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Hamburg Eimsbuettel Meridian_Eimsbuetteler Nachrichten
Trotz Telefonier-Verbot darf das Smartphone in den Wellnessbereich des Meridian Spas mitgenommen werden. Foto: Eimsbütteler Nachrichten
Digitalisierung

Smartphones im Wellnessbereich

Im Meridian Spa sind mobile Geräte auch im Wellnessbereich geduldet. Dadurch kam es jedoch zu einem Vorfall, bei dem sich ein Mitglied in seiner Privatsphäre verletzt sah.

Von Monika Dzialas

Ein Wellnesstag geht meist einher mit dem Willen nach Ruhe und der Suche nach Ausgeglichenheit. Doch wie verändert sich das Gefühl und die Sicherheit der Gäste, wenn die Nutzung von Smartphones und anderen mobilen Geräten erlaubt ist?

Smartphones geduldet

Während in der Kaifu-Sole die „Innennutzung von Smartphones untersagt“ ist, wird diese im Meridian Spa in der Quickbornstraße ausdrücklich geduldet. Zwar dürfen elektronische Geräte nur genutzt werden, „solange sich andere Gäste dadurch nicht gestört fühlen“ und nicht den Eindruck bekommen, „sie könnten fotografiert und gefilmt werden“, berichtet die PR-Referentin des Meridian Nadine Mielke.

Hamburg Eimsbuettel App Frauenbiografien_Monika Dzialas

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Dennoch kam es trotz aufgestellter Hinweisschilder zu einem Zwischenfall, bei dem sich ein Mitglied des Spas in ihrer Privatsphäre verletzt sah.

Selfies im Wellnessbereich

Das seit 18 Jahren im Meridian angemeldete Mitglied Anna* hielt sich unbekleidet im Pool-Bereich auf, als sich fünf Männer an den Beckenrand stellten und Fotos von sich machten. Die Kamera war somit jedoch auch auf Anna gerichtet, die sich erschrak und laut werdend nach Unterstützung umschaute.

Trotz direktem Ansprechen schauten die Fotografen, laut der Betroffenen, „als ob ich Luft wäre“ und äußerten sich erst ein kurze Zeit später mit dem Kommentar: „Wir machen nur ein Selfie.“

Privatsphäre verletzt

Anschließend gab sie einem Mitarbeiter Bescheid, der das Smartphone mit den Fotos kontrollierte und Anna vermittelte, dass sie auf den Bildern nicht zu sehen sei. Dabei beließ sie es jedoch nicht und sprach weitere Mitarbeiter des Fitnessstudios an. Im Laufe der Gespräche machte sich in ihr das Gefühl breit, „sie nehmen mich nicht wahr.“

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Der Vorfall hat für Annas Gefühl auch langfristige Folgen: „Man fühlt sich ausgeliefert und nicht sicher. Sie verletzen deine Grundrechte, ohne mit der Wimper zu zucken.“ Nichtsdestotrotz möchte sie nicht auf den Besuch des Meridian Spas verzichten und sucht weiterhin nach Gesprächen mit den Verantwortlichen.

Regeln für Smartphone-Nutzung

Das Meridian äußerte sich in dem Zusammenhang einerseits sehr umsichtig. Sie könnten „nachvollziehen, dass es bezüglich der Nutzung von Smartphones und Tablets gerade an so einem sensiblen Ort wie im Wellness-Bereich Bedenken gibt und versichern, dass wir dieses wichtige Thema sehr sorgfältig beobachten und alle Mitarbeiter gehalten sind, auf die Einhaltung der Regeln zu achten und andernfalls auch sofort zu reagieren“, gibt Mielke an.

Am Zahn der Zeit

Dem setzen sie jedoch entgegen, dass auch ihr Unternehmen mit der Zeit und dem digitalen Wandel mitgehen muss und „elektronische, mobile Geräte wie Smartphones, Tablets, etc. nicht mehr wegzudenken“ sind.

Der größte Anteil an Überwachungskameras befindet sich im Öffentlichen Personennahverkehr, wie hier an der U-Bahn-Haltestelle Osterstraße.

WLAN Ausbau auf der U2

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Die, laut Mielke, „ständigen und unverzichtbaren Begleiter“ können somit auch zwischen den Saunagängen zum Lesen und Mails-Checken genutzt werden.

*Name von der Redaktion geändert

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