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Die Fernwärmebaustelle in der Osterstraße verzuögert sich weiter. Die BUKEA gibt nun Einblicke in die Hintergründe zu den Verzögerungen. Archivfoto: Frieda Stadtlander
Fast 24 Monate nach Baubeginn ist die Osterstraße noch immer eine Großbaustelle. Archivbild: Frieda Stadtlander
Umweltbehörde

Mehrere Verzögerungen bei Fernwärme-Baustelle: Neue Gründe offengelegt 

Die Fernwärme-Bauarbeiten in der Osterstraße dauern länger als ursprünglich geplant. Nun nennt die Umweltbehörde bislang unbekannte Gründe für die monatelangen Verzögerungen.

Von Ella Schinkel

Noch immer ist der Asphalt in der Osterstraße stellenweise aufgerissen. Seit über zwei Jahren bauen die Hamburger Energiewerke hier das Fernwärmenetz aus. Immer wieder kam es zu Verzögerungen, die Fertigstellung wurde zuletzt auf Ende September verschoben.

Nachdem die Hamburger Energiewerke gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten bereits Gründe für die Verzögerungen eingeräumt hatten, äußert sich nun auch die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).

BUKEA: „nicht vorhersehbare Randbedingungen“

In einer Anfrage an den Hamburger Senat spricht die Eimsbütteler FDP-Fraktion von „hoffnungslos aus dem Ruder“ gelaufenen Planungen. Aus den Antworten der BUKEA auf die 17 Fragen der Fraktion geht hervor, welche Faktoren den Bauablauf zusätzlich verzögert haben.

Wie bereits die Hamburger Energiewerke verweist auch die BUKEA auf eine Reihe „nicht vorhersehbarer Randbedingungen und Restriktionen“. So habe der monatelange Frost im Winter 2025/26 zwischenzeitlich zu Baupausen geführt. Zudem sei man bei den Arbeiten immer wieder auf nicht vorhersehbare Gegebenheiten gestoßen – zum Beispiel schützenswerte Baumwurzeln, nicht dokumentierte Bauobjekte sowie falsch oder nicht verzeichnete Leitungen.

Auch die Verkehrsplanung zur notwendigen Sicherstellung von Anliegerzufahrten, Lieferverkehr und Rettungswegen hätte den Bauablauf eingeschränkt.

Schadstoffe in U-Bahntunnel der U2

Ergänzend zu diesen Punkten gehen aus der Drucksache auch bislang unbekannte Informationen zu den Verzögerungen hervor. So sei man bei der Öffnung der Straße auf schadstoffbelasteten Schutzbeton über dem U-Bahntunnel gestoßen, der entfernt werden musste.

Zudem hätten ein Brand in der Produktionsstätte eines Betonherstellers sowie unerwartetes Grundwasseraufkommen zu den Verzögerungen beigetragen.

Künftig neue Tiefbau-Strategie

Konkrete neue Planungskriterien als Reaktion auf die Verzögerungen nennt die BUKEA auf Rückfrage der FDP-Fraktion nicht. Stattdessen verweist sie auf die Strategie „Zukunft Tiefbau“, mit der Planung, Genehmigung und Bauabläufe künftig behördenübergreifend besser koordiniert werden sollen. 

Diese habe das Ziel, verbindliche Qualitäts- und Datenstandards sicherzustellen. Gebündelte Baustellen sowie optimierte Bauabläufe sollen Terminüberschreitungen künftig eindämmen. Dadurch sollen die Belastungen für Anlieger, Handel und Verkehr künftig reduziert werden.

Finanzielle Hilfen geplant? 

Auf die Frage, ob konkrete Entschädigungsmodelle für das lokale Gewerbe geplant seien, sagt die Behörde: “Die Hamburger Energiewerke sind in Abstimmung mit der zuständigen Behörde in konkreter Prüfung, ob Möglichkeiten der Unterstützung von Umfeldmaßnahmen bestehen.” Härtefallhilfen für einzelne Gewerbetreibende seien jedoch nicht geplant. 


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