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Das Haus in der Grindelallee steht seit Jahren leer. Foto: Sandra Kunkel
Das Haus Grindelallee 80 steht seit Jahren leer. Eimsbüttels Linke wollen den Druck auf den Eigentümer erhöhen. Foto: Sandra Kunkel
Leerstand

Grindelallee 80: Wegen Leerstand steht Bezirksamt jetzt unter Druck

Die Linksfraktion will mehr Druck auf den Eigentümer des maroden Hauses in der Grindelallee 80 ausüben. Ihre Forderung: Das Bezirksamt soll einen Treuhänder einsetzen.

Von Christiane Tauer

Mit einer Demonstration vor dem Hamburg-Haus wollen die Eimsbütteler Linken am Donnerstag, 28. April, um 17:30 Uhr auf die Missstände beim Haus Grindelallee 80 aufmerksam machen. „Seit vier Jahren tut sich in der Grindelallee 80 nichts und der Bezirk lässt es passieren“, sagt Olga Fritzsche, Eimsbütteler Mitglied der Linken in der Hamburger Bürgerschaft. „Der Bezirksamtsleiter muss endlich aufwachen und das Haus unter treuhänderische Zwangsverwaltung stellen!“

Grindelallee 80 steht seit 2019 leer

Das marode Haus steht seit 2019 leer, weil durch illegale Umbauten und Vernachlässigung die Sicherheit der Bewohner nicht mehr gewährleistet werden konnte. Das Bezirksamt Eimsbüttel hatte daraufhin die Zwangsräumung angeordnet.

Zur Forderung der Linken nach treuhänderischer Zwangsverwaltung hat Kay Becker, Pressesprecher des Bezirksamts Eimsbüttel, bereits 2019 erklärt, dass eine Treuhänderschaft rechtlich das letzte Mittel sei, wenn Anordnungen nach dem Wohnraumschutzgesetz nicht Folge geleistet werde und alle Zwangsmittel ausgeschöpft seien. Ziel sei zunächst, hier wieder legalen Wohnraum zu schaffen, so Becker damals.

Zwangsgelder in Höhe von 45.000 Euro verhängt

Die Frage ist nun, wie lange das Bezirksamt dieses Ziel noch zu verfolgen versucht. Denn schon seit Jahren ist der Eigentümer eigentlich verpflichtet, die Wohnungen so wiederherzustellen, dass sie bewohnt werden können.

Allerdings hat er laut Verwaltung bestimmte Fristen nicht eingehalten, sodass bereits Zwangsgelder in Höhe von 45.000 Euro verhängt worden sind. Anfang März dieses Jahres erklärte Kay Becker, dass eine aktuelle Baugenehmigung vorliege, die der Eigentümer innerhalb der kommenden drei Jahre in Anspruch nehmen könne.

Hunderte Unterschriften unterstützen Forderung

Aus Sicht der Linken gibt es nur eine Reaktion auf das Verhalten des Eigentümers: Mehr Druck auf ihn ausüben. Sie haben deshalb Hunderte Unterschriften gesammelt, um das Bezirksamt aufzufordern, einen Treuhänder für die Grindelallee 80 einzusetzen.

Im Anschluss an die Demonstration am Donnerstag wird die Unterschriftenliste an Bezirksamtsleiter Kay Gätgens übergeben. „Es ist eine Schande, was mit dem Gebäude passiert. Überall wird günstiger Wohnraum dringend benötigt und dennoch wird Immobilien-Spekulanten der rote Teppich ausgerollt, weil der Bezirk so zimperlich agiert“, sagt Rosie Wiora, Schatzmeisterin der Linken in Eimsbüttel.

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