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Michaela Töpfer, Cornelia Poletto und Claudio Urban (von links) warben für "Palazzo" auf der Kleinen Moorweide. Foto: Christiane Tauer
Dinnershow

Cornelia Polettos „Palazzo“ auf der Kleinen Moorweide? Ja, Nein, Vielleicht [UPDATE]

Im Herbst will Cornelia Poletto mit ihrer Dinnershow „Palazzo“ auf die Kleine Moorweide am Dammtor ziehen. Doch Eimsbüttels Politik ist sich noch nicht sicher, ob sie das gut findet.

Von Christiane Tauer

Es wäre aus Sicht des Palazzo-Teams schön gewesen, wenn Eimsbüttels Politikerinnen und Politiker sofort begeistert „Ja“ gerufen hätten. „Palazzo gehört zu Hamburg, es wäre für mich ganz toll, diesen besonderen Standort zu bekommen“, warb Cornelia Poletto für ihr Anliegen.

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Starköchin wirbt persönlich für ihren „Palazzo“

Die Starköchin war am Montagabend höchstpersönlich in den 12. Stock des Bezirksamts gekommen. Gemeinsam mit Palazzo-Geschäftsführerin Michaela Töpfer und dem technischen Leiter Claudio Urban wollte sie die Mitglieder des Eimsbütteler Kerngebietsausschusses von ihren Plänen überzeugen: Die Kleine Moorweide soll Ersatz-Spielort für ihre Dinnershow Palazzo werden.

Doch so einfach wollten es ihr die Ausschussmitglieder nicht machen. Nach einer längeren Fragerunde stand fest, dass die Fraktionen sich vor einer Entscheidung erst einmal beraten wollen.

Kleine Moorweide ist erste Wahl

Denn Fragen gab es viele, und auch viele Informationen, die verarbeitet werden müssen. Zunächst die Fakten: Weil am angestammten Spielort an den Deichtorhallen gebaut wird, ist das Palazzo-Team auf der Suche nach einem Alternativ-Standort.

Schnell kristallisierte sich die Kleine Moorweide zwischen Mittelweg und Neuer Rabenstraße als Favorit heraus. Sie ist verkehrsgünstig gelegen und als Veranstaltungsort erprobt. „Der Platz ist unsere erste Wahl, wirkliche Alternativen haben wir nicht“, betonte Claudio Urban.

Der Spiegelpalast, in dem die Dinnershow stattfindet, besitzt eine historisch anmutende Optik.
Der Spiegelpalast mit seiner historisch anmutenden Optik. Foto: Palazzo Produktionen GmbH

Das Problem an der Sache ist, dass die Kleine Moorweide zwar grundsätzlich als Veranstaltungsfläche dienen darf – nur eigentlich nicht in den Herbst- und Wintermonaten, in denen die Palazzo-Spielzeit läuft. Deshalb ist das Votum der Ausschussmitglieder gefragt.

Vom 13. Oktober 2022 bis 13. März 2023 würde das große Spiegelzelt auf der Rasenfläche stehen, vom ersten Tag des Aufbaus bis zum letzten Tag des Abbaus gerechnet. Die Frage wäre unter anderem, wie gut sich der Rasen angesichts dieser langen Nutzungsdauer erholen kann und ob die Zeit bis zur anschließenden Nutzung für die Regeneration ausreichend ist.

Rasen muss nach dem „Palazzo“ ersetzt werden

Wie Markus Weiler, Leiter des Fachamts Mangement des öffentlichen Raumes, erklärte, gehe die Verwaltung ohnehin davon aus, den Rasen nach dem Gastspiel zu ersetzen. Ein Vertrag mit dem Pächter sichere alles rechtlich ab.

Zumindest versicherte das Palazzo-Team, dass kein Schwerlastverkehr für den Aufbau des Zelts notwendig ist, der womöglich tiefe Furchen in den Rasen graben könnte. „Alles wird von den Arbeitern per Hand gesteckt, ganz ohne Nägel“, sagte Claudio Urban. Optisch sollen sich die rund 35 Container – unter anderem für Küche, Toiletten und Büros, die neben dem Spiegelzelt stehen werden – unauffällig in die Umgebung einfügen, versprach Urban.

„Wäre herzzerreißend, wenn es hier nicht klappt“

Eine ansprechende Umzäunung soll garantieren, dass am Mittelweg nicht monatelang eine Baustellen-Atmosphäre herrscht. Mit den umliegenden Parkhäusern sei gesprochen worden, um kein Anfahrts- und Park-Chaos aufkommen zu lassen, führte Urban aus. Ein Lärmgutachen werde erstellt, um die Anwohnenden nicht zu belästigen.

„Wir geben unsere Plätze so zurück, wie wir sie erhalten“, gab Michaela Töpfer ihre Erfahrungen von anderen Palazzo-Spielorten in Deutschland und Österreich wieder. Das gelte selbstverständlich auch für die Kleine Moorweide. „Es wäre herzzerreißend, wenn es hier nicht klappt.“ Am 13. Juni wird sich der Kerngebietsausschuss erneut mit der Thematik befassen.

UPDATE vom 10.05.2022, 11:25 Uhr: Die FDP-Fraktion Eimsbüttel meldet sich mit einer Presseerklärung zu Wort, in der sie grundsätzlich die Entscheidung von „Palazzo“ und Cornelia Poletto begrüßt, ihre Dinnershow in Eimsbüttel auf der Kleinen Moorweide zu veranstalten. „Wir wissen, dass die Kleine Moorweide das Filetstück aller Grünflächen in Eimsbüttel ist“, heißt es darin. Der Standort sei mit seiner zentralen Lage zum Bahnhof Dammtor und zur Außenalster eine hervorragende Wahl. „Deshalb wünschen wir uns, dass die Sondergenehmigung/Verpachtung sich nicht nur anhand einer Gebührenordnung richtet, sondern auch die Lage bei der Vertragsverhandlung berücksichtigt wird.“ Die Fraktion regt an, die Mehreinnahmen dem Bezirksamt für weitere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, die nicht so eine große Reichweite haben.

Als alternativen Standort bringt die FDP zudem den Schanzenpark ins Spiel, weil dieser über den U-Bahnhof Schlump mit dem ÖPNV und Schröderstiftstraße/Kleiner Schäferkamp ebenfalls für den Lieferverkehr sehr gut erreichbar sei. „‚Palazzo‘ würde den Schanzenpark deutlich aufwerten und die Gäste könnten am Ende der abendlichen Veranstaltung für einen Besuch in der Schanze einkehren können“, findet die FDP-Fraktion.

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