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Der Bus der Linie 4 wird über Emilienstraße und Heußweg umgeleitet. Foto: Anja von Bihl
Osterstraßenumbau

Jetzt ist der Heußweg dran

Im Februar startet die Großbaustelle in ihre dritte Phase und konzentriert sich bis April auf die Ecke Heußweg. Derzeit ist der Osterstraßenumbau rund drei Wochen im Verzug. Matthias Voß vom Bezirksamt Eimsbüttel geht jedoch von einer Fertigstellung des Abschnitts bis zum Osterstraßenfest aus.

Von Annika Demgen

Seit Anfang Oktober geht die Großbaustelle ihren Gang. Nach Plan hätte bereits im Januar die dritte Bauphase beginnen sollen, nun ist es aber erst am 7. Februar soweit. Schuld seien der starke Regen im November, der zwischenzeitliche Frost und eine verspätete Lieferung der Gehwegplatten, erklärt uns Matthias Voß. Trotz der Verzögerung soll der Bauabschnitt um den Fanny-Mendelssohn-Platz bis zum 23. April fertig sein. Dann startet das Osterstraßenfest. Der Aufbau der Currywurst-Meile wird unter Baustellenumständen anders laufen als gewohnt, aber das Fest kann stattfinden.

Die nächste Bauphase startet am Sonntag und nicht am Montag, weil die Ampeln an dem Knotenpunkt zwischen Karstadt und Edeka abgebaut werden müssen. Als Ersatz platzieren die Bauarbeiter provisorische Ampeln, die dann von der Polizei vor Ort auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Obwohl der dritte Abschnitt am Sonntag beginnt, sind die Bauarbeiten im vorangegangenen Teilstück noch nicht ganz abgeschlossen. Vor allem die Bodenplatten auf dem Gehweg müssen noch verlegt werden. Voß zufolge wird diese Arbeit innerhalb des Februars abgeschlossen. Wie uns der Straßenplaner mitteilt, gibt es in der Praxis immer kleine Abweichungen von den Plänen, wodurch sich dann kurzfristig etwas verschiebt. „Zum Beispiel mussten wir die Baumscheiben bei einem Baum anders verlegen als geplant, weil die Wurzeln im Weg waren“, sagt Voß.

Die Baustelle im Februar

Die Sperrung der Kreuzung Heußweg beginnt ab Sonntag an der Henriettenstraße hinter Karstadt und zieht sich bis zur Einfahrt Stellinger Weg. Das Parkhaus in der Karl-Schneider-Passage ist weiterhin erreichbar. Die Schwenckestraße, auf der bisher der Bau-Fokus lag, wird wieder freigegeben. Die Einbahnstraße bleibt auf dem Teilstück der Osterstraße jedoch bestehen und wird über die Kreuzung Heußweg hinaus verlängert bis zu der Stelle, an der die Emilienstraße die Osterstraße kreuzt. Der Metrobus 4 wird über Schulweg, Fruchtallee, Eimsbütteler Marktplatz, Faberstraße umgeleitet. Die Haltestelle Osterstraße bleibt stadteinwärts in der Ostersrtaße, nur um ein paar hundert Meter verlegt. Stadtauswärts wandert die Haltestelle jedoch an die U-Bahn-Haltestelle Emilienstraße. Die Haltestelle Schulweg wird ebenfalls verschoben in eine Parkbucht auf der Höhe Schulweg 35-41.

Problemschilder

Der Umbau der Osterstraße ist von langer Hand geplant. In einem mehrjährigen Prozess wurden Anwohner und Gewerbetreibende in die Planungen einbezogen. Dennoch verlief der Baustellenstart holprig. Der Grund: Die Beschilderung am Straßenrand, die im Oktober bereits ab Dammtor vor der gesperrten Osterstraße warnte. Dabei ist die Einkaufsstraße nicht abgeriegelt, sondern wird in Teilabschnitten gesperrt oder in eine Einbahnstraße verwandelt. Zu Beginn beispielsweise auf dem Teilstück zwischen Schwenckestraße und Heußweg. Rebecca Wulf, Inhaberin des Eimsbütteler Tee Kontors in der Osterstraße, befürchtet, dass potentielle Kunden die Schilder missverstanden haben und sie zum Anlass nehmen, die Ladenstraße weiträumig zu umfahren und woanders einzukaufen. „Uns trifft das hart“, schreibt sie in einem Kommentar an die Redaktion im November, „die meisten Einzelhändler sind keine Ketten und können nicht die Einbrüche an einem Standort mit den Einnahmen anderswo ausgleichen.“

Sie ist nicht die einzige, die Kritik übt. Matthias Voß bestätigte uns ebenfalls im Januar, dass mehrere Beschwerden von Gewerbetreibenden eingegangen sind, auf die das Bezirksamt auch reagiert habe. Die von der Osterstraße weit entfernten Schilder am Dammtor wurden entfernt, die Beschriftung auf den in der Nähe befindlichen konkretisiert. Von diesen Startschwierigkeiten abgesehen, zeigte sich Voß jedoch zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten. Trotz der aktuellen Verspätung geht er nicht davon aus, dass die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Juni infrage steht. „Diese kleineren Verzögerungen haben wir eingeplant“, sagt der Straßenplaner.

Die Bildergalerie zeigt euch das weitere Vorgehen. Die Stadt informiert euch hier über den Umbau.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 2. Februar aktualisiert und mit den neuen Informationen zum Start der dritten Bauphase ergänzt.

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