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Die Stadt Hamburg hat erste Ideen für die Austragung der olympischen Spiele an der Elbe visualisiert - darunter ein neues Leichtathletikstadion. Visualisierung: Moka Studio
Die Stadt Hamburg hat erste Ideen für die Austragung der Olympischen Spiele an der Elbe visualisiert - darunter ein neues Leichtathletikstadion. Visualisierung: Moka Studio
Olympia-Bewerbung

Olympia in Hamburg? Uneinigkeit in der Bezirksversammlung Eimsbüttel

Die Linksfraktion Eimsbüttel spricht sich gegen eine Olympia-Bewerbung aus. Andere Fraktionen fordern eine aktive Beteiligung Eimsbüttels an den Planungen.

Von Hanna Anthonisen

Bereits 2015 war die Diskussion um die Olympischen Spiele in Hamburg groß. Damals entschieden sich die Hamburger Bürger in einem Volksentscheid gegen die Bewerbung. Jetzt, zehn Jahre später, startet ein neuer Versuch. Aber es gibt Unstimmigkeiten – auch in der Bezirksversammlung Eimsbüttel.

Was ist passiert?

In der Bezirksversammlung vom 17. Juli haben Grüne, SPD und FDP einem CDU-Antrag zugestimmt, der die aktive Beteiligung von Eimsbüttel an der Olympia-Bewerbung vorsieht. 

Ein Alternativantrag der Linksfraktion ging hingegen leer aus. Darin forderte sie, eine erneute Olympia-Bewerbung nicht zu unterstützen.

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Wie könnte sich Eimsbüttel beteiligen?

Der beschlossene Antrag für eine Beteiligung an der Bewerbung sieht unter anderem vor, die Tennisanlage am Rothenbaum als Olympia-Anlage vorzuschlagen. Das Bezirksamt soll sich außerdem dafür einsetzen, lokale Sportvereine durch Informationsveranstaltungen und Projektförderungen frühzeitig einzubinden. 

Darüber hinaus soll geprüft werden, ob es im Bezirk öffentliche Flächen für „Public Viewing“ gibt. Die Ideen sollen mit dem Inklusionsbeirat Eimsbüttel abgesprochen werden.

Was spricht gegen eine Beteiligung an Olympia?

Klar gegen die Beteiligung und Förderung von Olympia in Hamburg positioniert sich die Eimsbütteler Linksfraktion. Die Gründe für das Nein von 2015 seien immer noch aktuell, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag. Sie hebt hervor, dass die Förderung von Breitensport im Zusammenhang mit Großevents nicht gegeben sei. Stattdessen werde der Alltagssport eingeschränkt, wenn Sportanlagen für Olympia genutzt würden. 

Statt einer Olympia-Bewerbung fordert die Linksfraktion den Ausbau des Breitensports sowie der Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen und der Inklusion im Sport – unabhängig von Olympia.

Zudem möchte die Linksfraktion, dass Hamburgs Ressourcen in den sozial-ökologischen Umbau der Stadt fließen und nicht in Großereignisse. Angesichts der Klimakrise seien Prestigeveranstaltungen der falsche Weg, so die Linken.

info

Olympia-Bewerbung

Die Stadt Hamburg will sich um eine Austragung der Olympischen Spiel bewerben. Dabei stehen die Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 im Raum. Erste Ideen und Entwürfe für die Ausrichtung wurden bereits veröffentlicht.

Voraussichtlich im Mai 2026 sollen die Hamburger Bürgerinnen und Bürger über eine Olympia-Bewerbung abstimmen.


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