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Die Grünen erreichen 50 Prozent im Stadtteil Eimsbüttel. Foto: Screenshot Infogram
Die Grünen werden stärkste Kraft im Bezirk Eimsbüttel. Foto: Screenshot Infogram
Bezirkswahlen

Wahlergebnisse Bezirkswahl: Grüne 50 Prozent im Stadtteil Eimsbüttel

So wie es bei der Europawahl begann, geht es nun bei den Bezirkswahlen weiter: Die SPD rutscht ab, die Grünen gewinnen deutlich hinzu. In Eimsbüttel und Hoheluft-West holen die Grünen rund 50 Prozent der Stimmen.

Von Catharina Rudschies

Die Wahlen des gestrigen Sonntags sind für die Grünen ein großer Erfolg. Nachdem sie schon bei der Europawahl ihren Stimmanteil verdoppeln konnten, holten sie bei den Hamburger Bezirkswahlen nun die Mehrheit der Stimmen. Im Bezirk Eimsbüttel erzielten sie mit insgesamt 37,2 Prozent die besten Werte. Das Erstaunliche dabei: In den Stadtteilen Eimsbüttel und Hoheluft-West knackten die Grünen sogar beinahe die absolute Mehrheit. In Eimsbüttel erreichten sie 50, in Hoheluft-West 49,3 Prozent der Stimmen.

 

Die Talfahrt der SPD nimmt hingegen kein Ende. Wie bei der Europawahl mussten die Sozialdemokraten auch in den Hamburger Bezirkswahlen hart einstecken.

Die Ergebnisse für den Bezirk Eimsbüttel

Für den Bezirk Eimsbüttel traten die Grünen insbesondere mit der Forderung nach einer Wende in der Verkehrspolitik an. In Zeiten von Klimawandel, Dieselskandal und wachsendem Verkehr in der Stadt scheint dies die Wähler überzeugt zu haben. Die Freikarten-Affäre um das Rolling-Stones-Konzert in Hamburg könnte zusätzlich für den Anstoß gesorgt haben, sich von der ehemals starken SPD abzuwenden. Diese fielen von 33,3 Prozent im Jahr 2014 auf 23,1 Prozent in 2019.

Die Spitzenkandidatin der Grünen Lisa Kern und der Kreisvorsitzende Till Steffens erklärten nach der Wahl, dass sie die Ergebnisse als klaren Gestaltungsauftrag ansehen würden:

„Während wir bislang erfolgreich mitgestaltet haben, sind wir jetzt in der Führungsrolle in der bezirklichen Politik. Deutlich mehr Grün wird deswegen auch das Ergebnis der Politik in Eimsbüttel sein müssen. Klar ist: Wir wollen zukünftig in Eimsbüttel die Bezirksamtsleitung stellen.“

 

Die CDU hingegen musste im Bezirk Verluste einstecken. Erreichten sie 2014 noch 22,7 Prozent, so sind es dieses Jahr nur 16,3 Prozent der Wählerstimmen. Relativ stabil halten konnte sich Die Linke. Sie erhielten 10,4 Prozent, lediglich 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die FDP und die AfD konnten ihr Ergebnis im Bezirk Eimsbüttel leicht verbessern. Die FDP erhielt 6,5 und die AfD 4,9 Prozent. Die Piraten rutschten von 2,6 auf 1,6 Prozent. Sie sind somit die einzige Partei, die nicht in der künftigen Bezirksversammlung vertreten sein wird. Um einen Sitz in der Bezirksversammlung zu erhalten, benötigt eine Partei mindestens 3 Prozent der Wählerstimmen.

Ergebnisse aus anderen Bezirken

Während die Grünen in Eimsbüttel ihren größten Erfolg feiern können, ergeben sich in einigen anderen Bezirken Hamburgs unterschiedliche Zahlen. In Wandsbek, Hamburg-Mitte und Harburg liegen die SPD und die Grünen mit maximal 1,9 Prozentpunkten Unterschied fast gleichauf. Im Bezirk Bergedorf erhielt die SPD mit 26,4 Prozent die meisten Stimmen. Darauf folgt die CDU (24,3 Prozent) und erst dann die Grünen (21,9 Prozent).

Die AfD erhielt in den Bezirken Harburg, Wandsbek und Bergedorf etwas höhere Ergebnisse als in den anderen Bezirken. Hier lagen die Werte zwischen 7,7 (Wandsbek) und 10,2 Prozent (Harburg). Die Linke konnte ihre besten Ergebnisse (um die 15 Prozent) in Altona und Hamburg-Mitte einholen.

Mehr Infos zu den Wahlen 2019: 

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