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Symbolbild. Foto: Anja von Bihl

Flüchtlinge bekommen ein längerfristiges Zuhause

Am Duvenacker in Eidelstedt sollen bis Ende 2016 Wohnungen für Flüchtlinge entstehen. Die Stadt reagiert damit auf den längerfristigen Wohnungsbedarf für Menschen, denen Asyl in Deutschland gewährt wird. Am 27. Januar gibt es dazu eine Informationsveranstaltung.

Von Fabian Hennig

Wenn man derzeit von Flüchtlingsunterkünften hört, geht es meistens um provisorische Erstaufnahmen, bei denen Flüchtlinge in Zelten, Containern oder Holzhäusern untergebracht sind. In Eidelstedt baut die SAGA GWG nun Sozialwohnungen, die bis Ende 2016 fertig sein sollen. Auf dem städtischen Grundstück zwischen der  A7 und der Straße Duvenacker werden 120 Wohneinheiten entstehen. Zunächst soll der Betreiber Fördern und Wohnen dort für 15 Jahre Flüchtlinge unterbringen. Anschließend ist eine Nutzung als öffentlich geförderter Wohnraum durch die SAGA GWG vorgesehen.

Nach Auskunft Anja Bunnings von der Pressestelle des Bezirksamts Eimsbüttel sind bislang keine weiteren Informationen verfügbar, da das Projekt aktuell noch in der Abstimmungs- und Planungsphase ist.

Aktuelle Wohnsituation für Flüchtlinge in Hamburg

Im Jahr 2015 hat die Freie und Hansestadt Hamburg insgesamt rund 22.300 Menschen aufgenommen, davon waren knapp 21.000 Menschen auf eine öffentliche Unterkunft angewiesen. Bis Ende 2015 gab es rund 21.000 Plätze in 33 Zentralen Erstaufnahmen hamburgweit. In den 86 Folgeunterkünften wurden rund 18.000 Plätze geschaffen. Nach wie vor kommen Menschen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Iran und vielen weiteren Ländern nach Deutschland. Bis zum Ende dieses Jahres würden Prognosen zufolge daher bis zu 60.000 Plätze in Zentralen Erstaufnahmen gebraucht, schreibt der Senat in einer Mitteilung.

Der Senat hat am 6. Oktober 2015 ein Konzept zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften mit der Perspektive zum längerfristige Aufenthalt beschlossen. Hierbei sollen auf bislang ungenutzten Flächen, die das Potenzial für einen neuen Wohnstandort aufweisen, Flüchtlingsunterkünfte errichtet werden. Diese Flüchtlingsunterkünfte sollen nicht als temporäre Einrichtung, beispielsweise als Containerdorf, errichtet werden; vielmehr geht es darum, dauerhafte Wohnquartiere zu errichten und somit eine Ergänzung und auch Entlastung der bestehenden Unterkunftskapazitäten zu erreichen.

Mögliche Probleme bei der Bebauung in Eimsbüttel?

Das Grundstück am Duvenacker ist Eigentum der Stadt Hamburg und nach Angaben des Senats für Wohnungsbau geeignet. Allerdings ist diese Fläche lediglich etwa 1,1 Hektar groß und damit nur für 120 Wohnungen geeignet. Der Lärm der angrenzenden A7 erschwert die Entwicklung und Wohnqualität. Dies sei nach bisheriger Einschätzung jedoch kein Ausschlusskriterium für eine Wohnnutzung, heißt es in den Erläuterungen des Senats. Bislang sind die Flächen als Grünflächen im Flächennutzungsplan eingezeichnet. Sie sind an einen Landwirt verpachtet, wurden zuletzt für die Baustelleneinrichtung zum Autobahnausbau genutzt und liegen im Landschaftsschutzgebiet.

Eine zweite Fläche für potenziellen Wohnungsbau liegt in Schnelsen am Ellerbeker Weg. Der größere Teil der Fläche mit circa 1,6 Hektar ist im Eigentum der Stadt. Ein kleinerer Teil mit etwa 0,7 Hektar ist allerdings Privateigentum. Das öffentliche Grundstück ist bereits seit Längerem als Wohngebiet festgesetzt. Beide Teilflächen sind nach Angaben des Senats grundsätzlich für Wohnungsbau geeignet. Nach anderen Flächen wird im Bezirk Eimsbüttel noch gesucht.

Zur geplanten Bebauung am Duvenacker gibt es am 27. Januar um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Aula des Gymnasiums Dörpsweg 10.

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