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Auf der Terrasse des Innerlucks kann man auch die Sonne genießen. Foto: Alicia Wischhusen
Restaurant-Vorstellung

Innerluck: Mit Poké Bowl zum inneren Glück

Im letzten Jahr hat das „Innerluck“ an der Hagenbeckstraße eröffnet. Seitdem bietet das Restaurant dort vegane Speisen an. Darunter auch den neuesten Food-Trend: Poké Bowl.

Von Fabian Hennig

Dass zwischen Kleingärten, Eisbahn Stellingen und Fußballplätzen ein veganes Restaurant liegt, würde man erst einmal nicht erwarten. Eher denkt man an ein piefiges Vereinsheim samt Erbsensuppe mit Bockwurst. Umso verwunderter ist man, wenn man das modern eingerichtete „Innerluck“ entdeckt hat. Und für sich entdeckt hat.

Letztes Jahr erfüllte sich die ehemalige Profi-Volleyballerin Karine Muijwijk ihren Traum und eröffnete das vegane Restaurant an der Hagenbeckstraße. Seitdem gibt es dort zum Beispiel Burger aus Jackfruit, Grüne-Sprossensalat, Kartoffelkeese, Thai oder Spicy Lemon-Curry und Pfannkuchen mit Tahini. Nach dem Motto “Essen ohne Reue” bringt Muijwijk damit vegane Küche ins Zentrum des Bezirks.

Vegane Lebenswelt näherbringen

Dass veganes Essen immer bekannter und auch beliebter wird, ist kein Geheimnis mehr. In Deutschland sollen mittlerweile rund acht Millionen Vegetarier und 1,3 Millionen Veganer leben, berichtet Proveg Deutschland e. V.. Dennoch ist für die meisten Menschen die vegane Küche Neuland. Bei vielen Läden geht es deswegen nicht darum, Nicht-Veganer zu missionieren, sondern zu überzeugen.  So sagen es die vegane „Kochschule Kurkuma“ und auch Nils Kaffke, der zweimal im Cook-Up gekocht hat.

Veganismus über den Geschmack thematisieren

Vor drei Jahren eröffnete in Eimsbüttel Deutschlands erste vegane Kochschule. Hier treffen sich Veganer und Nichtveganer zum Zubereiten der verschiedensten Speisen. Das Konzept von Roman Witt und Arne Ewerbeck findet großen Anklang. Am 3. August feiert die Kochschule "Kurkuma" Geburtstag.

Auch Karine möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, was genau man isst und im Supermarkt einkauft. Ihren Gästen möchte sie die Möglichkeit geben, von der veganen Lebensweise zu “kosten” und mit Vorurteilen aufzuräumen.

Alles hausgemacht: Kuchen, Torten und vieles mehr. Foto: Alicia Wischhusen
Alles hausgemacht: Kuchen, Torten und vieles mehr. Foto: Alicia Wischhusen

Küche ohne tierische Produkte

Obwohl Karine Muijwijk aus der niederländischen Käsehauptstadt „Gouda“ kommt, hat sie sich der wohl bekanntesten Käsesorte der Welt entsagt. Die Umstellung auf vegane Produkte vor einigen Jahren sei nicht leicht gewesen, doch mittlerweile mache es ihr nichts mehr aus, auf tierische Produkte zu verzichten. „Das Leid der Tiere geht mir sehr ans Herz“, erklärt Muijwijk.

Cafe Strauss Foto: Alexander Povel

Café Strauss: exotisches Geflügel in Eimsbüttel

Das Café Strauss ist seit über 30 Jahren eine feste Institution in Eimsbüttel. Der Name ist dabei Programm, neben Straußenfleisch auf der Karte sind die Polster aus Straußenleder und die Lampen aus Straußeneier gebastelt.

Neben Hauptgerichten werden außerdem Sandwiches, Sesam-Bagels, Tagessuppen und Smoothies angeboten. Für Sportler gibt es einen besonderen Protein-Smoothie mit Soja-Jogurt, Haferflocken, Walnuss, Leinsamen, Chiasamen, Banane und Vanille. Wer lieber Kuchen isst, kommt ebenso auf seine Kosten. Darunter schwedische Apfeltorte, Orange-Mandel-Polenta-Kuchen, Vanillekuchen mit Schoko-Blaubeer-Füllung, Snickertorte, Schokomousse-Kirsch- sowie  Oreo-Kuchen. Allerdings wechseln die verschiedenen Arten täglich.

Neuster Trend: Hawaii Poké Bowl

Im Innerluck gibt es auch den neusten Trend aus Hawaii, der schon seit einiger Zeit in Hamburg präsent ist: Poké Bowl. Bei diesem Lieblingsgericht von Barack Obama handelt es sich um einen rohen Fischsalat und das hawaiianische Nationalgericht. Der Bowl wird als Verschmelzung der japanischen mit der Küche der Westküste der Vereinigten Staaten gesehen.

Der Poké Bowl beim Innerluck. Foto: Karine Muijwijk
Der Poké Bowl beim Innerluck. Foto: Karine Muijwijk

Die hawaiianische Fleischvariante besteht ursprünglich aus rohem Fisch, Shoyu-Sojasauce und Sesamöl. Karine verwendet Sobanudeln, Mango, Papaya, Gurke, Karottenlachs, Sojabohnen und einen speziellen Dip. Der vegane Bowl wird von Montag bis Freitag von 10 bis 22 Uhr frisch zubereitet.

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