Nach Verzug: Universität eröffnet neue Campus-Bauten
An der Bundesstraße hat die Universität Hamburg zwei neue Gebäude eröffnet: das MIN-Forum und das Haus der Informatik. Die Hintergründe zum Millionenprojekt.
Von Alexis MilneIn der neuen Mensa wird noch nicht gekocht, es fehlt an Möbeln und die Gänge sind leer. Aber: Die Universität Hamburg hat vergangene Woche zum Semesterbeginn zwei neue Gebäude in Betrieb genommen. Das MIN-Forum und das neue Haus der Informatik ergänzen den Campus Bundesstraße. Sie sollen sich in den kommenden Wochen und Monaten füllen.
Der Bau begann 2018 und die Fertigstellung wurde mehrfach verschoben. Die ersten Forschenden und Studierenden nutzen die Räume seit dem 1. April.
Neue Uni-Bauten für stolzen Preis
Das Bauprojekt hat 284 Millionen Euro gekostet, heißt es beim Pressegespräch vor Ort. Finanzsenator Andreas Dressel sagt, das sei ein „stolzer Preis“, aber auch ein großes Investment in den Wissenschaftsstandort Hamburg.

Gründe für den hohen Preis und die Verzögerungen seien die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, Materialengpässe und der Fachkräftemangel gewesen.
Neues Herz des Campus Bundesstraße
Das MIN-Forum erstreckt sich über acht Stockwerke und beherbergt eine neue Bibliothek, einen „Shop to go“ und die neue Hauptmensa für den Campus Bundesstraße. In der Mensa soll es täglich rund 2.000 Essen geben – sie wird vom Studierendenwerk betrieben. Das Café im MIN-Forum soll auch Nicht-Studierende aus dem Stadtteil anlocken und den Campus in der Nachbarschaft verankern.

Das Haus der Informatik verfügt ebenfalls über ein Café und zahlreiche Arbeits- und Lehrflächen. Der größte Hörsaal hat dabei eine Kapazität für bis zu 500 Studierende. Die Foyers beider Gebäude sollen Raum für unterschiedliche Veranstaltungen bieten.
Moderner Standort für Universität Hamburg
Die neue Bibliothek im MIN-Forum ist für bis zu 1.000 Studierende ausgelegt und reicht über mehrere Etagen. Ihr Bestand fügt sich aus anderen Fachbibliotheken zusammen. Beim Bau seien die modernen Bedürfnisse der Studierenden mitbedacht worden. So gibt es ein gemischtes Angebot an Lernräumen und -ecken. Zudem würden die Hörsäle für den Hybridunterricht ausgestattet.
Dressel sagt, es gebe noch viel Bedarf an Bauprojekten für die Universität. Diese würden aber nicht so aufwendig wie das MIN-Forum und das Haus der Informatik werden. Künftig werde auf standardisierte und flexible Bauvorhaben gesetzt.
Das Haus der Erde wird ebenfalls am Campus Bundesstraße gebaut und soll im Sommer übergeben werden. Außerdem soll das Alte Fernmeldeamt saniert werden, hier herrscht aktuell jedoch ein Baustopp.
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