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Das Schadensmanagement der Umweltbehörde hat die toten Fische aus dem Isebekkanal entfernt. Am Sonntagabend waren bereits keine Kadaver mehr zu sehen. Foto: Julia Haas
Das Schadensmanagement der Umweltbehörde hat die toten Fische aus dem Isebekkanal entfernt. Am Sonntagabend waren bereits keine Kadaver mehr zu sehen. Foto: Julia Haas
Umwelt

Hunderte tote Fische im Isebekkanal

Im Isebekkanal sind am Wochenende Hunderte Fische verendet – trotz Sauerstoffanlage. Über die Hintergründe.

Von Julia Haas

Ein unangenehmer, modriger Geruch lag am Sonntag rund um den Isebekkanal in der Luft. Hunderte Fischkadaver trieben dort auf dem Wasser.

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Fischsterben trotz Sauerstoffanlage

Das Bezirksamt Eimsbüttel vermutet hinter dem Fischsterben einen zu niedrigen Sauerstoffgehalt im Gewässer. Und das trotz Sauerstoffanlage im Isebekkanal.

Seit 1989 sorgt die Anlage dafür, den Sauerstoffgehalt im Kanal zu verbessern. 2011 wurde sie erneuert. „Die Anlage sorgt dafür, dass auch bei längeren Trockenperioden ohne Niederschläge der Sauerstoffgehalt im Isebekkanal stabil bleibt“, heißt es vom Bezirksamt. Am Wochenende hat das nicht mehr ausgereicht. Auslöser dafür waren vermutlich die starken Regenfälle nach mehrwöchiger Trockenheit.

Regen spülte Schadstoffe in Kanal

Dadurch seien sehr große Mengen an Schadstoffen in die Gewässer gelangt, erklärt ein Sprecher des Bezirksamts. Bei den Schadstoffen handelt es sich beispielsweise um Pollen, Pflanzenreste, Reifen- und Bremsabriebe, die sich in den letzten Wochen auf dem Boden abgesetzt haben.

Im Gewässer zersetzen Mikroorganismen die Substanzen. Das wiederum entzieht dem Wasser Sauerstoff. „Die Sauerstoffzehrung durch den schlagartigen Eintrag von sauerstoffzehrenden Substanzen konnte die Anlage aufgrund der großen Menge anscheinend nicht ausgleichen.“

Tote Fische auch in anderen Gewässern

Inzwischen ist von den toten Fischen im Kanal nichts mehr zu sehen. Das Schadensmanagement der Umweltbehörde hat die Kadaver bereits am Sonntag abgefischt.

Durch die andauernde Trockenheit kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Fischsterben in Hamburger Gewässern. Im Bezirk Eimsbüttel wurden dem Bezirksamt am Wochenende auch tote Fische im Bereich des Regenrückhaltebeckens Langenhorst und am Kollauteich gemeldet.

Langfristige Maßnahmen notwendig

Ein wirksames, kurzfristiges Mittel, um das Fischsterben bei länger andauernden hohen Temperaturen und fehlenden Niederschlägen zu verhindern, gibt es wohl nicht. Das teilte die Umweltbehörde bereits vergangene Woche in einer Pressemeldung mit.

Stattdessen setze die Behörde gemeinsam mit den Bezirken auf Maßnahmen, die die Gewässer langfristig ökologisch verbessern sollen. Dabei stehen zum Beispiel Gewässerrenaturierungen sowie eine dezentrale Niederschlagswasserbewirtschaftung im Fokus.

Hamburgerinnen und Hamburger können dabei helfen, indem sie trockene Gewässer über das Portal „Trockener Bach“ melden.

info

Fischsterben: Was kann ich tun?

Die Umweltbehörde bittet Bürgerinnen und Bürger, kein Wasser aus kleineren Oberflächengewässern zu entnehmen. Zur Verbesserung der Gewässer wird außerdem davon abgeraten, Wasservögel zu füttern. Wer tote Fische entdeckt, kann die Behörde unter der Telefonnummer 428402300 informieren.


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