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Niels Annen verliert Direktmandat
Niels Annen hat das Direktmandat in Eimsbüttel an Till Steffen verloren. Fotos: Alana Tongers
Bundestagswahl 2021

Niels Annen verliert Direktmandat

Mit einem knappen Vorsprung sichert sich Till Steffen in Eimsbüttel überraschend das Direktmandat. Niels Annen zieht nur über die Liste ein – für Rüdiger Kruse reicht es nicht.

Von Alana Tongers

Till Steffen von den Grünen hat sich das Direktmandat für Eimsbüttel gesichert. Der ehemalige Justizsenator erreichte 29,9 Prozent der Erststimmen – ein Zuwachs von 14,8 Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2017. Mit einem denkbar knappen Vorsprung setzte er sich damit gegen den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen von der SPD durch, der auf 29,6 Prozent kommt. Zwischen beiden Kandidaten liegen 412 Stimmen.

Annen hatte das Direktmandat 2005, 2013 und 2017 erreicht und galt als Favorit. Er wird seine Arbeit im Bundestag über Listenplatz zwei seiner Partei fortsetzen.

Kruse verliert Bundestagsmandat

Anders der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse von der CDU: Seine Partei hatte ihn in diesem Jahr nur auf Platz vier der Landesliste aufgestellt. Damit blieb ihm der Einzug über das Direktmandat. Das verpasste Kruse mit 17,1 Prozent der Erststimmen deutlich. Im Vergleich zu 2017 verlor er 11,6 Prozentpunkte. Kruse hatte das Direktmandat zuletzt 2009 gewonnen.

Quelle: Statistikamt Nord

Żaklin Nastić von der Linken wird ihr Mandat trotz schwachem Ergebnis behalten: Sie kommt zwar nur auf 7,1 Prozent der Erststimmen, zieht aber über Listenplatz eins ihrer Partei erneut in den Bundestag ein.

Junge Eimsbüttelerinnen für den Bundestag

Carolin Hümpel von der FDP erreicht mit 8,1 Prozent gut einen Prozentpunkt mehr, schafft es aber nicht in den Bundestag. Mit Ria Schröder zieht stattdessen eine andere Eimsbüttelerin für die FDP nach Berlin: Die 29-jährige Juristin war 2017 als Direktkandidatin für den Bezirk angetreten und hat sich nun ein Mandat über Listenplatz zwei der FDP gesichert.

Die Eimsbüttelerinnen Emilia Fester (Grüne) und Ria Schröder (FDP) schafften es über die Liste in den Bundestag. Fotos: Henning Angerer / FDP

Über die Liste hat es auch Emilia Fester von den Grünen geschafft: Die 23-jährige Eimsbüttelerin zieht auf Listenplatz drei erstmals in den Bundestag.


So hat Eimsbüttel gewählt

Richtigstellung: In einer vorherigen Version des Artikels stand, dass Rüdiger Kruse das Direktmandat 2009 gegen Niels Annen gewann. Er trat aber gegen Danial Ilkhanipour an. Das haben wir nachträglich korrigiert.

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