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Beim letzten Weinfest standen die Menschen dicht an dicht - dieses Jahr fällt es aus.
Letztes Jahr standen Menschen beim Weinfest noch dicht an dicht - dieses Jahr fällt es aus. Foto: Catharina Rudschies
Corona

Verschoben und abgesagt: Was passiert mit Eimsbüttels Straßenfesten?

Die Party ist vorbei – zumindest vorübergehend: Bis Oktober sind Großveranstaltungen nur eingeschränkt möglich. Was bedeutet das für Eimsbüttels Straßenfeste und Weihnachtsmärkte?

Von Alana Tongers

Die Feste feiern, wie sie (aus)fallen – Corona hat sorgloses Zusammenkommen auf unbestimmte Zeit verschoben. Konzerte über Stream im Wohnzimmer, Kino im Auto, Feiern mit Maske und Abstand: Rauschende Partys wird es in diesem Jahr nicht geben.

Viele Feste abgesagt

Auch wenn der Kulturbetrieb mit kleineren Veranstaltungen wieder anläuft – Großveranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern bleiben bis Oktober verboten. Davon sind auch Eimsbüttels Straßenfeste betroffen.

Zuerst traf es das Osterstraßenfest im Mai: zunächst verschoben, letztendlich doch abgesagt. Das Methfesselfest konnte nicht stattfinden – genau wie das Weinfest an der Osterstraße, das für diese Woche geplant war. „Das bedauern wirklich alle, vor allem die Gastronomen“, so Arlette Andrae, Quartiersmanagerin des Osterstraße e.V.

„Wir schweben in der Luft“

Ob der alljährliche Laternenumzug an der Osterstraße stattfinden kann, ist hingegen noch nicht klar. Der Umzug findet traditionell Ende Oktober statt. Doch für diesen Zeitraum gibt es noch keine Vorgaben für Veranstaltungen. Ähnlich sieht es beim Weihnachtsmarkt an der Osterstraße aus, bestätigte Andrae.

„Wir schweben in der Luft, weil keine Ansagen von der Behörde kommen“, sagt auch Martin Kultscher, Veranstalter des Christgrindelmarkts. Für ihn ist es ohnehin ein turbulentes Planungsjahr. Noch im Februar sah es so aus, als müsse der Markt ausfallen – wegen Bauarbeiten auf dem Allendeplatz. Doch der Umbau wurde verschoben und so hat Kultscher seit April eine Genehmigung für den Christgrindelmarkt.

Ob er die Veranstaltung durchführen kann, bleibt wegen Corona aber unklar. „Es wird zum Thema Weihnachtsmärkte zu gegebener Zeit eine hamburgweite Entscheidung abhängig von der Entwicklung der Lage geben“, so der Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel Kay Becker auf Nachfrage. Es ist diese Ungewissheit, die es für die Veranstalter unmöglich macht, mit konkreten Planungen zu beginnen.

Lohnen sich die Märkte finanziell?

Auch Arne Buchholz vom Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche hat deswegen noch kein Konzept erarbeitet. „Wir haben im Moment noch keinerlei Vorstellung, wie die Auflagen aussehen könnten“, so der Veranstalter. Die Behörden hätten ihm September oder Oktober als Zeitraum für neue Informationen in Aussicht gestellt.

Als kleiner Markt könnten sie flexibel auf die Maßnahmen reagieren. Ob sich ein Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen finanziell lohne, sei aber fraglich. „Wenn wir zehn Personen pro Quadratmeter reinlassen dürfen, ist das Quatsch. Dann hätten wir nur 20 Gäste – wir sind ja ein lütter Markt.“

Das Problem des kleinen Weihnachtsmarktes: In der Fläche hat Veranstalter Buchholz kaum Spielraum. So können Buden zum Beispiel nicht weiter auseinander gestellt werden, um Abstände zu sichern. Andere Märkte, wie Santa Pauli auf der Reeperbahn, seien da im Vorteil.

Kultscher hofft, dass die kleinen Weihnachtsmärkte trotz Corona stattfinden können. „Ein Sicherheitskonzept habe ich in der Hand“, so der Veranstalter. Dafür habe er sich an den Wochenmärkten orientiert. Für ihn gebe es keinen Grund den Christgrindelmarkt ausfallen zu lassen. Doch auch er zweifelt, ob sein Markt in diesem Jahr wirtschaftlich Sinn macht.

Update: Dieser Artikel wurde am 19. August um Informationen zum Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche ergänzt.

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