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Heiß auf zweite Liga in den Kammerspielen. Foto: Anatol Kotte
Die Eröffnungsinszenierung der nächsten Spielzeit: "Heiß auf 2. Liga". Foto: Anatol Kotte
Theater

Die Kammerspiele blicken auf die kommende Spielzeit

Die Hamburger Kammerspiele läuten die 15. Spielzeit ein. Mit einem bunten Programm kommt das Privattheater aus der Sommerpause zurück. Intendant Axel Schneider zeigt sich sehr zufrieden mit dem neuen Spielplan. Ein Überblick.

Von Nele Deutschmann

Gemeinsam mit Chefdramaturgin Anja Del Caro stellte der Intendant der Kammerspiele, Axel Schneider, am Donnerstag den Spielplan der kommenden Saison vor.

Es sei eine ganz besondere Saison und somit an der Zeit, einmal inne zu halten, konstatiert Schneider. Es gehöre auch immer zu den Aufgaben einer Intendanz, die Rolle des Theaters zu überprüfen und ein Begriff, der dabei in Bezug auf die Kammerspiele immer wieder aufkomme, sei der der guten Unterhaltung.

Vielschichtiger Begriff

Der Intendant setzt sich mit der Bedeutung dieses oft flapsig genutzten Begriffs auseinander. Es sei die Aufgabe der Privattheater gut zu unterhalten – aber natürlich verbunden mit einem großen Anspruch: „Das kann und soll die Stärke dieses Hauses sein“, so Schneider.

Unterhaltung beinhalte auch die Worte Haltung und Halt. „Wenn an vielen Stellen im Moment der Halt genommen wird, kann Theater natürlich keine Antworten geben, aber Inhalte, um sich neu zu orientieren“, so der Intendant weiter.

Sportliche Eröffnungsinszenierung

Eröffnen werden die Kammerspiele die kommende Saison am 24. September mit einer Uraufführung über ein Ereignis, das viele Menschen in Hamburg bewegt hat: der HSV-Abstieg. Während es für viele Fans eine Tragödie bedeutete, wird das Stück um den erstmaligen Abstieg des Vereins aus der 1. Liga als Komödie inszeniert. Das Publikum soll auf eine turbulente Reise zwischen Misswirtschaft, Intrigen und Vereinsmeierei mitgenommen werden.

Hamburger Kammerspiele: HSV-Abstieg als Theaterstück

Nach der Sommerpause wird es sportlich in den Hamburger Kammerspielen. Das renommierte Privattheater feiert im September die Uraufführung einer Komödie um den HSV.

Mit Gil Mehmert hat Intendant Axel Schneider einen renommierten Regisseur gewonnen. Mehmert inszenierte an den Kammerspielen beispielsweise schon „Der Ghetto Swinger“, ein berührendes Stück um das Leben Coco Schumanns. Auch mit Themen rund um den Fußball kennt er sich aus: Im Theater an der Elbe brachte er das Musical „Das Wunder von Bern“ auf die Bühne.

Spannende Uraufführungen

Mit „Auf der Bühne gehörst du mir“ steht für den 10. Oktober gleich noch eine zweite Uraufführung auf dem Programm. Der Künstlerzusammenschluss Cocodelle, bestehend aus Cornelia Schirmer, Delio Malär und Leuw Katzenstein, ergänzt durch Lorenz Schmidt und Alex Szustak, habe einen „Multikomplexentheaterabend“ geschaffen, so Del Caro.

"Auf der Bühne gehörst du mir". Foto: Andreas Schlieter
„Auf der Bühne gehörst du mir“. Foto: Andreas Schlieter

„Multikomplex deshalb, weil hier unglaublich viel Talent am Start ist“, so die Dramaturgin weiter. Die Gruppe schreibt ihre Stücke selbst, besteht aus hervorragenden Schauspielern, ist gesanglich und an den Instrumenten stark und erfindet immer wieder illustre Titel für ihre Stücke, die viel Spaß bereiten.

