Lenz auf die Bühne: Das Finale in Eimsbüttel
In den Theatern von Axel Schneider werden seit 2024 die Werke von Sigfried Lenz inszeniert. Zu dessen 100. Geburtstag ist in den Hambruger Kammerspielen ein großes Finale geplant.
Von Alexis MilneSiegfried Lenz war Schriftsteller und Hamburger Ehrenbürger. Regisseur und Intendant Axel Schneider hat in seinen Theatern seit Herbst 2024 viele von Lenz‘ Werken auf die Bühne gebracht: in den Hamburger Kammerspielen im Grindel, im Altonaer Theater, im Harburger Theater und im Lichtwark-Theater in Bergedorf.
Um die Aktion „Lenz auf die Bühne“ feierlich zu beenden und um dessen 100. Geburtstag zu feiern, folgen weitere Inszenierungen – auch in den Hamburger Kammerspielen. Insgesamt wurden und werden damit 96 Produktionen gezeigt.
Lenz in Hamburger Kammerspielen
Als Finale werden im Altonaer Theater Lenz‘ Werke „Das Gesicht“, „Zeit der Schuldlosen“ und „Die Deutschstunde“ gezeigt. „Die Deutschstunde“ wird dabei als sechsstündige Lesung konzipiert, erklärt Schneider bei einem Hintergrundgespräch im Altonaer Theater. Unter anderem wird dabei Schauspieler Bjarne Mädel auftreten.
In den Hambruger Kammerspielen im Grindelviertel wird „Der Überläufer“ gezeigt. Die szenische Lesung feiert ihre Uraufführung am 15. März. An diesem Tag wäre Lenz 100 Jahre alt geworden. Der Roman wurde 2016 postum veröffentlicht und handelt von einem deutschen Soldaten an der Ostfront.
Siegfried Lenz: Heute besonders relevant
Lenz‘ Werke thematisieren als Nachkriegsliteratur den Nationalsozialismus, Schuld und Krieg. Angesichts der heutigen politischen Lage mache ihn das besonders relevant, sagt Schneider.
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