„Psychoterror“: Urin-Attacken am Katzenhaus?
Am „Hamburger Seifenkontor“ in Harvestehude soll es regelmäßig Urin regnen. Täter und Tatmotiv werden gesucht.
Von Alexis MilneVor der Tür des „Hamburger Seifenkontors“ in der Oberstraße landen regelmäßig Urin und Müll. So schildert es Karsten Kurth, der den Laden im Souterrain des „Katzenhauses“ betreibt.
Beides würde laut Kurth von einem oberen Stockwerk nach unten geschüttet werden – gezielt zu seinen Öffnungszeiten. Die Attacken dauern bereits seit einem Jahr an, sagt er und spricht dabei von „Psychoterror“.
Regnet es Urin?
Die Identität und das Motiv des mutmaßlichen Täters seien unklar, so Kurth. Er vermute, man wolle die Kundschaft von seinem Geschäft abschrecken. Begonnen hätten die „Urin-Attacken“ im Herbst 2024, nachdem ein Gerüst abgebaut wurde, über das Schäden an der Fassade des Hauses repariert und verhindert werden sollten. Auch Kunden seines Geschäfts hätten die Vorfälle beobachtet.
Die Polizei ermittelt in der Sache, bislang aber ohne Ergebnis. Ein Sprecher der Polizei Hamburg bestätigt auf Anfrage, dass Beamte mehrfach Hinweise dazu aufgenommen hätten. Es gehe unter anderem um zerborstene gefüllte Joghurtbecher auf dem Vordach und eine unbekannte Flüssigkeit im Treppenabgang zum Souterrain.
LKA ermittelt am „Katzenhaus“
Das zuständige Landeskriminalamt prüfe mögliche Straftaten, vor allem Sachbeschädigungen. Erkenntnisse darüber, ob die Verschmutzungen aus dem Haus kommen oder durch einen Nachbarschaftsstreit motiviert seien, liegen den Beamten nach Angaben des Sprechers derzeit nicht vor.
Das „Katzenhaus“ in Harvestehude ist für seine Fassade bekannt, die von dem Künstler Hans-Gustel Agné entworfen wurde.
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