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Die Metrobus-Linie 5 wurde im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms bereits umgebaut. Foto: Lisa Eißfeldt

Bus und Bahn in Eimsbüttel sicher (Update)

Der öffentliche Personennahverkehr im Bezirk Eimsbüttel gilt als ungefährlich. Das haben mehrere Umfragen der Deutschen Bahn AG, der AKN Eisenbahngesellschaft, der Hamburger Hochbahn AG, der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) ergeben. Sicherheitsrelevante Vorfälle gibt es aber nach wie vor.

Von Vivien Valentiner

Laut Angaben der Hamburger Hochbahn AG ist die Zahl der Verweise aufgrund von Verstößen gegen die Hausordnung (z.B. Alkoholkonsum, Musizieren, Betteln) seit 2013 an den Haltestellen im Bezirk Eimsbüttel zurückgegangen. An den Bahnhöfen Hagenbecks Tierpark und Niendorf Nord schlugen an den Abstellanlagen mehrfach Graffiti-Sprayer zu. Insgesamt ist die Zahl der Graffiti-Anschläge seit 2013 (21 Vorfälle) jedoch zurückgegangen und lag im Jahr 2014 bei sechs Vorfällen.

Sicherheitsrelevante Vorfälle insgesamt rückläufig

An den in Eimsbüttel gelegenen U-Bahn-Stationen Niendorf Nord, Schippelsweg, Joachim-Mähl-Straße, Niendorf Markt, Hagendeel, Hagenbecks Tierpark und Lutterothstraße gab es im Jahr 2013 insgesamt 126 sicherheitsrelevante Vorfälle; 2014 ging die Zahl zurück auf 91 Vorfälle. Auffällig hoch sind die Zahlen für die Haltestellen Niendorf Nord und Niendorf Markt. Von insgesamt 90 Vorfällen im Jahr 2013, in denen Personen ermahnt oder verwiesen wurden, passierten 40 in Niendorf Nord; 22 waren es in Niendorf Markt. Auch im Jahr 2014 blieben diese beiden Haltestellen Spitzenreiter. Von insgesamt 71 Ermahnungen oder Verweisen wurden 28 in Niendorf Nord und 20 in Niendorf Markt ausgesprochen.

Ausnahme Niendorf?

Die hohen Zahlen für diese beiden Haltestellen erklären sich dadurch, dass es sich um eine Endhaltestelle (Niendorf Nord) bzw. eine Umsteigeanlage (Niendorf Markt) handelt. „In den Abendstunden werden an den Endhaltestellen Fahrgäste in den Zügen geweckt, die eingeschlafen sind und nun am falschen Ort aufwachen. Wenn kein Zug mehr in die andere Richtung fährt, lassen sie unter Umständen ihrem Unmut freien Lauf und müssen dann eventuell durch unsere Kollegen verwarnt oder belehrt werden“, so Christina Becker, stellvertretende Pressesprecherin der Hochbahn. Bei Umsteigebahnhöfen wie Niendorf Markt komme es außerdem proportional zu höheren Fahrgastzahlen und somit zu mehr beanstandungswürdigem Verhalten. „An der Haltestelle Niendorf Markt haben wir an einem durchschnittlichen Werktag ein Fahrgastaufkommen von 22.400 Fahrgästen; am Hagendeel zum Vergleich nur 3.500“, bemerkt Becker.

Die Metrobus-Linie 5 wurde im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms bereits umgebaut. Foto: Lisa Eißfeldt
Symbol-Foto: Lisa Eißfeldt

Auch Busfahren gilt als ungefährlich

Für den Busverkehr liegen den Verkehrsunternehmen keine Daten zur Entwicklung der Sicherheitslage auf den in Eimsbüttel verkehrenden Linien vor;  zu groß ist die Zahl der Verbindungen und Haltestellen, so dass der Aufwand zur Erfassung zu hoch wäre. Eine Auswertung des Betriebsberichts ist jedoch möglich. Zwischen dem 1. Januar 2014 bis 22. Juni 2015 gab es insgesamt 69 gemeldete Vorfälle in den Kategorien „Fahrgast bedroht Fahrgast“, „Fahrgast bedroht Fahrer“, „Fahrgast beschimpft Fahrer“, „Fahrer ruft Polizei für Passanten“ (hierzu zählen auch Fälle, wenn der Fahrer die Polizei ruft, weil z.B. orientierungslose Personen im Bus waren). 32 der insgesamt 69 Vorfälle ereigneten sich auf der Linie M21. In zehn Fällen bedrohte hier ein Fahrgast einen anderen Fahrgast, fünfmal bedrohte ein Fahrgast den Fahrer, in zwölf Vorfällen beschimpfte ein Fahrgast einen Fahrer und fünfmal rief ein Fahrer die Polizei für Passanten.

Laut einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut tns infratest im Auftrag der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) durchgeführt hat, bewerten die Fahrgäste die Busse in Bezug auf Sicherheit und Sauberkeit mit gut bis befriedigend.

Die vollständigen Daten (Ö 8.2) wurden bereits im Juli von der Bezirksversammlung Eimsbüttel zur Kenntnis genommen.

Update vom 17.09.2015: Sicherheitstage der Hochbahn

Durch die Fahrgast-Aktion „Ich drück‘ für dich“ am 18. und 19. September will die Hochbahn für mehr Information und Aufklärung sorgen und die Hemmschwelle zur Nutzung von Infosäule und Notrufknopf senken. „Stewardessen und Stewards werden die Fahrgäste gemeinsam mit Mitarbeitern der Hamburger Hochbahn-Wache mit den Sicherheitseinrichtungen vertraut machen“, so Christina Becker, Pressesprecherin der Hochbahn. Die Aktion erfolgt an den U-Bahn-Haltestellen Barmbek, Berliner Tor, Schlump, Hauptbahnhof Süd und Jungfernstieg sowie auf den Busanlagen Barmbek, Wandsbek Markt, Poppenbüttel, Wilhelmsburg und Billstedt.

Über die Notrufsäule können Fahrgäste direkten Kontakt zu Mitarbeitern der Hochbahn aufnehmen. Auf allen U-Bahn-Haltestellen zeigen SOS-Hinweisschilder den Standort dieser Säulen an. In der U-Bahn findet der Fahrgast den Notrufknopf im Türbereich und erreicht darüber den Fahrer. Im Bus ist der Busfahrer erster Ansprechpartner für Sicherheitsfragen.

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