderen Hamburger Stadtteilen. So beschreibt es das Institut für die Geschichte der deutschen Juden.

Einer der Angriffe richtete sich gegen die Bornplatzsynagoge im Grindelviertel. Sie zählte damals zu den größten Synagogen in Deutschland. Nach der Verwüstung und versuchten Brandstiftung wurde die Jüdische Gemeinde im Jahr 1939 von den Nationalsozialisten gezwungen, die Synagoge auf eigene Kosten abzureißen und das Grundstück an die Stadt abzugeben.

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Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrschte lange Zeit Stillschweigen um die Bornplatzsynagoge. Im Jahr 2020 wurde der Wiederaufbau beschlossen. Zwei Jahre später folgte eine Machbarkeitsstudie. Im September wurde der Siegerentwurf eines Architekturwettbewerbs für den Wiederaufbau vorgestellt.

Erinnerungen in Hamburg

Um der Opfer und Zerstörungen zu gedenken, laden die Jüdische Gemeinde Hamburg und die Stiftung Bornplatzsynagoge gemeinsam auf den Joseph-Carlebach-Platz ein. Am 9. November soll dort ab 17 Uhr an die Pogromnacht erinnert werden. Die Veranstaltung trägt den Titel „Tot sind nur die, die man vergisst“. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, Kerzen mitzubringen.

Auch Politiker der demokratischen Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft rufen dazu auf, der Opfer der Pogrome zu gedenken. Als Zeichen des Gedenkens und der Verantwortung reinigen Abgeordnete Stolpersteine vor dem Hamburger Rathaus.


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Aktuell laufen die Jüdischen Kulturtage. Im Fokus steht der Austausch – den es viel öfter bräuchte. Ein Gespräch mit David Rubinstein von der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

Ab November finden die zweiten „Jüdischen Kulturtage“ in Hamburg statt. Die jüdische Gemeinde stellte das Programm vor. Auch der FC St. Pauli und der HSV beteiligen sich.

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aus Erzieherinnen und Erziehern bis zu 48 Kinder in drei Gruppen.

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