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Foto: Dennis Imhäuser

Die Sophienterrasse nimmt Form an

Der Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude (FHH) hat am Mittwochabend zusammen mit Fördern und Wohnen über die Fortschritte der Unterkunft Sophienterrasse informiert. Von den Grundrissen bis zum Freizeitangebot wurde der aktuelle Stand der Dinge präsentiert.

Von Paulina Loreth

Voraussichtlich Mitte Januar sollen die ersten Bewohner in die Flüchtlingsunterkunft Sophienterrasse einziehen. Nachdem der monatelange Rechtsstreit beendet ist, dürfen in Zukunft 190 Menschen in Harvestehude wohnen – hauptsächlich Familien. Verantwortlich für die Unterkunft ist wie an vielen Orten in Hamburg Fördern und Wohnen (f&w). Zwei Vollzeitkräfte sind eingeplant, erklärt Christiane Schröder, Freiwilligenkoordinatorin bei f&w.

Foto: Dennis Imhäuser
Christiane Schröder (li.) und Caroline Smolny (re.) informieren über den Bau der Unterkunft Sophienterrasse bei der Versammlung der Flüchtlingshilfe Harvestehude Foto: Dennis Imhäuser

Caroline Smolny (f&w) ist eine der Hauptverantwortlichen in der Flüchtlingsunterkunft. Viele Freiwillige vom Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude wollen f&w unterstützen. Gemeinsam wollen Betreiber und Verein Förderungs- und Freizeitangebote bereitstellen. Trotz der vielen Aufgaben als Unterkunftsmanagerin möchte Smolny alle freiwilligen Helfer persönlich kennenlernen. Voraussetzung dafür ist ein polizeiliches Führungszeugnis. Nur wer ein solches vorlegt, erhält Zugang zur Unterkunft. Dies diene dem Schutz der Geflüchteten.

Platz zum Spielen und Bewegen

Im Garten der Sophienterrasse 1a wird es einen Spielplatz, ein Sportfeld, Sitzgruppen und ein Geräteschuppen sowie Raum für die Urban-Gardening AG geben. Mit Familien werden auch viele Kinder in die Sophienterrasse kommen und die brauchen Platz zum Spielen. Um Lärmbelästigung der Nachbarn zu vermeiden, wird der Garten hinter der Unterkunft nicht genutzt. Für die Müllentsorgung wird es unterirdische Container geben. Die Räume mit Blick auf die Nachbarterrassen werden für Kinderbetreuungsangebote verwendet, die Anwohner müssten sich also nicht vor Beobachtern am Fenster fürchten, sagt Hendrikje Blandow-Schlegel (SPD), die Vorstandsvositzende von FHH.

Nicht geplant sind Räume für die Ausübung von Religion. Dies sei Privatsache und könne in den Zimmern stattfinden, erklärt Caroline Smolny. Gemeinschaftsräume stehen für sportliche Aktivitäten, eine Fahrradwerkstatt und die Kleiderkammer zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Lagerraum für Sperrmüll.  Wenn sich die Flüchtlinge in den Zimmern einrichten, suchen sie sich gerne ein paar eigene Möbel, statt der langweiligen Grundeinrichtung, sagt Smolny, und dann müssen die aussortierten Möbel untergestellt werden. Die Zimmer selbst sind unterschiedlich groß und verschieden gestaltet. Einige haben eine Küche andere nicht. Einzelzimmer gibt es keine.

Weitere Arbeitsgruppen

Das Programmangebot von FHH ist vielfältig, der Wille zu helfen groß. Die Ehrenamtlichen wollen Arbeitsgruppen zu Themen wie Sprache, Freizeit, Veranstaltungen, Beruf und Beratung, IT und interkulturelles Leben anbieten. Es soll Kinderbetreuung, eine Paten-AG, eine Bibliotheksgruppe, Theater und therapeutisches Arbeiten geben.

Die Aula des Wilhelm-Gymnasiums war während der Veranstaltung bis auf den letzten Platz besetzt. Die Vereinsvorsitzende Blandow-Schlegel war voller Vorfreude, „den Wunsch zu helfen nun endlich auf die Straße zu kriegen“.

Überblick über alle Flüchtlingsunterkünfte und Hilfsangebote in EimsbüttelDeine neuen Nachbarn kannst du auch in unserer audiovisuellen Reportage kennenlernen: “Triff deine neuen Nachbarn”.

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