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Die neuen Lizenzinhaber der ersten Tennis Europameisterschaft in Hamburg: Sandra und Peter Michael Reichel. Foto: Reichel Business Group
Sandra und Peter-Michael Reichel freuen sich auf Hamburgs erste Tennis-Europameisterschaft. Foto: Reichel Business Group
Großes Tennis am Rothenbaum

Vater-Tochter-Gespann bringt Tennis-EM zum Rothenbaum

Aus den „German Open“ werden im Juli dieses Jahres die „Hamburg Open“. Zusätzlich zu dieser Neuheit spielen die Teilnehmer im Stadion am Rothenbaum erstmalig um die Tennis-Europameisterschaften. Das Familienunternehmen „Reichel Business Group“ hat die Lizenz für die Veranstaltung erworben.

Von Anna Korf

Die „German Open“ hatten zuletzt mit einem Rückgang der Teilnehmerzahlen zu kämpfen, da der Zeitraum des Turniers für Topspieler ungünstig liegt. In diesem Jahr kämpfen die Teilnehmer vom 20. bis 28. Juli erstmalig um den Titel „Open European Champion“, den auch Nicht-Europäer gewinnen können.

Hierdurch versprechen sich die Veranstalter eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Topspielern und Sponsoren, die Gewinnsumme wird sich jedoch nicht verändern. Sie ergibt sich weiterhin aus den Vorgaben der „Association of Tennis Professionals“ (ATP).

Familienunternehmen für „Hamburg Open“

Peter-Michael Reichel ist der neue Veranstalter des ATP-500-Turniers. „Wir planen gemeinsam mit unseren Partnern, dass das Turnier langfristig in Hamburg bleibt“, sagt der Lizenzinhaber. Die Turnierleitung übernimmt mit seiner Tochter Sandra Reichel die Geschäftsführerin des österreichischen Familienunternehmens „Reichel Business Group“.

Spielhaus im Wehbers Park bekommt Neubau

Das Spielhaus im Wehbers Park ist schon länger in einem schlechten Zustand. Damit der für Kinder und Eltern wichtige Ort auch weiterhin benutzt werden kann, wird für 763.000 Euro ein Neubau auf dem Gelände errichtet. Das alte Spielhaus wird danach abgerissen.

Die 47-Jährige ist als Turnierdirektorin erfahren, dennoch betont sie: „Wir freuen uns auf diese große Herausforderung in Hamburg, die wir auch mit Demut vor der Dimension und Tradition des Turniers angehen.“ Die beiden würden sich zusammen mit der Stadt, dem „Deutschen Tennis Bund“ und dem „Club an der Alster“ als Team begreifen, so Sandra Reichel.

Das Vater-Tochter-Gespann hat sich zudem die Lizenz für eine Tennis-EM der Frauen gesichert, die sie in Hamburg austragen möchten. Dieses Vorhaben kann allerdings frühstens im Jahr 2020 realisiert werden.

Kein Europameistertitel für Zverev

Für die Europameisterschaften sind nach Angaben des NDR noch keine Namen bekannt. Lokalmatador Alexander Zverev wird allerdings nicht an dem Turnier in seiner Heimatstadt teilnehmen. Laut Sport1 ziehe der Tennisspieler Hartplatzturniere denen auf Sandplatz wie dem am Rothenbaum vor. Der 21-Jährige feierte 2018 mit dem Gewinn der „ATP Finals“ in London seinen bislang größten Erfolg. Er ist der erste deutsche Gewinner seit Boris Becker.

Im Vorfeld der „Hamburg Open“ spielt der männliche und weibliche U21-Nachwuchs am Rothenbaum um die Europameisterschaft. Teilnehmen dürfen die besten Spieler der im Europaverband organisierten, nationalen Verbände.

Baustelle an der Kreuzung Mansteinstraße, Bismarckstraße. Foto: Anna Korf

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Grote: „Große Tradition des Spitzentennis am Rothenbaum“

Im Zuge der Umstrukturierung ist eine Sanierung des Stadions geplant. Vor dem Turnier soll das Dach modernisiert werden, im Anschluss die Stadionsitze, die sanitären Anlagen, die Umkleidekabinen sowie Außenanlagen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt zehn Millionen Euro. Der Mäzen Alexander Otto spendet für die Arbeiten acht Millionen Euro.

„Ich freue mich sehr, dass die Veranstalter der ‚Hamburg Open‘ entschlossen sind, die große Tradition des internationalen Spitzentennis am Rothenbaum in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, stellt Hamburgs Sportsenator Andy Grote fest. Ein solches Weltklasseturnier gehöre seiner Meinung nach mitten ins Herz der „Active City“.

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