Virtuoser Ebenenwechsel

Die Handlung ist so einfach, wie bestechend: Frau Schirmer und ihr ehemaliger Schauspielschüler Delio – was der Wirklichkeit entspricht – treffen sich zum Probenstart von „Gefährliche Liebschaften“ wieder. Das ist pikant, da Schirmer und Delio in der Vergangenheit eine Affäre hatten. Die Probenzeit wird also spannend. Der Ebenenwechsel zwischen den Proben zum Stück im Stück und der eigentlichen Gegenwart der Inszenierung verspricht einen heiteren Theaterabend.

Besonders freuen sich Schneider und Del Caro über die Erlangung der Rechte an der Bühnenfassung für die Umsetzung einer Folge der drei ??? Buchreihe als Kinderweihnachtsprogramm für die Bühne. Fans der Serie können sich also auf ein spannendes Abenteuer der jungen Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews freuen. Das Stück ist für Kinder ab acht Jahren vorgesehen.

Guter Start in das neue Jahr

Im neuen Jahr geht es dann direkt mit der nächsten großen Produktion weiter. Am 13. Januar kommt mit „Westend“ das neue Stück von Moritz Rinke in den Kammerspielen auf die Bühne. „Wir sind stolz, dass der Verlag und Moritz Rinke selbst uns das Stück als erstem Theater in Hamburg gerne übergeben wollten, auch wenn mehrere andere Theater Schlange standen“, so Del Caro.

Bereits bei dem Stück „Wir lieben und wir wissen nichts“ bestand eine gute Zusammenarbeit zwischen den Kammerspielen, dem Rowohlt Verlag und dem Autor. Diese Verbindung wird nun fortgesetzt und auch der Großteil des Ensembles wird wieder dabei sein. In dem Stück um das nahezu perfekte Leben des Schönheitschirurgen Edward und der Sängerin Charlotte birgt jede der Figuren ein Geheimnis hinter der vorgespielten Heiterkeit und der perfekten Fassade.

„Die Nervensäge“ und das „Nein zum Geld!“

In einer Neufassung startet am 17. März das Stück „Die Nervensäge“. Die Handlung des Stücks von Francis Veber, in der sich eine irrwitzige Situation an die andere reiht, ist aus mehreren Filmadaptionen bekannt. Regie wird Jean-Claude Berutti führen, der sich momentan gemeinsam mit Anja Del Caro mitten im Besetzungsprozess befindet.

Ebenfalls ein neues Stück ist „Nein zum Geld!“ von Flavia Coste, das am 28. April startet. Der Titel ist Programm: Nachdem Richard im Lotto gewonnen hat, sagt er Nein zum Geld. Es sei ihm klar geworden, dass er alles habe, was er brauche – Familie und Freunde sind fassungslos.

Mit Sewan Latchinian haben die Kammerspiele einen erfolgreichen Regisseur gewonnen. Von 2004 bis 2014 war er Intendant des Theaters Senftenberg, das unter seiner Leitung 2005 von „Theater heute“ zum Theater des Jahres gekürt wurde. Bis 2016 leitete er das Volkstheater Rostock.

Erfolgreiche vergangene Saison

Intendant Schneider zieht ein erfreuliches Resümee. Er blicke auf eine sowohl künstlerisch als auch finanziell erfolgreiche Saison zurück. Insgesamt wurden in der letzten Spielzeit zwanzig Hauptproduktionen angeboten. 270 Vorstellungen mit einer Auslastung von über 70 Prozent wurden gespielt. Knapp 80.000 Zuschauer hat das kleine Privattheater so beherbergt.

Auch eine Reihe von erfolgreichen Wiederaufnahmen wird es in der kommenden Saison geben. Mit dabei: Die Reihe „Hitch und ich“, „Marias Testament“, „Der Ghetto Swinger“, „Der rechte Auserwählte“ und „Vincent will Meer“.

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