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Im elften Obergeschoss des Bezirksamts Eimsbüttel befindet sich die seit drei Jahren geschlossene Kantine.
Im elften Obergeschoss des Bezirksamts Eimsbüttel befindet sich die seit drei Jahren geschlossene Kantine. Foto: Christiane Tauer
Immobilien

Kantine im Bezirksamt Eimsbüttel geschlossen – wie geht es weiter?

Vor drei Jahren musste die Kantine im Bezirksamt wegen fehlenden Brandschutzes schließen. Auch andere Teile des Gebäudes haben Sanierungsbedarf. Doch wer trägt die Kosten?

Von Christiane Tauer

Bei bestem Ausblick ein günstiges Mittagessen genießen – die Kantine im elften Stock des Bezirksamts Eimsbüttel machte es möglich. Im Viertel rund um die Grindelhochhäuser war sie ein Geheimtipp.

Seit 2020 ist das vorbei. Zunächst musste ab März die Öffentlichkeit wegen Corona draußen bleiben. Im August 2020 folgte die komplette Schließung: Der Brandschutz der aus den 1950er-Jahren stammenden Kantine war nicht mehr ausreichend.

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Zwei Planungsvarianten für Kantine liegen vor

Sprinkenhof, die Immobiliengesellschaft der Stadt Hamburg, wurde mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Ein konkretes Ergebnis gibt es bis heute nicht.

„Derzeit liegen zwei Planungsvarianten vor“, teilt Pressesprecherin Imme Mäder von der zuständigen Finanzbehörde mit. Variante eins sieht auch weiterhin einen öffentlichen Kantinenbereich vor. Die Kosten würden knapp 4,4 Millionen Euro betragen.

Seit fast drei Jahren wird geprüft

Variante zwei liegt bei 1,8 Millionen Euro und beinhaltet anstelle einer Kantine moderne Besprechungs-, Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten mit Selbstversorgungsangeboten für die Beschäftigten. Die Finanzierungsmöglichkeiten für beide Varianten werden laut Finanzbehörde aktuell noch geprüft.

Allerdings hat die Pressestelle des Bezirksamts Eimsbüttel das auch schon im August 2020 erklärt – vor fast drei Jahren.

Kantine nicht der einzige Sanierungsfall

Dass sich seitdem scheinbar nichts verändert hat, hat mehrere Gründe: Zum einen ist seit vergangenem Jahr nicht mehr Sprinkenhof selbst zuständig, sondern das als eigene Gesellschaft fungierende ISZ Immobilien Service Zentrum. Dieses nimmt als Mietervertreter die Interessen des Bezirksamts Eimsbüttel wahr.

Zum anderen ist die Kantine nicht der einzige Sanierungsfall im Bezirksamt. Auch in anderen Teilen des Gebäudes sind Arbeiten notwendig. Deren Kosten seien noch nicht vollständig ermittelt, sagt Imme Mäder.

Wer trägt die Kosten?

An dieser Stelle kommen die nicht eindeutig formulierten Mietverträge aus dem Jahr 2006 ins Spiel. Damals hat die Stadt Hamburg das Bezirksamt Eimsbüttel an Alstria, eine Aktiengesellschaft, die in Büroimmobilien investiert, veräußert und anschließend wieder angemietet.

Der Verkauf erfolgte als Teil des heute umstrittenen Primo-Deals des CDU-geführten Senats, bei dem insgesamt 39 städtische Gebäude verkauft wurden. In den Mietverträgen wurde aber nicht klar geregelt, ob Vermieter oder Mieter für die Sanierungskosten am Gebäude aufkommen müssen. Die Stadt Hamburg hat den Primo-Deal kürzlich für die Finanzbehörde und das Rathaus Wandsbek rückgängig gemacht, indem sie die Gebäude zurückkaufte.

Verhandlungen über die Kostenverteilung

Wenn die Sanierungskosten für das gesamte Bezirksamts-Gebäude feststehen, beginnen laut Finanzbehörde die Verhandlungen über die Kostenverteilung. Bisher herrscht nur bei der Kantine Klarheit: Hier ist alleine die Stadt zuständig.


Wie es zum Verkauf des Bezirksamts Eimsbüttel im Jahr 2006 kam und warum Hamburg ehemals städtische Gebäude zurückkauft.


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