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Rund neun Prozent der Hamburger sind überschuldet. Foto: Rawpixel
Rund neun Prozent der Hamburger sind überschuldet. Foto: Rawpixel
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Eimsbüttel: Was tun bei Schulden?

Inflation und Corona-Krise: Hamburgerinnen und Hamburger kämpfen mit den finanziellen Auswirkungen. Was tun, wenn der Schuldenberg wächst?

Von Julia Haas

Im Supermarkt steigen die Preise, Mieten werden teurer. Was viele im Alltag spüren, bekräftigt die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Inflationsrate. Gleichzeitig kämpfen viele Hamburgerinnen noch immer mit den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. Nach Lockdown-bedingten Umsatzeinbrüchen sind jetzt tausende Kleinterunternehmer aus Hamburg von der Rückzahlung der Corona-Soforthilfen betroffen.

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Neun Prozent überschuldet

Inflation und Krisen – all das führt zu finanziellen Belastungen, die nicht immer zu stemmen sind. Im Jahr 2021 waren laut Schuldenatlas rund neun Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger überschuldet. Die Überschuldungsquote lag damit 0,24 Prozentpunkte über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Wo finden Betroffene Rat, wenn der Schuldenberg wächst?

Im Bezirk Eimsbüttel bieten in solchen Fällen der gemeinnützige Verein „Schuldenhilfe Sofort e.V.“ im Stellinger Weg und die Beratungsstelle vom DRK Landesverband Hamburg in Lokstedt Unterstützung an.

Wie ist die Nachfrage bei den Beratungsstellen?

Thorsten Schmidt und Daniela De Matteis von „Schuldenhilfe Sofort“: „Viele Selbstständige haben aktuell finanzielle Probleme, weil sie die Corona-Hilfen zurückzahlen müssen und keine Rücklagen während Corona bilden konnten. Die Inflation wird den Schulden-Trend zusätzlich verstärken.“

Thorsten Schmidt und Daniela De Matteis von "Schuldenhilfe Sofort" im Stellinger Weg 36. Foto: Julia Haas
Thorsten Schmidt und Daniela De Matteis von „Schuldenhilfe Sofort“ im Stellinger Weg 36. Foto: Julia Haas

Eva Müffelmann vom DRK: „Im ersten Lockdown haben viele begonnen, ihre Unterlagen zu sortieren und sind dann zu uns gekommen. Es gab einen Anstieg der Nachfrage, als die Selbstständigen von der Corona-Krise getroffen wurden – zum Beispiel durch verspätete staatliche Unterstützungszahlungen oder deren Rückzahlungen. Die tatsächlichen Auswirkungen werden wir voraussichtlich in drei bis fünf Jahren sehen, wenn alle Rücklagen und Überbrückungsmittel aufgebraucht sind. Die Folgen der Energiekrise könnten schon im Herbst/Winter zu spüren sein.“

„Viele kennen Angebot nicht“

Das Angebot der Beratungsstellen reicht vom gemeinsamen Öffnen angesammelter Briefe bis hin zur Unterstützung bei Insolvenzen. Schmidt und De Matteis von der „Schuldenhilfe Sofort“ sowie Müffelmann vom DRK empfehlen, bei Fragen und Unsicherheiten die Beratungsstellen zu kontaktieren.

„Unsere offene Sprechstunde richtet sich an alle Hamburger Bürgerinnen und Bürger, jede und jeder kann sich mit seinen Anliegen melden“, sagt Müffelmann. Ein Termin kann telefonisch oder über das Kontaktformular vereinbart werden. Ob und wie die Beratung dann weitergeht, entscheidet der Einzelfall.

Auch die Vertreter der „Schuldenhilfe Sofort“ raten zur telefonischen Kontaktaufnahme. Eine Notfallberatung sei am Telefon möglich, Termine vor Ort würden in Eimsbüttel ohne Wartezeit vergeben werden. „Viele kennen unser Angebot nicht und gehen direkt zu einem Anwalt – der kostet und verursacht weitere Schulden“, sagt Schmidt.

Hilfe bei Schulden: Was kostet das?

Auch die Beratungen der Schuldnerstellen sind prinzipiell nicht kostenlos. Mit Ausnahmen: Wer über kein ausreichendes Einkommen verfügt, bekommt die Gebühren von der Stadt Hamburg erstattet. Darunter fallen zum Beispiel Hamburger mit Jobcenterbezügen.

Für alle, die keine Kostenübernahme in Anspruch nehmen können, gibt es seit dem 1. April 2021 eine finanzielle Erleichterung. Die Stadt Hamburg beteiligt sich an den Beratungskosten mit bis zu 200 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass die Beratungsstellen von der Stadt anerkannt sind. Beim DRK und der „Schuldenhilfe Sofort“ ist das der Fall.

Mitarbeit: Valentin Hillinger

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