Doch kein Tempo 30 in der Osterstraße
Die Fernwärmearbeiten auf der Osterstraße neigen sich dem Ende entgegen. Für das künftige Tempolimit gab es verschiedene Vorschläge, doch nun soll alles beim Alten bleiben.
Von Ella SchinkelIm Sommer sollen die Bauarbeiten für die Fernwärmeleitungen in der Osterstraße abgeschlossen werden. Danach gilt wieder Tempo 50. Die geplante Tempo-30-Strecke kommt nicht.
Mehr Sicherheit für die Osterstraße
Seit Sommer 2024 ist ein Großteil der Osterstraße aufgerissen, Fernwärmeleitungen wurden verlegt. Begleitend dazu entbrannte eine Debatte über die künftige Verkehrsregelung. Eine Tempo-30-Regelung wurde diskutiert, und auch Radfahrer wiesen auf den erhöhten Sicherheitsbedarf in der Gegend hin.
Ein Vorschlag der Verwaltung, die Osterstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich umzuwandeln, wurde von der Bezirksversammlung abgelehnt. Stattdessen beschloss das Gremium, einzelne Abschnitte als ganztägige Tempo-30-Strecken auszuweisen und die Barrierefreiheit zu verbessern. Konkrete Maßnahmen erarbeitete der Inklusionsbeirat Eimsbüttel.
Maßnahmen für Barrierefreiheit?
Nun zeigt sich: Die meisten dieser Pläne werden nicht realisiert. Aus einem Schreiben der Verwaltung geht hervor, dass Tempo 30 in der Osterstraße nicht eingeführt wird. Als Grund wird die fehlende rechtliche Grundlage genannt.
Was braucht es für Tempo 30?
Die Straßenverkehrs-Ordnung unterscheidet zwischen Tempo-30-Zonen und streckenbezogenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Tempo-30-Zonen werden in der Regel flächig in Wohngebieten eingerichtet. Streckenbezogene Tempo-30-Beschränkungen können auf einzelnen Straßenabschnitten angeordnet werden, wenn besondere Gefahrenlagen vorliegen. Dies gilt insbesondere vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Auch Strecken mit erhöhtem Unfallrisiko, unübersichtlichem Verlauf oder baulichen Mängeln können dafür infrage kommen.
Auch verschiedene Vorschläge, die Osterstraße für blinde und seheingeschränkte Menschen barrierefrei zu gestalten, wurden zurückgewiesen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Ein Vorschlag sah vor, die Bordsteinkanten an den Ampeln auf drei Zentimeter anzuheben. So könnten auch Menschen mit einem Langstock die Abgrenzung wahrnehmen.
Osterstraße: Was ist möglich?
Von den zuständigen Behörden heißt es, dass diese Maßnahme nicht umsetzbar sei. „Das Gefälle wäre zu niedrig, um das Oberflächenwasser entsprechend abzuleiten.“ Für andere Maßnahmen, etwa eine bessere Straßenbeleuchtung, fehlten die finanziellen Mittel.
Die beschlossene Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen an der Kreuzung Emilienstraße/Osterstraße wurde dagegen umgesetzt. In Abstimmung mit der Polizei könnten auch Ladezonen ausgeweitet und zusätzliche Fahrradbügel installiert werden.
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