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Die Amsinckvilla in Lokstedt wurde um 1870 gebaut - für den Bürgermeistersohn und Kaufmann Wilhelm Amsinck. Foto: Jasper Karin
Die Amsinckvilla in Lokstedt wurde um 1870 gebaut - für den Bürgermeistersohn und Kaufmann Wilhelm Amsinck. Foto: Jasper Karin
Streit

Nach sieben Jahren: Ein Lichtblick für die Amsinckvilla

Seit 2018 soll die Amsinckvilla in Lokstedt öffentlich nutzbar werden. Im Februar wird ein Konzept dafür vorgestellt.

Von Jasper Karin

Mit ihren klaren Kanten und großen Fenstern sticht die Amsinckvilla aus dem umliegenden Park hervor. So gut, wie man durch die Fenster ins Innere der Räume blicken kann, wünschen sich die Eimsbütteler Fraktionen der SPD und Grünen Einblick in die Arbeit der Ballin-Stiftung. Von ihr erwarten sie seit über sieben Jahren ein Konzept, wie die Amsinckvilla öffentlich nutzbar gemacht werden soll. Im Februar soll nun ein Kunst-Workshop einziehen.

Als die historische Villa 2012 leer-stand und drohte, zu verfallen, fand die Stadt Hamburg einen neuen Mieter. Die Ballin-Stiftung wollte dort eine Kita betreiben. Bis 2017 wurde die Amsinckvilla saniert – mit 650.000 Euro an Fördergeldern. Der Hintergedanke: Abseits von der Kita sollen die Räume öffentlich nutzbar gemacht werden. Dazu hat sich die Ballin-Stiftung im Mietvertrag mit dem Wohnungsunternehmen Saga verpflichtet.

Der Konflikt der Parteien

Das Problem: Seit Einzug 2018 ist das nicht passiert. Einladungen in die Bezirksversammlung kamen nicht zu Stande. Für Ernst Christian Schütt von der SPD-Fraktion Eimsbüttel ist das inakzeptabel: „Ein mit hohen öffentlichen Mitteln saniertes Gebäude wird der Öffentlichkeit faktisch vorenthalten“, sagt er.

Lars Hildebrand, Kaufmännischer Leiter der Ballin-Stiftung sagt dazu: „Wir haben uns dem nie verwehrt.“ Sie hätten öffentlich Werbung für sich gemacht und seien für Gespräche bereit gewesen, sagt er. „Dass es nie zu einer öffentlichen Nutzung gekommen ist, hatte verschiedene Gründe.“ Unter anderem die Corona-Pandemie, ein Kita-Team im Umbruch und strenge Auflagen für Brand- und Datenschutz.

Ein Missverständnis bringt Stillstand

Die SPD um Schütt, sieht die Ballin-Stiftung in der Bringschuld – die Ballin-Stiftung sieht sich jedoch nicht in der Pflicht eigens auf Interessenten zuzugehen. Dieses Missverständnis brachte letztendlich Stillstand.

Die SPD und Grünen sahen sich genötigt, die Saga um Hilfe zu bitten. Sie sollte mit einem Anschreiben Druck auf die Ballin-Stiftung ausüben. Bei Hildebrand habe sich der Vermieter aber noch nicht gemeldet.

Wurde eine Lösung gefunden?

Der Lichtblick: Die verzofften Parteien kommen am 2. Februar in der Bezirksversammlung zusammen. Dort wolle Hildebrand verkünden, dass voraussichtlich ein Kunst-Workshop, in die Amsinckvilla einziehen wird. Ab Februar können sie testen, ob es funktioniert. Das sieht auch schütt positiv: „Ich habe Hoffnung, dass endlich etwas umgesetzt wird.“


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