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Bezirksamtsleiter Kay Gätgens und Thorsten Rösch vom Amt für Management des öffentlichen Raums. Foto: Fabian Hennig
Fahrradinfrastruktur

Mit Bezirksamtsleiter Kay Gätgens auf Fahrradtour

Bei einer „Pedelec“-Fahrradtour zeigen Bezirksamts­leiter Kay Gätgens und Thorsten Rösch vom Amt für Management des öffentlichen Raumes, wo im Bezirk neue Fahrradwege entstanden und welche Maßnahmen noch geplant sind.

Von Fabian Hennig

Kay Gätgens ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer und fährt jeden Tag mit dem Rad von Schnelsen zum Bezirksamt Eimsbüttel. Dass Hamburg sich zur Fahrradstadt entwickeln wird, ist sich Gätgens sicher. Das sei aktive Umweltpolitik und ein Stück Gleichberechtigung für Menschen, die sich für das Rad als Verkehrsmittel entschieden haben, sagt der Bezirksamtsleiter.

Eimsbüttel profitiere vom Ausbau der Velorouten durch eine bessere Anbindung mit dem Fahrrad. Nicht nur der „Fernverkehr“ Richtung Hamburger City würde dadurch schneller, auch im Nahbereich kämen Radfahrer sicher mit dem Rad an ihr Ziel. Gleichzeitig würde der Straßenraum für Fußgänger und Autofahrer sicherer gestaltet.

Bereits umgesetzte Projekte

Einige der Umbaumaßnahmen für die neue Fahrradinfrastruktur zeigen Gätgens und Rösch auf einer Fahrradtour durch die Stadtteile im Bezirk. Generell ist das Ziel, die Radwege auf die Straße zu verlegen und deutlich zu kennzeichnen, das wird während der Tour deutlich. Für die Fahrradfahrer wird das sicherer und die Fußgänger haben mehr Platz auf dem Gehweg, erklärt Gätgens.

Eine dieser Maßnahmen wurde letztes Jahr am Eppendorfer Baum und am Klosterstern umgesetzt. Der große Kreisverkehr wurde zum Fahrradkreisel umgebaut – mit einem 2,6 Meter breiten Schutzstreifen für Radfahrer. Dafür haben Autos nur noch eine Spur. Deutlich breiter ist durch den Umbau der Gehweg geworden und es gibt nun mehr Fahrradparkplätze.

Die Gesamtstrecke der Fahrradtour. Quelle: Bezirksamt / Google Maps
Die Gesamtstrecke der Fahrradtour. Quelle: Bezirksamt / Google Maps

Besonders stolz ist Gätgens auf die Fahrradstraße am Harvestehuder Weg. „Anstatt den vorherigen schmalen Radweg benutzen zu müssen, ist die Fahrradstraße den Radfahrern vorbehalten“. Das wäre deutlich sicherer und mache mit dem Panorama im Hintergrund auch viel Spaß, schwärmt er. Fahrradfahrer dürften hier auch nebeneinander fahren, sogar wenn Autos deswegen langsamer fahren müssen. Und Gätgens erklärt, dass Abschnitt zwischen Fontenay und der Kennedy-Brücke für Radfahrer noch attraktiver werden soll. Dazu würde es auch noch Baumaßnahmen geben.

Mobilitätspunkt im Mai eingeweiht

Ebenso wird der Bereich am Dammtor-Bahnhof und der Edmund-Siemers-Allee gerade umgestaltet. Neben der Erneuerung des Asphalts wird der Radweg stadteinwärts bis zum Dammtor-Bahnhof fortgeführt, der derzeit ungenutzte Gehweg verschwindet komplett. Auch werden die Nebenflächen auf beiden Straßenseiten erneuert und barrierefrei gestaltet. Obwohl die Bauarbeiten noch andauern, kann der Radweg gegenüber vom Hauptgebäude der Universität Hamburg schon befahren werden.

Neben neuen Fahrradstraßen und -wegen gibt es das bereits fertiggestellte Fahrradparkhaus an der Hoheluftbrücke. Dieser sogenannte Mobilitätspunkt wurde im Mai eingeweih und beinhaltet moderne Fahrradstellplätze und eine Fahrradleihstation.

Veloroute noch unfertig

Streckenweise geht die Tour entlang der Veloroute 2 und 3, viele der Abschnitte gehen dabei durch kleinere Straßen. Wer die Velorouten noch nie abgefahren ist, muss sich erst einmal in die besondere Wegführung einarbeiten, eine vernünftige Beschilderung existiert noch nicht. „Wenn das gesamte Projekt der Velorouten in Hamburg abgeschlossen ist, wird es eine bessere Kennzeichnung der Strecken geben“, erklärt Rösch. Wie das allerdings aussehe, stehe noch nicht fest.

Kay Gätgens und Pressesprecher Andreas Aholt auf der Veloroute 2. Foto: Fabian Hennig
Kay Gätgens und Pressesprecher Andreas Aholt auf der Veloroute 2. Foto: Fabian Hennig

Dass die beiden Eimsbütteler Velorouten größtenteils noch fertiggestellt gestellt müssen, erklärt Rösch. 70 bis 80 Prozent fehlen noch, schätzt er. Es sei eben keine kurze Strecke, die mal eben umgebaut ist. Bis 2020 sollen die Velorouten mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern kontinuierlich ausgebaut und beschildert werden, so dass sie modernen Standards entsprechen und sicher und komfortabel zu befahren sind. So der Wunsch der Stadt Hamburg.

„Veränderungsprozesse kommen nicht von heute auf morgen“

Zwei der zukünftigen Maßnahmen liegen an der Veloroute 2. Der Kreuzungsbereich Doormannsweg / Tornquiststraße wird komplett fahrradfreundlich umgestaltet und etwas weiter oben an der Kreuzung Sillemstraße / Heußweg wird ein Minikreisverkehr installiert. Beides soll noch dieses Jahr in Angriff genommen werden.

Stresemannallee Baustelle. Foto: Robin Eberhardt

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Die Modernisierungsarbeiten am Stromnetz führen zu weiteren Verkehrsbehinderungen im Bereich Stesemannallee und Troplowitzstraße.

„Veränderungsprozesse kommen nicht von heute auf morgen“, erklärt Gätgens das Bewusstsein der Bürger zum Thema Fahrradfahren. Wie eine Statistik der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation allerdings zeige, steige die Anzahl der Fahrradfahrer. Letztes Jahr wären es schon 15 Prozent in Hamburg gewesen. Und dafür weniger Autofahrer. Vielleicht werden irgendwann alle Hamburger mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren – so wie Kay Gätgens.

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