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Im geplanten Hotel im ehemaligen US-Konsulat soll auch an die NS-Vergangenheit erinnert werden, finden die Grünen.
Im geplanten Hotel im ehemaligen US-Konsulat soll nach dem Willen der Grünen auch an die NS-Vergangenheit erinnert werden. Foto: Cushman & Wakefield
Immobilien

Grüne fordern NS-Gedenkort im geplanten Alster-Hotel: So reagiert der Eigentümer

In das ehemalige US-Konsulat am Alsterufer soll ein Hotel einziehen – und ein NS-Gedenkort, finden die Grünen. Was der Hotel-Betreiber dazu sagt.

Von Christiane Tauer

Gerade erst wurde bekannt, dass das ehemalige US-Konsulat an der Alster einen Käufer gefunden hat, der aus dem Gebäude ein Hotel machen will – schon nehmen ihn die Eimsbütteler Grünen in die Pflicht. Sie erneuern ihren Vorschlag aus dem Vorjahr, die Vergangenheit der Doppelvilla nicht zu vergessen und setzen sich für einen NS-Gedenkort im Hotel ein.

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NS-Gedenkort in oder vor dem Hotel

In welcher Form der mögliche NS-Gedenkort aussehen könnte, ist noch offen. „Ein öffentlich zugänglicher Raum mit einer Dauerausstellung wäre sicherlich eine sehr gute Lösung“, sagt die Grünen-Fraktionsvorsitzende Kathrin Warnecke.

Denkbar wäre auch ein Pavillon auf dem Gelände vor dem Hotel oder eine Informationstafel, die Spaziergänger und Gäste über die Geschichte des Hauses informiert. Ein QR-Code könnte zu einer Homepage mit weiteren Informationen führen.

Hotel soll Geschichte des Hauses widerspiegeln

Mit der Erneuerung ihres Vorschlags reagieren die Grünen auf die jüngsten Nachrichten, dass die Unternehmensgruppe Derag Deutsche Realbesitz das historische Gebäude gekauft hat und in ein Hotel verwandeln möchte. The Jefferson soll es heißen, auch ein Restaurant mit angeschlossener Bar ist geplant. Auf diese Weise soll aus dem Haus eine Begegnungsstätte für alle Hamburgerinnen und Hamburger werden.

Max Schlereth, geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der zur Derag gehörenden Sparte Derag Livinghotels, hatte erklärt, das Hotel werde die „Geschichte des Hauses sowie die Bedeutung des historischen Kontexts widerspiegeln“.

NS-Gedenkort: Betreiber ist offen für Gespräche

Dass er damit nicht nur die Historie als US-Konsulat gemeint hat, sondern auch die NS-Vergangenheit, betont Schlereth jetzt gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten. Schon bei der ersten Besichtigung der Immobilie sei für ihn klar gewesen, dass er diesem Erbe gebührend Rechnung tragen werde. Die Historie der Immobilie werde ganz klar Bestandteil der Planung sein. Konkrete Aussagen zur Realisierung wären zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verfrüht.

„Wir werden hier äußerst sorgfältig, sensibel und in engem Austausch mit der Stadt Hamburg vorgehen“, sagt er. Für Anregungen und Gespräche sei er offen.

Dauerausstellung im Düsseldorfer Hotel der „Derag“

Das Thema „NS-Vergangenheit“ ist für die Derag kein Neuland. In Düsseldorf betreibt sie das Living Hotel De Medici, das sich in einem 400 Jahre alten ehemaligen Jesuitenkloster befindet. Zu Zeiten des Nationalsozialismus nutzten Gestapo und SS die Räumlichkeiten als Büro, für Vernehmungen und als Haftzellen.

Heute gibt es dort eine Mahn- und Gedenkstätte in Erinnerung an die Düsseldorfer Opfer und Verfolgten des NS-Regimes. Sie befindet sich in einem Teil des Hotels und zeigt die kostenfrei zugängliche Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“.

Viele Forschungs- und Wissenslücken in Hamburg

Etwas Ähnliches können sich die Eimsbütteler Grünen auch für das Hotel an der Alster vorstellen. Im vergangenen Jahr haben sie dazu einen gemeinsamen Antrag mit FDP und Linken gestellt, den der Hauptausschuss im August beschloss.

Darin hieß es unter anderem, dass es in Hamburg nicht allgemein bekannt sei, dass die Räumlichkeiten des ehemaligen US-Konsulats von 1934 bis Kriegsende von der NSDAP als Hauptsitz genutzt wurden. Auch generell gebe es in Hamburg noch Forschungs- und Wissenslücken hinsichtlich der Verantwortlichen, der Nutznießer, der Täter und der Hintergründe der NS-Zeit. Ein Gedenkort solle das ändern.


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