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Foto: André Reuter
Ein Reiseziel um die Ecke: Die Prinzeninsel im Plöner See liegt nur knapp eineinhalb Autostunden von der Osterstraße entfernt. Foto: Wochenender
Magazin #19

Aufbruch! Reisetipps für den Sommer

Hotels blieben leer, Flugzeuge am Boden, Urlauber strandeten und Rückkehrer landeten in Quarantäne. Die Pandemie traf die Tourismusbranche früh und heftig. Mittlerweile sind die meisten Reisewarnungen zurückgenommen. Trotzdem ist Corona nicht ganz ausgestanden. Tipps für Reisen in der Region.

Von Vanessa Leitschuh

Die beiden Eimsbütteler Larissa Peters und Bastian Gembler wollten Camping in Deutschland den spießigen Ruf nehmen und haben die Campervermietung Vantopia gegründet. Wir haben sie nach ihren Reisetipps für den diesjährigen Sommerurlaub gefragt.

Tourismusexperten sagen, dass Nordsee, Ostsee und die Alpen dieses Jahr voll werden. Welche Orte abseits der Hotspots könnt ihr empfehlen?

Larissa (31): „Wir haben ein, zwei Tipps von Orten, an denen wir selbst schon waren und wo man sich durchaus abseits der Touristenströme bewegen kann. Zum einen im Osten von Deutschland. Zum Beispiel Fischland Darß bei Zingst. Da kann es auch voll werden, beschränkt sich aber sehr auf einzelne Orte. Fährt man dort ein bisschen raus, ist es sehr leer.”

Die Vantopia-Gründer Larissa Peters und Bastian Gembler. Foto: Vantopia

Bastian (37): „Autobahn links liegenlassen, die drei Hotspots, die man im Kopf hat, rechts liegenlassen und dann immer der Nase nach. Vielleicht wirklich eine Erlebnistour draus machen und ganz spontan entscheiden, ob man links oder rechts abbiegt. Campingplätze sind in einer sehr hohen Dichte im ganzen Land verstreut. In jedem unserer Fahrzeuge liegt ein Campingführer, und wenn die Abendsonne dämmert, kann man da mal reinschauen und ein Plätzchen um die Ecke finden.

Auch mal eine Nacht freizustehen, ist ok. ‚Um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen’, wie es im Wortlaut so schön heißt. Das ist per Gesetz überall dort erlaubt, wo es nicht explizit verboten ist. Aber dann bitte unbedingt ökologisch handeln und keinen Müll zurücklassen. Auch auf den großen Campingaufbau mit Tischen, Stühlen und Lagerfeuer muss man dann verzichten.”


Auf dem Laufenden

Reisewarnungen, Beschränkungen, Grenzschließungen ändern sich in Zeiten von Corona fast so schnell wie das Hamburger Wetter. camping.info hält alle Reisenden über Lockerungen und Beschränkungen auf dem Laufenden.

Foto: Vantopia

Couchsurfing im Freien

Wer schon einmal in Skandinavien campen war, kennt es: das Jedermannsrecht. Dort darf jeder überall sein Zelt aufschlagen und für eine Nacht bleiben. Hierzulande kann Wildcampen schnell teuer werden. Nach ihrem Schwedenurlaub haben zwei Outdoorfreunde deshalb die Plattform 1NiteTent ins Leben gerufen. Hier kann man sein Grundstück als Zeltplatz anbieten. Oder sich selbst kostenlos auf einer Wiese einrichten.
1nitetent.com

Ähnlich funktioniert die App Park4Night. Wer spontan einen Parkplatz für die Nacht sucht, kann darüber passende Orte finden, an denen das Übernachten erlaubt ist. Vom kleinen Campingplatz bis hin zu idyllischen Waldparkplätzen.
park4night.com


Abenteuer um die Ecke

Reisebuch Wochenender

Corona hält Reisende in diesem Sommer auf dem Boden – der Urlaub in der weiten Welt fällt aus. Vielleicht birgt das Virus aber auch die Chance, die unbekannten Weiten der eigenen Region zu entdecken.

Im Reisebuch Wochenender haben Fotografen und Autoren des Eimsbütteler Frenz Verlag ihre liebsten regionalen Sehnsuchtsorte festgehalten. Ob im Abseits oder mitten im Getümmel: In fünf Bänden führt der Wochenender mit Bildern und persönlichen Texten durch die schönsten Ecken des Nordens und stellt Tipps zum Übernachten, Essen und Erholen vor.

wochenender-buch.de

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